WLAN verbessern

WLAN: Tipps zur Verwendung von Powerline-Adaptern

Schei­tert eine zufrie­den­stel­lende WLAN-Versor­gung an Wänden, Decken oder Distanz, kann Power­line helfen. Die Tech­nologie schickt das Internet durch die Strom­lei­tung, will aber wohl geplant sein.

Im Bild: Ein FRITZ!Powerline von AVM Im Bild: Ein FRITZ!Powerline von AVM
Foto: AVM
Wer bei der Verbes­serung der WLAN-Abde­ckung daheim mit Repea­tern nicht weiter­kommt, greift häufig zu Power­line-Adap­tern. Aber Vorsicht: Nicht alle Adapter sind mitein­ander kompa­tibel, die meisten verwenden den Stan­dard "Homeplug AV", berichtet die "Compu­ter­bild". Geräte unter­schied­licher Hersteller und Tempo­klassen ließen sich zwar mitein­ander verbinden, jedoch bremsten dann lang­samere die schnel­leren Adapter aus.

Einige Power­line-Geräte nutzten bereits den neuen Stan­dard "G.hn". Der sorgt den Experten zufolge zwar für höheres Tempo, mache die Adapter aber inkom­patibel mit "Homeplug AV"-Geräten. "G.hn"- und "Homeplug AV"-Adapter ließen sich zwar parallel als zwei vonein­ander getrennte Netz­werke betreiben. Aller­dings störten sie sich dann gegen­seitig, so dass sie jeweils nicht das volle mögliche Tempo erreichten.

Andere Strom­ver­brau­cher stören

Im Bild: Ein FRITZ!Powerline von AVM Im Bild: Ein FRITZ!Powerline von AVM
Foto: AVM
Je nach Wohn­situa­tion können aber noch weitere Faktoren die Power­line-Adapter bremsen. Ein Problem bleibt den Angaben zufolge auch bei Power­line die Distanz: Unter einer weiten Strecke, die die Daten auf der Strom­lei­tung zurück­legen müssen, leide das Tempo. Und andere Geräte, die auf der Leitung einge­steckt sind, bremsen: In einem Test senkten etwa zwei Smart­phone-Netz­teile, zwei Schreib­tisch­lampen und ein Router das Tempo um bis zu 60 Prozent.

Immerhin: Die Einrich­tung der Adapter ist den Experten zufolge kinder­leicht. Viele Sets seien schon ab Werk mitein­ander gepaart, und fanden sich nach dem Einste­cken in die Steck­dosen von allein - oder es war zum Koppeln nur ein kurzer Tasten­druck an beiden Geräten nötig. Die Steue­rung der Adapter erfolgt in aller Regel über Einstel­lungs­seiten im Browser. Diese öffnen sich, wenn man in die Adress­zeile die IP-Adresse des Adap­ters eingibt.

Es braucht mindes­tens zwei Adapter

Power­line funk­tio­niert nach folgendem Prinzip: Ein Adapter wird immer per LAN-Kabel an den Router ange­schlossen und in eine Wand­steck­dose gesteckt. Beliebig viele weitere Adapter lassen sich überall dort im Haus eben­falls in Wand­steck­dosen plat­zieren, wo das WLAN-Signal schwä­chelt oder gar nicht ankommt.

Sie verbinden sich mit dem Adapter am Router und tauschen die Daten über die Haus­strom­lei­tung aus. Je nach Modell haben die Adapter nur LAN-Buchsen, um das Inter­net­signal weiter­zugeben, oft aber zusätz­lich auch WLAN.

Weitere Tipps zum Thema Störungen im WLAN zuhause und unter­wegs beheben lesen Sie in einem ausführ­lichen Ratgeber.

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