Unter Auflagen

ZTE: Betrieb in den USA geht weiter

Nachdem das chinesische Unternehmen ZTE wegen diverser Sanktionsverstöße seinen Betrieb in den USA zeitweise einstellen musste, geht es nun weiter. Gegen Auflagen und einer Strafzahlung in Milliardenhöhe.
Von Dominik Haag
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Der von Sanktionen betroffene chinesische Telekom-Ausrüster ZTE kann seine Geschäfte in den USA gegen Auflagen und Zahlung einer Milliardenstrafe wieder aufnehmen. US-Präsident Donald Trump teilte am späten Freitagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit, ZTE müsse eine Strafe von 1,3 Milliarden US-Dollar (1,11 Mrd Euro) zahlen, umfangreiche Sicherheitsgarantien abgeben sowie sein Management auswechseln. Auch müsse ZTE US-Teile kaufen.

Sanktionen wegen Auslieferung an Iran und Nordkorea

ZTEZTE darf den Betrieb in den USA gegen Auflagen wieder aufnehmen. Die US-Regierung hatte ZTE im April für sieben Jahre vom Zugang zu jeglichen amerikanischen Technologien ausgeschlossen. Chips aus den USA spielen eine zentrale Rolle in Netzwerk-Technik und Smartphones des Konzerns. ZTE hatte daraufhin große Teile der Produktion stillgelegt - und Peking und Washington fingen Gespräche über alternative Strafen an.

ZTE ist der viertgrößte Anbieter von Technik für Telekommunikationsnetze. Die Strafe für das Unternehmen geht auf umstrittene Lieferungen von Telekom-Ausrüstung an Iran und Nordkorea zurück.

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