Continuity

Grenzenlos: Apples neues Betriebssystem Mac OS X Yosemite

Apple hat heute auf der WWDC mit Mac OS X Yosemite ein neues Betriebssystem für seine Mac-Computer vorgestellt. Es ermöglicht unter anderem nahtloses Arbeiten an mehreren Apple-Geräten und das einfache Teilen von Inhalten.
Von / Marie-Anne Winter
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Das neue Mac OS heißt Yosemite und bietet zahlreiche interessante Neuerungen.Das neue Mac OS heißt Yosemite und bietet zahlreiche interessante Neuerungen. Apple hat auf der Eröffnungsveranstaltung zur Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco sein neues Mac-Betriebssystem OS X Yosemite vorgestellt. Dabei hat der Hersteller umfangreiche Änderungen am Design der Betriebssoftware vorgenommen. Die neu gestalteten Menüs erinnern jetzt zumindest teilweise an die bereits vom mobilen Betriebssystem iOS bekannte Optik.

Neu bei Yosemite ist beispielsweise ein "Dark Mode", der es ermöglicht, das bislang stets helle Design des Mac-Betriebssystems umzukehren. Die Mitteilungszentrale kann nun nach den Bedürfnissen der Nutzer konfiguriert werden, so dass Informationen der Apps angezeigt werden, die der Anwender auch tatsächlich übermittelt haben möchte. Ähnlich lässt sich die Mitteilungszentrale auch auf iPhone, iPad und iPod touch anpassen.

iCloud wird zum Dropbox-Konkurrenten

Die Spotlight-Suchfunktion wurde erweitert. Künftig wird nicht nur der Rechner des Nutzers durchsucht. Zusätzlich wird eine Online-Suche nach den eingegebenen Begriffen angeboten. Mit iCloud Drive rückt Apple näher an Dienste wie Dropbox, OneDrive und Google Drive heran. Nutzer bekommen die Ordner aus iCloud im Finder angezeigt und können so direkt darauf zugreifen. Auch unter iOS und nicht zuletzt unter Windows soll sich das Feature nutzen lassen.

Die neue Mail-App des Mac-Betriebssystems soll über die Mail-Drop-Funktion Dateianhänge mit einem Umfang von bis zu 5 GB ermöglichen. Dabei bleibt derzeit noch unklar, ob auch der Empfänger der E-Mail einen Mac und die Mail-App von Apple nutzen muss, um die derart umfangreiche elektronische Post zu empfangen.

Upgrade für den Safari-Browser

Der Safari-Browser soll künftig deutlich sparsamer mit der Akku-Kapazität umgehen. Mit einem MacBook Air sei es zwei Stunden länger als bisher auf einer Akku-Ladung möglich, Netflix-Videos mit 1080p-Auflösung zu streamen, bevor der Computer wieder mit dem Ladekabel verbunden werden muss.

Weitere Verbesserungen betreffen Tab-Ansicht und privates Browsen. Der Browser sei schneller als die Produkte der Konkurrenz. Favoriten werden nicht mehr in einer Liste angezeigt, sondern immer dann dargestellt, wenn die jeweiligen Anfangsbuchstaben eingegeben werden.

AirDrop jetzt systemübergreifend

Nachdem AirDrop im vergangenen Jahr für iOS eingeführt wurde, kritisierten viele Nutzer, dass der Dienst nicht mit der gleichnamigen Funktion auf dem Mac kompatibel ist. Das hat Apple mit dem neuen Betriebssystem geändert, so dass der Austausch von Dateien nun beispielsweise auch zwischen iPhone und Mac möglich ist.

Die neuen Icons für Mac OS X Yosemite.Die neuen Icons für Mac OS X Yosemite. Dokumente lassen sich nun wechselweise am iPad und am Mac bearbeiten. Das Feature nennt sich Continuity. SMS, die am iPhone empfangen werden, kommen nun auch am Mac an. Zudem informiert auch der Computer über eingehende Telefonanrufe. Über den integrierten Lautsprecher und das Mikrofon können die Telefonate auch über den Mac anstelle des Smartphones geführt werden.

Yosemite für Entwickler ab sofort verfügbar

OS X Yosemite ist für Entwickler in einer Beta-Version ab sofort verfügbar. Für Endverbraucher ist die finale Variante ab Herbst erhältlich. Zuvor haben die Interessenten die Möglichkeit, sich für das Beta-Programm zu registrieren. Das Update auf die neue Software ist kostenlos.

Nicht zuletzt betonte Apple auf der Keynote, dass derzeit mehr als 80 Millionen Macs im Markt sind. Mehr als die Hälfte davon liefen bereits mit dem derzeit noch aktuellen Betriebssystem Mac OS X Mavericks, das seit dem vergangenen Jahr verfügbar ist. Der Marktanteil des Mac sei im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen, während der PC-Anteil um fünf Prozent zurückgegangen sei.

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