Zukunft

Ausblick 2017: WLAN-Router, Virtual Reality & Internet of Everything

WLAN-fähige Geräte werden 2017 noch intelligenter und vernetzter. In unserem Ausblick erfahren Sie unter anderem, was Internet of Everything bedeutet und welche Vorteile Mesh-Networking hat.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Während es im vergangenen Jahr beispielsweise mit dem Wegfall des Routerzwangs oder ersten WLAN-ad-Routern wegweisende Entwicklungen gab, ist es nun an der Zeit, einen kleinen Ausblick auf die kommenden Technologien aus dem Bereich WLAN und dessen Trends zu geben. Dabei werden wir 2017 kaum um Internet of Things, Triband-Routern oder Virtual Reality im Zusammenhang mit WLAN herum kommen. Bereits in unserem Ausblick 2016 hatten wir kommende Neuerungen betrachtet - ein paar davon ziehen sich jetzt auch durch das gerade begonnene neue Jahr.

Geräte für die Heimvernetzung sind auf dem Vormarsch. Mit dem Internet of Things (Internet der Dinge) wurden 2016 wichtige Schritte getan, so dass deutlich mehr Haushalte mit dem Thema in Berührung gekommen sind als bisher. Insbesondere die Telekom hat mit der eigenen Smart-Home-Zentrale wichtige Weichen gestellt. Durch die Markt­einführung von günstigen Smart-Home-Produkten von Medion wird Smart-Home auch für Anwender mit kleinem Geldbeutel attraktiv. Aber auch die Weiterentwicklung im Smart-Home-Bereich von den Herstellern wie TP-Link, D-Link und Co. haben einen großen Anteil am Fortschritt.

2017 soll Experten zufolge dann nicht mehr nur die Rede von Internet of Things sein, sondern auch von Internet of Everything: So ist nicht mehr nur eine intelligente Interaktion zwischen dem Nutzer und dem Gerät, sondern auch unter den Geräten angedacht. Der Nutzer wäre dann 2017 nur noch für die Kontrolle über das Smartphones und andere Hubs verantwortlich, auf denen die Einstellungsoptionen zusammenlaufen. In einer separaten Meldung erfahren Sie, warum das Internet der Dinge aber auch gefährlich sein kann.

Virtual Reality und digitale Assistenten

Ausblick 2017 für WLAN und weitere TechnologienAusblick 2017 für WLAN und weitere Technologien 2017 könnte auch das Jahr der digitalen Assistenten und weiteren Entwicklungen im Bereich der Virtual Reality werden. Während 2016 der Hype um VR-Brillen sowie damit verbunden Gaming-Anwendungen größer als je zuvor war und damit Virtual Reality den Durchbruch geschafft hat, wird sich 2017 die Entwicklung fortsetzen und weitere Bereiche erschließen. So könnte Virtual Reality schon bald bei manchen Firmen am Arbeitsplatz eine Rolle spielen, um zum Beispiel virtuelle Meetings durchzuführen oder auch Arbeitsflächen zu simulieren.

Mit digitalen Assistenten für das Zuhause wie Amazon Alexa im Amazon Echo wird es sicherlich 2017 weitergehen und wir werden bestimmt ähnliche Lösungen von anderen Herstellern zu Gesicht bekommen. Die künstliche Intelligenz Amazon Alex kann beispielsweise auch mit anderen Geräten wie den Smart-Home-Produkten von TP-Link kommunizieren.

Echte Triband-Router und WLAN-ad

Die Anzahl der echten Triband-Router (Frequenzbänder: 2,4 GHz, 5 GHz und 60 GHz) ist noch überschaubar, obwohl die Technik dazu bereits Anfang 2015 demonstriert wurde. Im vierten Quartal 2016 hat beispielsweise Netgear mit dem Nighthawk X10 einen Triband-Router mit WLAN-ad vorgestellt. Für 2017 erwarten wir deutlich mehr Router, die drei unterschiedliche Frequenzbänder unterstützen. In einem anderen Hintergrundartikel erfahren Sie, welche Nutzungs-Idee hinter dem neuen 60-GHz-WLAN-Netz steckt. Außerdem erklären wie, warum es sich bei WLAN-ad um eine Ergänzung zu WLAN-ac handelt.

Router mit Satelliten und Mesh-Networking

Neben Google mit Wifis, hat auch Netgear mit Orbit 2016 ein Router-System vorgestellt, dessen Vorteil darin besteht, dass das System aus einer Zentrale und hinzufügbaren Satelliten besteht, um bei Bedarf die WLAN-Reichweite im eigenen Zuhause zu erhöhen. Sicherlich werden 2017 einige Hersteller diesen Trend aufnehmen und eigene Produkte auf den Markt bringen. Wir konnten uns bereits das neue Orbit-System von Netgear näher anschauen.

Ein Thema im WLAN-Bereich werden 2017 auch sogenannte Mesh-Networks sein. Mesh-Networks bieten eine Alternative, um zwischen Internet-fähigen Geräten eine Verbindung herzustellen - kabellos oder auch per Kabel. Die Besonderheit dabei ist, dass sofern eine ausreichende Anzahl an Geräten untereinander verbunden ist, kann das gesamte System Ausfälle von Einheiten kompensieren. Dafür sortiert sich das bestehende Netzwerk eigenständig um. Jedes Gerät im System bilden sozusagen einen sende- und empfangsfähigen Knotenpunkt. Bereits 2014 kam Mesh-Network zur Sprache und wird 2017 weitere wichtige Fortschritte machen.

Welche Vor- und Nachteile Powerline gegenüber LAN und WLAN bietet, erfahren Sie in diesem Hintergrundbericht. Mehr zu Routern und den WLAN-Technologien erfahren Sie in unserem Kaufratgeber zu Routern.

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