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Zölle für Elektrogeräte und IT-Produkte werden abgeschafft

Am 1. Juli ist der erste Schritt der Erweiterung des "Information Technology Agreement" (ITA) in Kraft getreten. Im Zuge dieses Abkommens werden die Einfuhrzölle auf mehr als 200 IT-Produkte schrittweise abgeschafft.
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Beim Handel von elektronischen Geräten und Bauteilen sind bisher zum Teil hohe Zollgebühren angefallen. Damit ist seit dem 1. Juli Schluss, denn an diesem Tag trat der erste Schritt der Erweiterung des "Information Technology Agreement" (ITA) in Kraft. Im Zuge dieses Abkommens werden die Einfuhrzölle auf mehr als 200 IT-Produkte schrittweise abgeschafft. Darauf hatten sich 54 WTO-Mitgliedstaaten bereits Mitte 2015 geeinigt.

Zölle für Elektrogeräte und IT-Produkte werden abgeschafftZölle für Elektrogeräte und IT-Produkte werden abgeschafft Zu den WTO-Mitgliedstaaten zählen die EU und ihre 28 Mitgliedstaaten, Albanien, Australien, Kanada, VR China, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Hong Kong, Island, Israel, Japan, Korea Rep., Liechtenstein, Malaysia, Mauritius, Montenegro, Neuseeland, Norwegen, Philippinen, Taiwan, Singapur, Schweiz, Thailand, Türkei und die USA. Auf diese Länder fallen schätzungsweise etwa 90 Prozent des Welthandels mit den IT-Produkten.

Vollständige Abschaffung der Einfuhrzölle bis 2019

Laut der Webseite von Germany Trade and Invest (GTAI), Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing, betreffen die vereinbarten Zoll­vergünsti­gungen sowohl IT-Fertigprodukte als auch Komponenten und Maschinen zur Herstellung von IT-Erzeugnissen. Unter den insgesamt 201 genannten Produkten befinden sich unter anderem Video-Games und -Konsolen, Touchscreens, Tinten­patronen, Bauteile für Navigations­geräte, Smart Cards sowie Mikrofone, Halbleiter und andere Komponenten.

Bis zum 1. Juli 2019 soll der Zollabbau stufenweise in vier gleichen jährlichen Raten erfolgen. Unabhängig von diesem Zeitplan haben die beteiligten Staaten die Möglichkeit, die Zölle selbstständig und jederzeit schneller als jetzt vereinbart zu senken, beispielsweise dann, wenn Produkte bereits einem sehr niedrigen Einfuhrzoll unterliegen.

Durch den Wegfall der Zollabgaben lassen sich nach Experten­schätzungen hunderte Millionen Euro einsparen. Für Unternehmen wie Texas Instruments, Samsung, Sandisk oder Intel beziehungs­weise Exporteure und Importeure bedeutet dies eine merkliche Kostenentlastung, die sich auch auf die Preisgestaltung der IT-Produkte auswirken könnte. Denn es herrscht ein starker Wettbewerb im internationalen IT-Sektor und so wäre es denkbar, dass die Einsparungen zumindest anteilig an die Verbraucher weitergegeben werden.

Mehr Informationen zum Wegfall der Zölle auf IT-Produkte finden Sie auf der Webseite der Welthandels­organisation (WTO).

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