Sicherheit

So machen Sie Ihren WLAN-Router gegen Bedrohungen fit

Wir geben sieben ausgewählte Tipps, um den eigenen WLAN-Router gegen Gefahren abzusichern: Firmware-Updates, Verschlüsselung & Co.
Von dpa / Daniel Rottinger
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Meist steht er im Hausflur oder in irgendeiner Zimmerecke, Beachtung schenken ihm die wenigsten. Doch das kann gefährlich werden, denn der Internet-Router ist oft falsch vorkonfiguriert. Das sollten Nutzer ändern - und können es selbst in die Hand nehmen.

Ein nagelneuer Internetrouter - was könnte sicherer sein? Das denken viele Nutzer. Doch tatsächlich erlauben sich Hersteller immer wieder Schnitzer bei Verschlüsselung und Einstellungen, wie die Zeitschrift PC-Magazin berichtete. Sie gibt Tipps, wie man beim Router die "Schotten dicht" bekommt:

Administrator-Passwort ändern

Nutzer sollten ihren WLAN-Router gegen Gefahren abwehrenNutzer sollten ihren WLAN-Router gegen Gefahren abwehren Der Code, mit dem man ins sensible Einstellungsmenü des Gerätes gelangt, ist bei vielen oder allen Routern eines Herstellers oft derselbe. Oder der Passwortschutz ist gar nicht aktiviert. Hier gilt es unbedingt, ein individuelles, sicheres Passwort zu setzen.

Fernwartung aus

Solche und ähnliche Funktionen sollten im Einstellungsmenü deaktiviert werden. Es genügt, wenn der Router nur aus dem Heimnetzwerk heraus konfiguriert werden kann.

WLAN-Passwort ändern

Voreingestellte WLAN-Passwörter sind oft nicht sicher und können geknackt werden. Deshalb sollten Nutzer ein eigenes Passwort vergeben. Zudem spannen einige Geräte ab Werk ungeschützte WLAN-Netze auf. Nutzer sollten zum Schutz unbedingt den Sicherheitsstandard WPA2-PSK einstellen.

WPS-PIN deaktivieren

Wi-Fi Protected Setup (WPS) ist ein Standard zum einfachen Aufbau eines ver­schlüsselten WLAN-Netzwerks. WPS mit einer PIN, die auf einen Aufkleber oder einer Anzeige am Gerät abzulesen ist, lässt sich den Angaben nach schnell knacken und sollte deshalb abgeschaltet werden.

UPnP deaktivieren

Bei Universal Plug and Play (UPnP) handelt es sich um einen herstellerübergreifenden Ansteuerungs-Standard für Geräte im Heimnetzwerk. Darüber können zum Beispiel Internetdienste den Router anweisen, Ports zu öffnen und Anfragen direkt an Rechner oder andere Geräte schicken. Weil das Risiken für die Privatsphäre schafft, empfehlen die Experten, UPnP auszuschalten.

Gast-WLAN einschalten

Die meisten Router bieten inzwischen die Möglichkeit, ein zweites WLAN-Netz aufzuspannen. Solch ein Gast-WLAN bietet dem Anschlussinhaber die Möglichkeit, nicht oder weniger vertrauenswürdige Geräte und Nutzer vom Rest des Netzes zu trennen. Natürlich sollte auch das Gast-WLAN ordentlich abgesichert werden.

Aktuelle Firmware einspielen

Um vor aktuellen Bedrohungen geschützt zu sein, sollten Nutzer ihren Router per Firmware-Update aktualisieren. Die meisten Router bieten eine entsprechende Funktion im Web-Interface an. Bei FRITZ!Boxen findet sich diese Funktion beispielsweise unter dem Punkt "System". Dort wählen Nutzer "Update" bzw. "Firmware-Update" an. Anschließend wird sie Prüfung auf eine neue Firmware über den Button "Neues FRITZ!OS suchen" bzw. "Neue Firmware suchen" gestartet.

Weitere Tipps rund um die Router-Sicherheit können Sie in unserem Ratgeberartikel nachlesen.

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