Mobiler Hotspot

WLAN-Tethering mit dem Smartphone: So geht's

Das Handy als persönlichen Hotspot nutzen kann praktisch sein
Von Steffen Herget
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Tethering - das Wort allein dürfte einigen Handy- und Smartphone-Nutzern nichts sagen, obwohl das eigene Gerät diese Funktion vermutlich unterstützt. Es handelt sich dabei um das Teilen des Internet­zugangs des Handys mit anderen Geräten, damit diese ebenfalls online gehen können, ohne eine eigene SIM-Karte und ein entsprechendes Mobilfunk-Modem zu benötigen. Am bequemsten funktioniert Tethering über ein kleines WLAN-Netz, das vom Smartphone aufgebaut und von anderen Gerätschaften genutzt wird. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was es genau mit WLAN-Tethering auf sich hat, wie das funktioniert, auf welche Dinge man achten muss und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Wer braucht sowas überhaupt?

WLAN-Tethering - so geht'sWLAN-Tethering - so geht's Es stellt sich die Frage: Wer braucht sowas überhaupt? Nun, Tethering ist in vielen Fällen zweifelsohne sehr praktisch. So braucht man mit einem Tethering-fähigen Smartphone beispielsweise nicht mehr unbedingt ein Tablet mit eigenem 3G-Modul, um unterwegs das Internet auch auf dem flachen Rechner zu nutzen. Mit anderen Geräten wie Notebooks verhält es sich ähnlich. Den Aufpreis für den SIM-Slot in jedem einzelnen Gerät kann man sich also sparen. Zudem sind auch nicht mehrere SIM-Karten notwendig, sondern nur eine. Im Notfall, etwa wenn der heimische DSL-Anschluss einmal gestört sein sollte, lässt sich natürlich auch der PC zu Hause über Tethering mit dem Smartphone behelfsweise mit einem Online-Zugang versorgen.

Was sind die Nachteile?

Natürlich hat Tethering auch Nachteile, vor allem zwei Punkte sollte man dabei im Blick behalten. Einerseits muss sichergestellt sein, dass auf der SIM, die zum tethern genutzt wird, ein Tarif mit einem entsprechenden Datenvolumen gebucht ist. Vor allem wenn der mobile Hotspot häufig in Verbindung mit einem normalen PC genutzt wird, fällt schnell ein ordentliches Datenvolumen an. Am besten geeignet sind Datenpakete mit Flatrate und hohem High-Speed-Volumen von 1 GB und mehr. Der Mobilfunk-Anbieter muss allerdings Tethering erlauben, hier hilft ein Blick ins Kleingedruckte.

Andererseits stellt die Nutzung eines Smartphones als mobiler WLAN-Hotspot den Akku auf eine harte Probe. Bei dauerhaftem Arbeiten ist - natürlich immer abhängig vom jeweiligen Handy-Modell - meist nach spätestens fünf bis sechs Stunden Feierabend. Dann kann man aber natürlich auch nicht mehr telefonieren oder SMS schreiben und ist mit dem Handy nicht mehr erreichbar. Man sollte also auf eine gute Stromversorgung achten, wenn das Smartphone als Hotspot herhalten muss.

Wie mache ich das genau?

Der mobile Hotspot ist bei allen mobilen Betriebssystemen in den Mobilfunk-Einstellungen verborgen und muss dort an- und ausgeschaltet werden. Die Menüpunkte heißen in der Regel etwa "Persönlicher Hotspot" (iOS), "Tethering und mobiler Hotspot", "Internetfreigabe" (Windows Phone) oder ähnlich. Dort lässt sich der Name des aufzubauenden WLAN-Netzes (die sogenannte SSID) und einige weitere Dinge einstellen sowie die Zahl der verbunden Geräte einsehen. Um sich dann mit einem anderen Gerät in das eigene kleine WLAN einzuloggen, geht man vor wie von anderen, "normalen" Netzwerken gewohnt. Manche Smartphone-Betriebssysteme, etwa Windows Phone 8, schalten den mobilen Hotspot automatisch ab, wenn mehrere Minuten lang kein Gerät verbunden war. Das schont den Akku und sorgt dafür, dass nicht ständig Tethering aktiviert bleibt, wenn man es einmal vergessen hat. Genauere Angaben zu den einzelnen mobilen Plattformen finden Sie auf unserer Info-Seite zum Thema Tethering.

Auf der zweiten Seite widmen wir uns der Frage, wie das Hosentaschen-WLAN gesichert werden sollte, welche Betriebssysteme WLAN-Tethering unterstützen und welche Alternativen zur Funk-Lösung es gibt.

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