WLAN

Ein WLAN einrichten: So geht's

Egal ob PC, Laptop oder Tablet: Ohne Internet taugen die Rechner nur halb so viel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich mit dem Laptop in einen mobilen Hotspot einwählen und wie Sie zu Hause ein WLAN einrichten.
Von Thorsten Neuhetzki / Jonas Baltruschat

Die meisten PCs, Note­books und Laptops verfügen über imple­mentierte WLAN-Schnitt­stellen, mit denen sich sowohl im heimi­schen Netz­werk als auch an öffent­lichen Hotspots surfen lässt. Rechner, die schon einige Jahre alt sind, lassen sich nach­rüsten - dafür gibt es recht güns­tige WLAN-USB-Sticks. Im Rechner steckt dann alles, was man braucht, um sich in ein kabel­loses Netz­werk, genannt WLAN (Wire­less Local Area Network), einzu­wählen.

Unter­wegs surfen an Hotspots

Laptop im Café Klassiker: Mit dem Laptop im Café
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Wer mit einem WLAN-fähigen Endgerät ausge­rüstet ist, kann sich unter­wegs im Hotel, Café und an Flug­häfen ins Internet einwählen - es muss nur ein Hotspot in der Nähe sein. In der Regel findet sich auf dem Laptop in der Taskleiste unten rechts ein Icon, das auf Klick den Internet-Zugang möglich macht. Sobald der Nutzer die WLAN-Funk­tion aufge­rufen hat, werden die verfüg­baren Hotspots ange­zeigt. Befindet er sich im Hotel oder in einem Café, so verlangt der Hotspot-Betreiber für das Surfen manchmal ein Entgelt. Entweder kauft der Nutzer an der Rezep­tion oder an der Theke eine Karte, die ähnlich wie die Prepaid-Karte fürs Handy einen Zugangs­code enthält, oder er wird bei der Ansteue­rung des WLANs auf die Website des Betrei­bers geleitet und bezahlt dort via Kredit­karte das Surfen. Erst nachdem er seine Kredit­karten­daten einge­tippt bzw. den Zugangs­code einge­geben hat, wird der Weg ins Internet frei­geschaltet.

Immer häufiger wird an öffent­lichen Plätzen anstelle eines fälligen Entgeltes für die Inter­netnut­zung, ledig­lich eine E-Mail-Adresse benö­tigt. Mittels dieser kann sich im lokalen Wi-Fi regis­triert werden und nach der Akti­vierung über eine Bestä­tigungs­mail an die ange­gebene E-Mail, kann für bestimmte Zeit gesurft werden. Vor allem an Flug­häfen ist diese Prozedur mitt­lerweile Stan­dard. Jedoch ist die Nutzung längst nicht an allen deut­schen Flug­häfen gratis.

Einige Internet- und Mobil­funk-Provider haben indes eigene Hotspots einge­richtet. Mit diesen kommt ein Kunde des jewei­ligen Provi­ders beson­ders leicht ins Internet. Hierzu wird der Browser geöffnet, der Nutzer wählt sich dann mit seinem persön­lichen Code auf der Zugangs­seite des eigenen Betrei­bers ein, gibt dort die persön­lichen Zugangs­daten an und schon kann er unter­wegs surfen. Die Abrech­nung erfolgt monat­lich über die Mobil­funk­rech­nung.

Die kommer­ziellen WLAN-Hotspots erscheinen in aller Regel als unver­schlüs­selte Netze in der Liste der verfüg­baren Netze, während Café-Netze zumeist per WPA verschlüs­selt sind. Hier muss das Pass­wort dann bei der Bedie­nung erfragt werden. Nach­teil der kommer­ziellen unver­schlüs­selten Netze: Auch die Über­tragung zwischen Basis­station und Rechner erfolgt unver­schlüs­selt und kann von Dritten "mitge­hört" werden. Sensible Daten sollten nur über einen VPN-Tunnel oder verschlüs­selte Seiten versendet werden.

Drahtlos ins Internet von zu Hause aus

Wer zu Hause ein WLAN einrichten will, muss kein Experte sein. Um ins Internet zu kommen, wird ein Modem-Router und ein Access-Point benö­tigt - in den aktu­ellen Geräten sind diese Funk­tionen bereits vereint.

Zunächst müssen der Access-Point - also der WLAN-Router oder das WLAN-Modem - zum Laufen gebracht werden. Was genau zu tun ist, vari­iert leicht von Hersteller zu Hersteller. Meis­tens erfolgt die Konfi­gura­tion aber über den Webbrowser. Netzwerkübersicht 5 gesicherte WLAN-Netze sind in Reichweite
teltarif.de

Jetzt geht's an die Verbin­dung: Rechts unten auf der Task-Leiste finden Sie die Netz­werk-Über­sicht. Ein Klick hierauf zeigt Ihnen alle in der Umge­bung verfüg­baren WLAN-Netze.

Wird ein neuer WLAN-Router verwendet, so lautet dessen Netz­kennung zumeist so wie der Herstel­lername und/oder Modell­name. Mit einem Doppel­klick auf den Netz­werk­namen nimmt der Rechner Verbin­dung mit dem WLAN-Router auf. Ist das WLAN-Netz vom Hersteller bereits geschützt, so wird der Benutzer nach einem Kenn­wort gefragt. Dieses teilt der Hersteller meist auf der Verpa­ckung oder dem Endgerät selber mit. Erst nach der Eingabe des Kenn­wortes verbindet sich dann der Rechner mit dem WLAN-Hotspot.

Wichtig: Unsi­chere Netz­werke sichern

Einloggen ins WLAN-Netz Ohne Passwort geht bei geschützten WLAN-Netzen nichts.
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Sollte Ihr Netz­werk noch unge­sichert sein, sollten Sie dies umge­hend beheben. Ansonsten kann jeder eine Verbin­dung mit Ihrem Router herstellen, der ein Gerät mit WLAN-Schnitt­stelle hat und sich in Reich­weite befindet. Das können bei einem Umkreis von bis zu 100 Metern Nach­barn sein, aber auch Menschen auf der Straße. Sollte sich jemand in Ihr unge­sichertes Netz­werk einwählen und dort etwas Ille­gales tun, könnten Sie dafür haftbar gemacht werden.

Einige Tipps, wie man sein WLAN zu Hause absi­chert, finden Sie auf einer eigenen Seite zum Thema WLAN-Sicher­heit.