Indien

Xiaomi stoppt wegen Patentklage Verkauf von Smartphones

Dämpfer für den Smartphone-Aufsteiger Xiaomi: In Indien, einem seiner wichtigsten Märkte, dürfen die Chinesen vorerst keine Geräte mehr verkaufen. Grund ist wohl eine Patentklage.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Xiaomi darf vorerst keine Geräte im Boommarkt Indien verkaufenXiaomi darf vorerst keine Geräte im Boommarkt Indien verkaufen Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi darf seine Geräte nicht mehr im Boommarkt Indien verkaufen. Grund sei eine Anordnung eines Gerichts in Delhi, erklärte der für internationale Expansion zuständige Xiaomi-Manager Hugo Barra auf Facebook. Laut der indischen Zeitung Economic Times [Link entfernt] steckt dahinter ein Patentstreit mit dem schwedischen Netzwerk-Ausrüster Ericsson.

Xiaomi verkaufte seine Geräte in Indien erst seit diesen Sommer und ausschließlich über die Online-Plattform Flipkart. Ganze Lagerbestände wurden in den vergangenen Wochen oft auf einmal verkauft und waren innerhalb von Sekunden vergriffen. Allein in den vergangenen beiden Tagen hätten sich 150 000 Menschen für den Kauf des Modells Redmi Note angemeldet, schrieb Barra weiter.

Verbot könnte im Februar gekippt werden

Xiaomi ist aktuell die weltweite Nummer drei im Smartphone-Markt und expandiert schnell außerhalb Chinas. Laut Economic Times verkaufte Xiaomi insgesamt mehr als 800 000 Geräte in Indien - der Subkontinent ist einer der wichtigsten Märkte für das Unternehmen. Günstige chinesische Anbieter und lokale Hersteller haben den Markt in Indien aufgerollt und liefern weit mehr als die Hälfte aller Geräte. Im August etwa stieß die indische Firma Micromax den bisherigen Spitzenreiter Samsung bei einfachen Handys vom Thron.

Laut der Times of India hatten auch die indischen Firmen Micromax und Intex sowie das chinesische Unternehmen Gionee ähnliche Probleme mit Ericsson. Dem Bericht zufolge ist die nächste Anhörung im Xiaomi-Fall am 5. Februar, so lange gelte das Verbot. "Wir tun alles, um die Situation wieder umzudrehen", erklärte Xiaomi-Indien-Chef Manu Kumar Jain bei Twitter.

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