Mobil bezahlen

Xiaomi Mi Band: Kontaktlos Bezahlen mit MasterCard

Xiaomi verkauft erst­mals in Europa Fitness-Armbänder mit NFC-Schnitt­stelle, die mobile Bezah­lungen ermög­li­chen. Der Nach­folger könnte Bezah­lungen mit digi­ta­li­sierter MasterCard auch in Deutsch­land ermög­li­chen.

Mi Band 4 mit digitaler MasterCard Mi Band 4 mit digitaler MasterCard
Foto: Tizenhelp
Xiaomi steigt in den Markt für mobiles Bezahlen ein. Zwar sind die Android-Smart­phones des chine­si­schen Unter­neh­mens mit Google Pay oder passenden Apps verschie­dener Banken kompa­tibel. Anders sieht es aber bei den Mi Bands, also den Fitness-Armbän­dern, aus. Auf dem chine­si­schen Heimat­markt des Unter­neh­mens konnten die Geräte bisher schon in Verbin­dung mit AliPay genutzt werden. Im Ausland hatte Xiaomi die Armbänder aber bisher ohne NFC-Schnitt­stelle verkauft.

Nun berichtet das Online­ma­gazin Tizen­help, dass Xiaomi das Mi Band 4 in Russ­land jetzt in einer NFC-fähigen Version verkaufen will. Diese hat die Versi­ons­nummer MGW4059RU und ist nicht mit der ansonsten außer­halb von China verkauften Vari­ante dieses Gadgets iden­tisch. Per Soft­ware-Update lässt sich die NFC-Funk­tion nicht frei­schalten, da die Schnitt­stelle bei den bisher verkauften Geräten nicht vorhanden ist.

Am 16. Juni soll der Verkauf der NFC-Version des Mi Band 4 in Russ­land starten. In anderen Staaten soll die neue Version des Armbands offenbar nicht ange­boten werden. Der bereits geplante Nach­folger, das Mi Band 5, werde dann gene­rell auch mit NFC-Schnitt­stelle verfügbar sein. Dann sollen auch deut­sche Inter­es­senten die Möglich­keit haben, das Fitnessarm­band für mobile, kontakt­lose Zahlungen zu nutzen.

MasterCard ohne "Zwischen­händler"

Mi Band 4 mit digitaler MasterCard Mi Band 4 mit digitaler MasterCard
Foto: Tizenhelp
Wie es im Bericht weiter heißt, muss die MasterCard mit der Mi-Fit-App verknüpft werden, um die Bezahl-Funk­tion zu nutzen. Das soll aber nur dann funk­tio­nieren, wenn Russ­land als Land ausge­wählt wird. Vermut­lich lassen sich demnach auch nur russi­sche MasterCards verwenden.

Künftig könnten weitere Bezahl­me­thoden wie VisaCards oder PayPal-Konten hinzu­kommen. Der Bericht speku­liert, dass auch die Kompa­ti­bi­lität mit Google Pay herge­stellt werden könnte. Das erscheint unwahr­schein­lich, zumal der mobile Bezahl­dienst von Google beispiels­weise auch mit den Tizen-Smart­wat­ches von Samsung nicht kompa­tibel ist. Samsung bietet mit Samsung Pay einen eigenen Bezahl­dienst an, der auch mit den Smart­wat­ches des Herstel­lers genutzt werden kann. Der Service ist in Deutsch­land aber bislang nicht gestartet. Ende vergan­genen Jahres hatte der Hersteller aber ange­kün­digt, Samsung Pay in diesem Jahr in weiteren Ländern anzu­bieten.

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