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ZTE Eyeprint ID: Auge in Auge mit dem Smartphone

ZTE hat auf dem MWC nicht nur aktuelle Geräte gezeigt, sondern auch zwei Software-Funktionen präsentiert. Einerseits einen Sprachassistenten, andererseits eine Technologie, mit der der Nutzer sein Smartphone mit dem Auge entsperren kann.
Vom MWC in Barcelona berichtet
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ZTE Eyeprint ID: Auge in Auge mit dem SmartphoneZTE Eyeprint ID: Auge in Auge mit dem Smartphone Der chinesische Hersteller ZTE zeigte auf dem Mobile World Congress nicht nur neue Geräte, sondern demonstrierte auch neue, Software-seitige Fähigkeiten seiner Geräte. Unter anderem wurde die Eyeprint-ID-Technologie gezeigt. Diese erlaubt es dem Nutzer, sein Smartphone mit Hilfe seiner Augen zu entsperren. Eingerichtet wird diese Funktion über das Einstellungsmenü des Gerätes.

Wählt der Nutzer diesen Punkt aus, öffnet sich ein Fenster, in dem der Nutzer seine eigenen Augen durch die Front-Kamera sieht. Er wird dann durch die Software dazu aufgefordert, mit seinem Blick einem grünen Balken zu folgen, der sich über die Aufnahme bewegt. Nach kurzer Zeit speichert das Smartphone den Abdruck ab. Wird der mobile Begleiter nun entsperrt, zeigt sich zunächst der typische Android-Sperrbildschirm, der in unserem Fall zu einer Eingabe eines Muster-Codes aufforderte.

Statt diesen Weg zu nutzen, kann der Besitzer stattdessen von oben in den Bildschirm herein wischen. Nun öffnete sich ein Fenster, wie es uns auch in dem Einstellungsmenü angezeigt wurde. Auch hier muss er wieder einem Balken folgen, der sich über den Bildschirm bewegt. Ist die Identifikation erfolgreich, entsperrt sich das Gerät nach kurzer Zeit dann automatisch. Das gelang am Pressestand zwar meist problemlos, dennoch ist es fraglich ob die Eingabe des Musters nicht schneller und letztlich auch bequemer ist. ZTE plant nach eigener Aussage die Fähigkeit künftig nicht nur in weitere Smartphones sondern auch zusätzliche Applikationen, wie zum Beispiel für mobiles Banking, zu integrieren.

Sprachassistent erlaubt Kommandos ohne neuerliche Aktivierung

Als Microsoft seine Sprachassistentin Cortana präsentierte, warb der Konzern vor allem damit, dass die Helferin ein Gespräch mit dem Nutzer führen, sprich weitere Fragen zu einer Aufgabe stellen kann. Das ist zwar für das Verfassen von E-Mails extrem hilfreich, zur Steuerung der Musikwiedergabe aber wenig nützlich. Hier muss Cortana für neue Kommandos immer wieder aktiviert werden.

ZTE geht mit seinem eigenen Sprachassistenten, der derzeit nur in Englisch und Chinesisch verfügbar ist, einen anderen Weg. Der Assistent kann entweder per Sprachkommando oder durch einen langen Druck auf den Home-Button aktiviert werden. Danach kann der Nutzer ihm befehlen, beispielsweise Musik wiederzugeben. Anders als bei Cortana oder Siri muss der Nutzer für einen Wechsel eines Liedes nun den Assistenten nicht erneut aktivieren, sondern kann ihn einfach per neuerlichem Sprachbefehl dazu auffordern, das Lied zu wechseln oder die Wiedergabe zu stoppen. Paradoxerweise mussten wir, da die Musik des Smartphones über die Lautsprecher ausgegeben wurde, jedoch recht laut werden, damit unser Befehl entgegen genommen wurde.

Abseits dessen ermöglicht der Sprachassistent es beispielsweise, das Handy ans Ohr zu führen und den Namen der Person auszusprechen, die angerufen werden soll. Auch die Kamera des ZTE Star 2 ließ sich so bedienen. Letzteres ist allerdings bereits heute auch in anderen Apps möglich. Nach Aussage einer ZTE-Mitarbeiterin am Messestand, sollen beide Fähigkeiten künftig ihren Weg zumindest in die teureren Geräte finden.

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