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Nokias Pläne für das neue Handy-Betriebssystem Symbian OS

Zwei neue Symbian-Versionen pro Jahr geplant

Wie bereits berichtet, hat die Symbian Foundation neue Versionen des Symbian-Betriebssystems angekündigt. Dabei ist eine einheitliche Benutzeroberfläche geplant. Die Zersplitterung in Nokia Series, UIQ und MOAP soll der Vergangenheit angehören. Damit soll auch die Grundlage für ein noch größeres Software-Angebot für Symbian-Handys gelegt werden. Die erste Version des neuen Betriebsystems wird jedoch frühestens zum Jahresende erscheinen. Wir erklären, was die von Nokia initiierte Stiftung für das Symbian OS plant.

Bereits im Sommer letzten Jahres gab Nokia bekannt, dass der Konzern zusammen mit AT&T, LG Electronics, Motorola, NTT DOCOMO, Samsung, Sony Ericsson, ST-NXP Wireless, Texas Instruments und Vodafone die Symbian Foundation gründen wird.

Nachdem Symbian Limited, das Unternehmen, welches Symbian entwickelt und lizenziert, im Dezember komplett von Nokia übernommen wurde, hat die Symbian Foundation mittlerweile offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Sinn und Zweck der Stiftung ist es, sämtliche Aktivitäten rund um die Entwicklung neuer Versionen des Symbian-Betriebssystems zu koordinieren. Weiterhin ist geplant, das Betriebssystem ab dem Sommer 2010 unter der Eclipse Public License als Open Source weiterzuführen und somit den Programmcode allgemein zugänglich zu machen.

Zurzeit noch ein Symbian OS - aber viele Benutzeroberflächen

Das Nokia N97 mit Symbian S60 5th Edition.
Foto: Nokia
Zurzeit sind die Versionen 9.1 bis 9.4 von Symbian OS in aktuellen Geräten im Einsatz. Dabei ist vor allem die Benutzeroberfläche S60 3rd Edition mit Feature Pack 1 und 2 von Nokia weit verbreitet. Allerdings sind schon die ersten Smartphones wie das Nokia 5800 Xpress Music auf dem Markt, die den Nachfolger Symbian S60 5th Edition nutzen. Diese Version von Symbian S60 liefert erstmals eine Touchscreen-Unterstützung. Folgen werden noch das in nächster Zeit erscheinende Nokia N97 sowie das Samsung Omnia HD.

Basierend auf der Roadmap, welche die Symbian Foundation jetzt veröffentlicht hat, ist das nächste Betriebssystem das auf S60 5th Edition basierende Symbian^2. Diese Version soll bis Mitte 2009 fertiggestellt sein und eine offene Plattform mit gemeinsamer Benutzeroberfläche bieten, welche die bisher existierenden verschiedenen Benutzeroberflächen Nokia Series, UIQ und MOAP ablösen soll. Nokia entwickelte die Series S60, S80 und S90, wohingegen UIQ von Sony Ericsson und Motorola bei einigen Smartphones eingesetzt wird. MOAP findet sich vor allem auf Handys von Sharp und Fujitsu, die nur im asiatischen Raum erhältlich sind.

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