Mobiles Internet

Surfstick, Mobile Hotspot & Tethering: Was sich für welchen Nutzer eignet

Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der Nutzung eines USB-Surfsticks, eines Mobile Hotspots ("MiFi") und von WLAN-Tethering. Außerdem erfahren Sie, welche Methode für eine mobile Online-Verbindung für Sie sinnvoll ist, wenn gerade kein WLAN zur Verfügung steht.
Von Thorsten Neuhetzki

Mit dem Smartphone mobil ins Internet zu gehen ist einfach und für jedermann, der einen Datentarif bei seinem Anbieter gebucht hat, auch günstig möglich. Doch was ist, wenn nicht nur das Smartphone, sondern auch das Tablet, der Laptop oder andere Geräte mit mobilen Daten versorgt werden sollen, mehrere Nutzer einen Zugang brauchen oder einfach mal größere Datenmengen übertragen werden sollen, die den Smartphone-Tarif sprengen? Wir zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der drei Methoden der mobilen Datenversorgung per USB-Surfstick, Mobile Hotspot sowie Tethering.

Rückblick auf das mobile Internet

Surfen mit einem USB-Surfstick Surfen mit einem USB-Surfstick
Foto: teltarif.de / Thorsten Neuhetzki
Ein kurzer Rückblick: Wer vor zehn Jahren mobil ins Internet wollte, hat das entweder über eine Infrarot- oder Bluetooth-Verbindung bzw ein Datenkabel über sein Handy gemacht oder - als fortgeschrittener bzw. Business-Anwender - über eine PCMCIA-Karte in seinem Laptop. Auf diesen Wegen - also per Infrarot oder Bluetooth bzw. PCMCIA sind vor zehn Jahren auch noch die Messe-Artikel von unseren Redakteuren in die Redaktion von teltarif.de geschickt worden. Diese PCMCIA-Karte fungierte als Modem und stellte zunächst eine GPRS-Verbindung, später auch eine UMTS- oder WLAN-Verbindung her. Heute nutzt diese Technik kaum noch jemand, da es viel elegantere und modernere Methoden gibt. Zudem haben moderne Laptops und Ultrabooks in der Regel keinen PCMCIA-Slot mehr, dafür aber WLAN.

USB-Surfstick: Anstecken und online gehen

Abgelöst wurden die PCMCIA-Karten vor allem durch die USB-Surfsticks. Sie wurden vor etwa sechs Jahren eingeführt und sind bist heute eine beliebte Form, mit dem mobilen Rechner ins Internet zu gehen. Wie bei vielen technischen Errungenschaften ist der Preis über die Jahre stark gefallen und die Technik hat sich weiterentwickelt. Unterschiede gibt es vor allem in der unterstützten Datenrate. Billig-Surfsticks unterstützen lediglich HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s. Für den privaten Gelegenheits-Surfer reicht das. Ein Journalist oder Video-Blogger, der regelmäßig Bilder und Videos hochladen muss, sollte auf höhere Datenraten und vor allem den Upload-Turbo HSUPA achten. Wer große Datenmengen in kurzer Zeit aus dem Internet übertragen will, sollte es mit einem HSDPA-Stick mit 21,2 MBit/s oder mehr probieren. Noch schneller geht es mit dem schnellen Netzstandard LTE - einen entsprechenden Datentarif vorausgesetzt.

Surfstick versorgt nur ein Gerät

Surfsticks werden - wie USB-Sticks - direkt an den jeweiligen Rechner per USB angeschlossen. In der Regel installiert sich danach die Betreibersoftware und der Kunde kann surfen. Problematisch kann es werden, wenn der Nutzer unterschiedliche Surfsticks verwendet, da sich hier die Treiber der verschiedenen Hersteller gegenseitig stören können. Voraussetzung ist, dass der Nutzer sich mit seinem Rechner an einem Ort befindet, an dem sein Mobilfunknetz eine entsprechend gute Netzabdeckung aufweist. Nur wenige Surfsticks kommen mit einem Verlängerungskabel in der Packung zu Kunden, so dass man in einem Radius von einem Meter den Stick nach der Mobilfunkversorgung ausrichten kann. Außerdem versorgt jeder Stick nur einen Rechner. Weitere Laptops, Tablets oder Smartphones können nicht angebunden werden.

Im schlechtesten Fall sitzt der Nutzer eines Surfsticks also in einem Konferenzraum mit mangelnder Netzabdeckung und kann nicht online gehen. Schlimmstenfalls hat dann auch das Smartphone unzureichende Netzversorgung oder nur einen Smartphone-Tarif, der in der Regel nur mit einem geringen Datenvolumen ausgestattet ist, während es auf der SIM-Karte des Surf-Sticks in der Regel größere Datenpakete oder Tagesflatrates gibt.

Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einem mobilen Hotspot mehrere Geräte gleichzeitig mit WLAN versorgen können und wie Sie damit die angesprochenen Probleme eines Surfsticks umgehen können.

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