Dauerläufer

Xiaomi Mi Max 2: Mit dem 5300-mAh-Monster-Akku durch den Tag

Xiaomi ist schon lange kein Underdog mehr im Smartphone-Markt, was mit dem neu vorgestellten Xiaomi Mi Max 2 einmal mehr bekräftigt wird. Das Phablet setzt auf neue Top-Werte im Inneren.
Von Stefan Kirchner
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Offiziell verkauft Xiaomi nach wie vor seine Geräte nur in einigen asiatischen Ländern, was der Popularität des Unternehmens dennoch keinen Abbruch tut. Eher im Gegenteil und das zeigen Geräte wie das neu vorgestellte Xiaomi Mi Max 2 auf beste Weise.

Xiaomi Mi Max 2

Für kleine Hände ist das Mi Max 2 indes nichts. In dem 174,1 mal 88,7 mal 7,6 Millimeter großen Gehäuse steckt ein Display mit 6,44 Zoll in der Diagonale, dessen Auflösung bei 1080 mal 1920 Pixel liegt. Das aus Aluminium gefertigte Android-Smartphone bringt 211 Gramm auf die Waage und ist damit etwas schwerer als sein direkter Vorgänger, das Xiaomi Mi Max.

Zwei Tage Ausdauer

Xiaomi Mi Max 2Groß, größer, Xiaomi Mi Max 2 Grund für das relativ hohe Gewicht ist der Akku. Dieser ist mit 5300 mAh enorm groß dimensioniert und soll das Android-Smartphone bis zu zwei Tage am Leben erhalten. Dank Quick Charge 3.0 ist der Akku bei Bedarf wieder schnell aufgeladen. Xiaomi spricht von bis zu 68 Prozent innerhalb von nur einer Stunde, was zudem über einen USB-Typ-C-Anschluss realisiert wird. In der reinen Nutzung werden vom Hersteller bis zu 18 Stunden Videowiedergabe genannt, 21 Stunden an Navigation mittels GPS-Signal und ganze 57 Stunden Dauertelefonieren.

Für genügend Rechenleistung sorgt der verbaute Snapdragon 625, dessen acht Kerne mit bis zu 2 GHz getaktet sind. Unterstützt wird der Prozessor von 4 GB RAM, womit sich das Xiaomi Mi Max 2 in der gehobenen Mittelklasse positioniert. An Speicher stehen 64 GB zur Verfügung, mit der Premium-Variante sogar ganze 128 GB. Eine Erweiterung per microSD-Speicherkarte ist möglich, was für Xiaomi eher nicht üblich ist, mit Blick auf die Top-Modelle.

Wie bei Xiaomi üblich lassen sich zwei SIM-Karten parallel im Mi Max 2 betreiben. Allerdings handelt es sich um einen Hybrid-Slot, sodass man entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD-Speicherkarte gleichzeitig verwenden kann.

Abgerundet wird die Ausstattung mit einem mittig platzierten Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, einem Infrarot-Sender auf der Stirnseite zur Steuerung von Multimedia-Technik und kapazitive Tasten auf der Front. Interessant ist, dass zwei Lautsprecher im Xiaomi Mi Max 2 verbaut sind, die erst im Querformat aktiv werden. Vermutlich wird es sich um eine ähnliche Technik wie bei Huawei und dem P9 Plus handeln, wo der Lautsprecher für Telefonate zum Medien-Lautsprecher umfunktioniert wird.

Xiaomi Mi Max 2
Groß ist das Xiaomi Mi Max 2 und bietet viel Platz für einen riesigen Akku

Vielversprechende Kamera

Fotografiert wird mit einer 12 Megapixel auflösenden Kamera, bei deren Sensor es sich um einen Sony IMX386 handelt. Dieser nimmt mit seinen 1,25 Mikrometer großen Pixeln vergleichsweise mehr Licht auf als andere Kamera-Sensoren und kommt unter anderem im Google Pixel und Pixel XL zum Einsatz. Dort hatte er bereits für gute Ergebnisse gesorgt, die DxO Mark dazu veranlassten, die Pixel-Smartphones zu den besten Smartphone-Kameras zu erklären.

Als Betriebssystem kommt Android 7 Nougat zum Einsatz, was Xiaomi mit seiner eigenen aktuellen Oberfläche MIUI 8 erweitert. Optisch ist damit kaum noch etwas vom puren Android übrig geblieben, erweitert das Betriebssystem aber um zahlreiche Funktionen wie einen Ein-Hand-Modus, Dual Space für App-Klonung oder sehr wirksame Optionen für einen reduzierten Energieverbrauch.

Kampfpreise mit Nachteil

Erhältlich ist das Xiaomi Mi Max 2 mit 64 GB internem Speicher demnächst im Heimatland China für 1699 Yuan, was umgerechnet etwa 220 Euro sind. Will man 128 GB internen Speicher haben, werden 1999 Yuan respektive 260 Euro fällig. Zu beachten ist aber, dass das Xiaomi Mi Max 2 kein LTE 800 unterstützt, was in Deutschland vor allem von o2 mit im städtischen Bereich eingesetzt wird. In Indien könnte der Verkauf ab dem 23. Juni erfolgen, wenn man einen Tweet von Xiaomis Indien-Chef Manu Kumar Jain so interpretiert.

Wer sich dennoch nicht davon abschrecken lässt oder auf LTE 800 verzichten kann, wird das Phablet schon sehr bald bei den ersten Import-Händlern wie TradingShenzhen.net finden können. Über die Risiken beim Smartphone-Import aus Asien haben wir ein Interview mit dem Zoll geführt.

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