IFA-Preview

ZTE-Beamer Spro 2 mit LTE und Touchscreen ausprobiert

Ein tragbarer Beamer ganz ohne Kabel mit LTE und Touchscreen: Was futuristisch klingt, hat ZTE heute auf der IFA-Preview vorgestellt. Wir haben die kleine Wunder-Box kurz getestet.
Aus Berlin berichtet
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ZTE hat heute auf der IFA-Preview mit einem kleinen Produkt für Aufsehen gesorgt, das auf diversen Messen bereits Anfang des Jahres zu sehen war, aber erst jetzt nach Deutschland kommt. Der ZTE-Beamer Spro 2 kommt mit LTE, Android und Touchscreen und ist dank Akku sogar transportabel. Im Idealfall kann der kleine Beamer ganz ohne Kabel betrieben werden, und das auch hochkant für Deckenprojektionen. Er kostet 599 Euro UVP und ist in Deutschland ab dem 1. September erhältlich.

ZTE-Beamer Spro 2 mit LTE und Touchscreen ausprobiertZTE-Beamer Spro 2 mit LTE und Touchscreen ausprobiert Letztendlich ist der Beamer ein beinahe vollwertiges Smartphone oder Tablet, das sein Bild per LED-Leuchte an die Wand projiziert. Dabei soll der Beamer nicht nur ganz klassisch Filme an die Wand werfen, sondern er kann zusammen mit Tastatur und Maus auch als Notebook- oder PC-Ersatz dienen. Acht Nutzer maximal können gleichzeitig auf den Beamer zugreifen, wobei der Beamer per Touchscreen, Smartphone oder klassischer Fernsteuerung bedient werden kann.

5-Zoll-Display steuert den Beamer

Der Beamer bei der Hochkant-ProjektionDer Beamer bei der Hochkant-Projektion Der ZTE Spro 2 ist eine Metallbox mit einem 5-Zoll-Display auf der Oberseite. In unserem Kurztest erschien uns der kleine Beamer ordentlich verarbeitet und er passt auch gut in eine Aktentasche, gegebenenfalls sollte man das Display mit einer separaten Stoffhülle schützen. Auf der Oberseite gibt es außer dem Display noch einen Home-Button.

An Anschlüssen bringt der ZTE Spro 2 USB 3.0, HDMI und einen analogen Klinkenport mit. Gedacht ist der Beamer aber eigentlich für die drahtlose Bildwiedergabe, und diese kann entweder per Bluetooth 4.0 oder WLAN erfolgen. Befindet sich kein WLAN in der Nähe, kann der Beamer dank SIM-Karten-Slot auch im LTE-Netz funken - alle in Deutschland gebräuchlichen Frequenzen werden unterstützt. Das LTE-Modul kann auch zu einem mobilen WLAN-Hotspot umfunktioniert werden, in den sich zehn WLAN-Geräte einwählen können.

Die Anschlüsse des BeamersDie Anschlüsse des Beamers Im Inneren des Beamers werkelt ein Quad-Core-Prozessor vom Typ Qualcomm Snapdragon 800 MSM8974, der von 2 GB RAM unterstützt wird. Die 16 GB interner Flash-Speicher lassen sich per Micro-SD-Karte erweitern - über eine Micro-SD-Karte können natürlich auch Videos und Fotos abgespielt werden. Angeschlossene USB-Festplatten können eine Maximalkapazität von 2 TB haben. Der kleine Beamer projiziert ein Bild in 720p-Auflösung an die Wand, was bis zu einer Bilddiagonale von 3 Meter verzerrungsfrei aussieht.

Die Basis des Betriebssystems ist Android, die Benutzeroberfläche ist allerdings für den Einsatz auf dem Beamer optimiert worden. Statt kleiner Icons gibt es etwas größere Kacheln, deren Schrift gut lesbar ist und auch beim Navigieren durch die Menüs fanden wir uns schnell zurecht. Das System reagierte in unserem Kurztest stets flüssig. Auch Airplay und Miracast beherrscht der Beamer. Über den Google Play Store kann jede beliebige Android-App installiert werden.

Lichtstärke, Akku-Kapazität und sinnvolle Anwendungsfälle

Homescreen des ZTE Spro 2Homescreen des ZTE Spro 2 Mit einer Lichtstärke von 200 Lumen ist der ZTE Spro 2 nicht für größere Konferenzräume gedacht - dies war bei der Präsentation ganz auffällig. Auf der IFA-Preview projizierte der Spro 2 im Konferenzraum sein Bild zufälligerweise direkt neben das des großen Konferenz-Beamers - und hier kann der kleine 600-Euro-Beamer natürlich nicht mit einem Beamer für einen vierstelligen Betrag mithalten.

Einstellungsmenü des BeamersEinstellungsmenü des Beamers Dank seines 6300-mAH-Akkus kann der ZTE Spro 2 dafür ohne Stromkabel genutzt werden - ZTE gibt an, dass eine Wiedergabe von Streaming-Videos für etwa drei Stunden möglich sein soll. Mit internen Kühlkörpern ist der ZTE Spro 2 fast komplett passiv gekühlt und arbeitete in unserem Test sehr leise. Nach einem Verrücken des Beamers funktionierte auch der eingebaute Autofokus recht schnell - manuelle Bildkorrekturen dürften also beim ZTE Spro 2 nur selten notwendig werden.

Eine Präsentation auf dem DisplayEine Präsentation auf dem Display Obwohl er nicht mit einer überragenden Auflösung und Helligkeit punkten kann, spielt der ZTE Spro 2 seine Trümpfe bei der Flexibilität aus. Man kann ihn nämlich auch in einem Abstand von nur zwei Metern zur Wand aufstellen und dann als Notebook-Ersatz benutzen. Dazu lassen sich Tastatur und Maus kabellos per Bluetooth verbinden. So können Geschäftsleute beispielsweise im Hotelzimmer noch an einer Präsentation oder einem Office-Dokument arbeiten, den Beamer in die Tasche stecken und dann in einer Besprechung die Dokumente anschließend direkt vom Beamer vorführen.

Nicht im Lieferumfang enthalten ist eine Webcam. Schließt man eine solche an, kann der Beamer auch für Videotelefonie verwendet werden. In der Präsentation wurde beispielsweise gezeigt, dass die Videokonferenzlösung von Cisco unterstützt wird. Und auch für einen Film zwischendurch auf einer Geschäftsreise am Abend macht der ZTE Spro 2 seinen Job ordentlich.

Zusätzlich zu diesem transportablen Beamer hat ZTE auf der IFA-Preview heute das Blade V6 mit Dual-SIM und LTE vorgestellt.

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