Datenschutz

NSA wird ausgesperrt: Yahoo verschlüsselt Datenverkehr

Der Internet­konzern Yahoo setzt zum Kampf gegen Angriffe und Überwachung zunehmend auf die Verschlüsselung des Datenaustauschs. Neben den Rechenzentren wird auch der Messenger verschlüsselt. Lesen Sie mehr zu dem Thema in unserer News.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Der Internet­konzern Yahoo verschlüsselt nach den Ent­hüllungen über die NSA-Über­wachung den Daten­verkehr zwischen seinen Rechen­zentren. Seit dem 31. März werde der gesamte interne Daten­aus­tausch auf diese Weise geschützt, schrieb Yahoos Sicher­heits­chef Alex Stamos in einem Blogeintrag. Seit Januar soll bereits die Verschlüsselung beim Datenaustausch zwischen Yahoo und anderen Mailservern verstärkt worden sein.

Das Unter­nehmen zieht damit die Konsequenz aus Enthüllungen, der amerikanische Geheim­dienst National Security Agency habe die Daten­über­tragung zwischen Rechen­zentren aus­schnüffelt. Yahoo und der eben­falls be­troffene Internet-Konzern Google hatten empört auf die Berichte reagiert. Die neuen Maßnahmen sollen nun helfen, "Angriffe und Über­wachung zu bekämpfen, die die Privat­sphäre unserer Nutzer verletzt", schrieb Yahoo-Manager Stamos. Google gab bereits im März bekannt, dass die interne Daten­über­tragung ver­schlüsselt laufe.

Yahoo-Messenger soll verschlüsselt werden

Yahoo setzt vermehrt auf SicherheitYahoo setzt vermehrt auf Sicherheit Neben dem internen Daten­verkehr soll in den kommenden Monaten auch an der Ver­schlüsselung des Yahoo Messengers gearbeitet werden, heißt es weiter in dem Blogeintrag. Bislang hatte der Chatservice auf eine Ver­schlüsselung verzichtet.

Yahoo und Google unterhalten eigene Rechen­zentren, die unter Anderem über Glas­faser­kabel verbunden sind. Da die Infra­struktur den Unternehmen selbst gehört oder nur von ihnen genutzt wird, wurden die Informationen innerhalb dieses Systems früher nicht verschlüsselt.

Yahoo erklärte, dass Ver­bindungen zum hauseigenen E-Mail-Dienst nun automatisch mit HTTPS geschützt werden. Das Unternehmen kündigte weitere Schritte an: "Unser Ziel ist es, unsere gesamte Plattform für alle Nutzer jederzeit zu verschlüsseln, als Standardeinstellung", schrieb Stamos. Aktivisten hatten Yahoo im Zuge des NSA-Skandals für eine zögerliche Umsetzung solcher Schutz­maßnahmen kritisiert.

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