Telekom

Technik-Hintergrund: So wird Hamburg zur WLAN-Hauptstadt

Erster Eindruck vom neuen WLAN-Netz an den Landungsbrücken
Aus Hamburg berichtet Thorsten Neuhetzki
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Sie haben bis zur letzten Minute geschraubt, die Techniker der Telekom: Heute morgen hat die Deutsche Telekom an den Landungsbrücken in Hamburg ihr erstes zusämmenhängendes WLAN-Gebiet gestartet. Insgesamt 23 WLAN-Sender hat die Telekom in Kooperation mit dem Ausrüster Cisco, der Stadt, dem Hafen und lokalen Betreibern entlang der Landungsbrücken aufgebaut. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen geworfen und das Netz, das einmal ein Stadtnetz werden soll, getestet.

23 Sender nur für die Landungsbrücken

Nur das geschulte Auge sieht den WLAN-Hotspot unter der DeckeNur das geschulte Auge sieht den WLAN-Hotspot unter der Decke Kleine graue Kästen sind es, die das WLAN-Netz ermöglichen. Im Beachclub Hamburg del mar wurden allein drei Antennen aus dem Hause Cisco installiert. Sie sind alle mit einem Router auf dem Gelände verbunden, der das Signal der WLAN-Netze gesammelt über einen eigens geschalteten VDSL-Anschluss der Telekom weiterleitet. Dieser gibt das Signal an einen speziellen Server der Telekom, der sich um Login und Login-Seite kümmert.

Doch es gibt noch eine weitere Neuerung die an den Landungsbrücken erstmals im Telekom-Netz eingebaut wurde: Der automatische Handover zwischen zwei Funkzellen. Im Hintergrund werde der Nutzer an den nächsten Hotspot übergeben und kann so direkt weitersurfen - auch wenn er sich inzwischen an einem ganz anderen Ort aufhält. Nach Angaben der Telekom soll das künftig auch in ganz Hamburg und nicht nur innerhalb eines WLAN-Gebietes funktionieren. "Mehrere Millionen Euro" habe die Telekom für den Ausbau veranschlagt, ließ die Telekom durchblicken. Genaue Zahlen wollte man aber nicht verraten.

Antennen unter Dächern und an Wänden

Die Login-Seite auf dem LaptopDie Login-Seite auf dem Laptop Zurück zu den Antennen: Sie kommen von Cisco und ihre Ausleuchtzonen sind nach Angaben der Telekom-Techniker so gestaltet, dass sie vor allem die Touristen erreichen, nicht aber die Anwohner. In der Tat konnten wir bei einem kurzen Test des Netzes entlang den Landungsbrücken ein durchgehendes WLAN-Signal feststellen. Nicht immer war das Netz wirklich stabil, gerade in den Randregionen dauerte es ein wenig, bis das Handy, mit dem wir das Netz testeten, sich in den nächsten Sender einbuchte. Wer mit offenen Augen die Landungsbrücken entlang geht, kann die Sender auch sehen. Sie sind im Bereich der Schiffsanleger beispielsweise unter den Dächern angebracht. Wer in gastronomischen Einrichtungen entlang der Landungsbrücken ist, bekommt sein Signal von diesen.

Die Telekom-Hotspots kommen ohne eine sogenannte sprechende WLAN-Kennung aus. Während die Hotspots von Kabel Deutschland die Nutzer schon im Namen darauf hinweisen, dass es 30 Minuten kostenloses Surfen gibt, sehen die Telekom-Nutzer nur "Telekom". Hier werden sich wohl nur die wissenden Nutzer einbuchen, da Telekom-Hotspots üblicherweise kostenpflichtig sind. Vor Ort fiel uns zumindest heute auch keine Werbung für das neue Angebot auf. Möglich aber, dass die Telekom oder die Gastronomen diese noch nachinstallieren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Sie das WLAN-Netz der Telekom kostenlos nutzen können und welche Erfahrungen wir im Test mit dem Gratis-WLAN machten.

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