Riesen-Akku

Zendure A8 im Test: Powerbank lädt Smartphone mindestens sechs Mal

Die Zendure A8 ist eine Powerbank mit stolzen 26 800 mAh Kapazität, die bis zu vier Geräte gleichzeitig lädt. Wir haben das externe Akku-Monster getestet.
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Der Energiehunger mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets steigt: Die viel zu kurze Akkulaufzeit ist der Hauptkritikpunkt vieler Nutzer an ihrem momentan verwendeten Gerät. Ein Großteil der Anwender geht daher auch nicht mehr ohne externen Akku aus dem Haus - und es gibt zahlreiche preiswerte Modelle, die flach wie eine Flunder sind und bequem in die Jackentasche passen.

Doch in vielen Fällen ist das Smartphone nicht das einzige akkubetriebene Gerät unterwegs: Kommen noch Tablet, Smartwatch, Fahrradcomputer oder andere Gadgets dazu, heißt es auch energietechnisch: Klotzen statt kleckern! Ein Beispiel für einen derartigen Energie-Klotz ist die Powerbank Zendure A8. Die US-amerikanische Firma Zendure existiert seit 2013 - hergestellt werden die Powerbanks erwartungsgemäß in China. Wir haben den Boliden mit 26 800 mAh getestet.

Zendure A8 mit Verpackung und Zubehör
Zendure A8 mit Verpackung und Zubehör

Technische Daten und Verarbeitung

Die Powerbank Zendure A8 ist in Deutschland beispielsweise bei Amazon erhältlich, dort kostet sie rund 77 Euro. Bereits die Verpackung lässt erahnen, dass sich darin ein kleines Monster verbirgt. Das spiegeln auch die technischen Daten wider: Die Powerbank misst 11,9 mal 7,3 mal 4 Zentimeter (!) und wiegt mit 483 Gramm fast ein halbes Kilo. Damit ist sie für die Jackentasche definitiv zu groß und zu schwer. Mit ihrer silbernen Hülle erinnert der externe Akku an einen Werkzeugkoffer oder an eine stabile Transportkiste für Flugreisen - das Gehäuse der Zendure A8 besteht aber aus Kunststoff und nicht aus Metall. Laut dem Hersteller ist die Außenschale durch Stützkanten verstärkt, um Verformungen zu widerstehen.

Typenschild der Zendure A8
Typenschild der Zendure A8
In der Verpackung befindet sich außer einer Kurzanleitung auch noch ein Micro-USB-Kabel, das aussieht wie ein Stahlseil, sowie eine graue Transporthülle für die Powerbank. Es empfiehlt sich auch, diese Hülle zu verwenden, da spitze Gegenstände in der Tasche Spuren auf dem Kunststoffgehäuse hinterlassen könnten. Auf der Oberseite hat die Zendure A8 einen Powerknopf, der etwas locker sitzt und wackelt, wenn man die Powerbank schüttelt. Ansonsten ist die Powerbank stabil verarbeitet.

In der Mitte der Schmalseite befindet sich ein kleines Display, auf dem der momentane Ladestand der Zendure A8 angezeigt wird. Darunter liegt die Micro-USB-Buchse zum Laden der Powerbank. Drum herum sind vier USB-Ports positioniert, und zwar drei blaue Ports mit maximal 3,1 Ampere und ein grüner Quick-Charge-3.0-Port. Dieser unterstützt die Betriebsarten 6V/3,0A, 6-9V/2,0A und 9-12V/1,5A. 3,1 Ampere bei den blauen Ports heißt, dass ein Port maximal 3,1 Ampere unterstützt, aber alle drei zusammen eben auch maximal 3,1 Ampere. Wichtig zu wissen ist: Low-Power-Geräte werden von der Zendure A8 nicht unterstützt, wenn sie weniger als 120 mA ziehen.

Anschlüsse und Kapazitätsanzeige
Anschlüsse und Kapazitätsanzeige

Kapazität und Leistung

Die 3,7-Volt-Lithium-Ionen-Zellen der Zendure A8 liefern nominell eine Gesamtkapazität von 26 800 mAh beziehungsweise 99,1 Wh. Zendure geht auf das technisch bekannte Detail ein, dass die effektive Kapazität bei Powerbanks in der Regel um bis zu 30 Prozent geringer ist als der Nennwert. Bei den Zendure-Batterien soll die Gesamtenergieumwandlungsrate (TECR) allerdings rund 80 Prozent betragen. Dafür soll unter anderem auch ein passives internes Kühlsystem verantwortlich sein, das über thermisch leitfähige Silikon-Pads und ein Metall-Futter Wärme von den internen Komponenten abführt.

Die Powerbanks der Zendure-A-Serie können übrigens gleichzeitig Geräte aufladen, während sie selbst geladen werden - das haben wir im Test verifiziert. Insbesondere bei billigen Powerbanks ist das in der Regel nicht möglich. Lässt man den Akku sechs Monate unbenutzt liegen, sollen danach noch 95 Prozent der aufgeladenen Energie zur Verfügung stehen, verspricht der Hersteller und empfiehlt, auch bei Nichtgebrauch den Akku alle sechs Monate einmal aufzuladen. Insgesamt soll die Zendure A8 mindestens 500 volle Lade-Entlade-Zyklen überstehen.

Zendure A8 lädt ein Smartphone mindestens sechs Mal
Zendure A8 lädt ein Smartphone mindestens sechs Mal
Aufgrund der hohen Kapazität benötigt die Zendure A8 allerdings relativ lange, bis sie selbst aufgeladen ist. Mit einem QuickCharge-3.0-kompatiblen Ladegerät dauert es schon 10 Stunden, mit einem regulären 2-Ampere-Ladegerät sogar 14 Stunden, bis die Powerbank komplett aufgeladen ist.

Dann entpuppt sich der externe Akku aber als echtes Energie-Monster: Smartphones mit einer Akkukapazität von rund 3000 mAh wie das iPhone 7 Plus oder das Samsung Galaxy Note 8 können rund fünf bis sechs Mal komplett aufgeladen werden, Mittelklasse-Smartphones mit rund 2000 mAh Kapazität sogar sechs bis acht Mal. Schließt man vier Smartphones gleichzeitig zum Laden an, reicht die Restenergie danach in der Regel nochmals für zwei Ladevorgänge. Bei Tablets mit starkem Akku (beispielsweise 6000 mAh) muss man natürlich mit weniger Ladevorgängen rechnen, in der Regel kann ein derartiges Gerät mindestens dreimal komplett geladen werden.

Wer die Zendure A8 auf größere Reisen mitnehmen möchte, muss gegebenenfalls damit rechnen, dass er sie aufgrund der hohen Kapazität nicht im Flugzeug transportieren kann. Powerbanks dürfen bei den meisten Airlines ohnehin nicht im Aufgabegepäck, sondern nur im Handgepäck transportiert werden. Und die Restriktionen bei Akkus im Handgepäck variieren - oft gilt allerdings eine Grenze von maximal erlaubten 20 000 mAh pro Powerbank.

Kapazitätsanzeige bei voll aufgeladener Powerbank
Kapazitätsanzeige bei voll aufgeladener Powerbank

Fazit: Starkes Energiemonster, das Platz benötigt

Nein, ein Leichtgewicht ist die Zendure A8 mit fast einem halben Kilo nicht, dafür sieht sie mit ihrer silbernen Hülle schick und zeitlos aus. Mit 26 800 mAh ist sie ein echter Kraftprotz: Top-Smartphones lassen sich damit mindestens fünf Mal laden, Mittelklasse-Smartphones sogar sechs bis acht Mal. Dank der vier USB-Ports, von denen einer QuickCharge 3.0 unterstützt, können bis zu vier Geräte gleichzeitig geladen werden. Außerdem schleift die Powerbank die Energie an angeschlossene Geräte durch, wenn sie gerade selbst geladen wird. Soviel Power hat allerdings auch ihren Preis - die Zendure A8 kostet rund 77 Euro.

Das sind mögliche Alternativen:

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