Handytest

Xda Guide: HTC-Smartphone von o2 im ausführlichen Test

Handlicher Begleiter nicht nur für Geotagging-Fans
Von Sascha Recktenwald

Wir haben die KFZ-Halterung für das Xda Guide sich an der Frontscheibe eines PKW älteren Baujahrs festsaugen lassen. Trotz der relativ hohen Innenraumgeräusche, bedingt durch das Alter des Fahrzeugs, überzeugte die in das Xda Guide integrierte Freisprecheinrichtung. Im Stadtverkehr war ein Gespräch in Zimmerlautstärke möglich, die Gesprächsqualität klar und deutlich. Anders hingegen sah es auf der Autobahn aus. Der Motor übertönte die Stimmen am anderen Ende der Leitung und eine Konversation war nur mit deutlich erhobener Stimme möglich. In einem moderneren Fahrzeug allerdings wäre ein weniger angestrengtes Gespräch sicherlich auch bei höherer Geschwindigkeit möglich gewesen.

o2 XDA Guide

Virtuelle QWERTZ-Tastatur des Xda Guide
Bild: teltarif.de
Die Befestigung des Xda Guide in der KFZ-Halterung ist angenehm einfach. Das Navigationshandy wird in die passgenaue Schale mit leichtem Druck eingeführt. Ein Klickgeräusch bestätigt den korrekten Sitz des Navigationshandy in der Halterung. Zudem verändert sich die Bedienoberfläche des Touchscreen. Anstatt weiterhin die Startseite anzuzeigen, schaltet das Gerät auf eine Autofahrer-freundlichere Oberfläche: Große Tasten auf dem Touchscreen erlauben den Schnellzugriff auf das Telefon (mit automatischer Aktivierung der Freisprechfunktion) und das integrierte Navigationssystem. Hier schickt o2 die Navigationssoftware Tom Tom ins Rennen und setzt somit auf Qualität in Kombination mit hohem Bekanntheitsgrad. Praktisch: Im Lieferumfang des Xda Guide ist das Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und der Schweiz enthalten. Unserem Testgerät standen die Straßenpläne noch nicht zur Verfügung. Jedoch ließ sich der Stadtplan von Berlin als Testversion downloaden. So führte uns das Xda Guide nicht nur in bewährter Tom Tom-Qualität zielsicher durch die Hauptstadt sondern bewies ganz nebenbei, dass die Internetverbindung schnell und vor allem stabil aufgebaut wird.

Heimtückische Sendefunktion

Fast noch einfacher und schneller ließ sich der persönliche web.de-Account einrichten. Innerhalb kürzester Zeit ließ sich das Xda Guide mit dem Postfach synchronisieren. Potenzelle Fehlerquellen taten sich keine auf, erst das Versenden zeigte sich recht heimtückisch: Zwar lässt sich mit dem Xda Guide recht intuitiv arbeiten, weniger spontan gegeben ist allerdings die Tatsache, dass das Versenden im Menü nochmal extra bestätigt werden muss. Überhaupt lassen sich empfangene Kurznachrichten, E-Mails sowie entgangene Anrufe schnell anzeigen, um sie aber wieder vom Display verschwinden zu lassen müssen sie erst aufwendig verwaltet werden.

Fazit: Kein Business- allerdings ein Alltags-Gerät

Der taiwanesische Hersteller HTC hat mit dem Xda Guide ein weiteres Smartphone mit der TouchFlo-Oberfläche ausgestattet. Lobenswert! Mit einfachen Fingerbewegungen lässt sich durch Dokumente, Mitteilungen oder Kontaklisten navigieren oder im Browserfenster scrollen. TouchFlo kann nicht in direkte Konkurrenz mit der iPhone-Bedienbarkeit treten, schlägt sich aber dennoch wacker.

Nette Spielerei: Die Footprint-Funktion des Xda Guide
Bild: teltarif.de
Kein Business- allerdings ein Alltags-Gerät, so kann man das Xda Guide beschreiben. Mit seiner handlichen Größe passt es in jede Hosentasche, ohne dabei Klotz am Bein zu sein. Die Internetseiten werden gut und in einer akzeptablen Geschwindigkeit aufgebaut. Im normalen, alltäglichen Gebrauch bewies sich das Xda Guide als Navigationshandy. Für einen Preis von 399 Euro ohne Vertag ist das fair, bekommt man noch einen mobilen Internetzugang dazu und mit der Footprint-Funktion ein sich fast selbst verwaltendes Fotoalbum. Bei Online-Abschluss stellt o2 einmalig 19,99 Euro in Rechnung in Verbindung mit dem Vertrag Genion-L.

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