Multifunktionsgeräte

So geht's: Drucken per WLAN, AirPrint und Co.

Es gibt ver­schiedene Möglich­keiten, kabellos Aus­drucke von seinem mobilen Endgerät an seinen Drucker zu senden oder auch Scans von dem Multi­funktions­gerät auf seinem Tablet oder Smart­phone zu empfangen. Wir haben Ihnen einige Möglich­keiten zusammen­gefasst.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Von der Haus­arbeit für die Uni bis zu den Fotos vom letzten Sommer­urlaub bringen moderne Drucker inzwischen fast alles in guter Qualität zu Papier. Bisher musste die Datei dafür aber erst irgendwie auf den PC im Arbeits­zimmer gelangen, zum Beispiel per E-Mail oder USB-Stick. Inzwischen gibt es zahl­reiche WLAN-Drucker, auf die jedes Familien­mitglied von seinem Notebook oder Tablet aus zu­greifen kann.

Beim kabellosen Drucken sind mehrere Varianten möglich

Dokumente und Dateien per Wlan mit dem Drucker ausdruckenDokumente und Dateien per Wlan mit dem Drucker ausdrucken "Vernünftige Drucker oder Multi­funktions­geräte im Ein­stiegs­segment gibt es für unter 100 bis 250 Euro", erklärt Holger Lehmann, Redakteur bei den Zeitschriften PC Magazin und PC Go. "Die WLAN-Schnittstelle gehört mittlerweile schon bei nahezu allen aktuellen Modellen zum Standard." Und ältere Drucker ohne WLAN lassen sich manchmal trotzdem ins Netzwerk integrieren, wenn man sie per USB-Kabel mit dem Router verbindet.

Grund­sätzlich sind beim kabel­losen Druck mehrere Varianten möglich. Beim WLAN-Direkt­druck müssen sich Drucker und Computer im selben drahtlosen Netz befinden. "Hier benötigt jedes Aus­gabe­gerät auch die Steuerungs­software des Druckers", so Lehmann. Danach laufen die Daten ohne Umweg und Datenkabel direkt zum Drucker.

Im zweiten Szenario muss der Nutzer den Drucker bei einem externen Print­server im Internet anmelden. Das kann zum Beispiel der Google-Dienst Cloud Print [Link entfernt] sein. "Möchte man dann drucken, muss man sich mit dem Ausgabegerät auf dem jeweiligen Printserver anmelden und kann seine Druck­aufträge darüber an den Drucker schicken", erläutert Lehmann. Der Vorteil: Eigene Software des Her­stellers muss dafür nicht installiert sein, und Druckaufträge lassen sich auch aus der Ferne schicken.

Ähnliche Vorzüge bietet das Drucken per E-Mail, das zum Beispiel von HP an­geboten wird. Dabei muss der Nutzer seinen Drucker beim Hersteller registrieren, der dem Gerät dann eine eigene Adresse zuweist. Anschließend druckt es auto­matisch alles, was der Nutzer per E-Mail schickt.

Drucken via AirPrint

Und schließlich gibt es noch den Direkt­druck von Smartphones oder Tablets. Fast jeder Druckerhersteller bietet für seine Geräte entsprechende Print-Apps an. Unterstützt werden die Betriebs­systeme Android und iOS, manchmal auch Windows Phone und Windows 8. Wie beim Direkt­druck vom PC müssen Smartphone oder Tablet und der Drucker im gleichen WLAN angemeldet sein, dann kann es losgehen. "Die Schnellig­keit der Auf­bereitung der Druck­daten ist von der Prozessor­leistung und der Größe des nutzbaren Arbeits­speichers des Tablets abhängig", sagt Holger Lehmann.

Besitzer von iPhone und iPad können es sich sogar noch einfacher machen, indem sie beim Kauf eines Druckers darauf achten, ob dieser den Standard AirPrint unterstützt. Bei dieser direkten Unterstützung kann der Verbraucher ohne die Installation zusätzlicher Software direkt vom iOS-Gerät drucken. Andernfalls geht es auch auf Apple-Smartphones und -Tablets nicht ohne App des Herstellers. Darüber hinaus gibt es auch noch Drucker, die sich über Bluetooth mit einem mobilen Gerät verbinden. Die Reichweite ist dann allerdings deutlich kleiner als beim Drucken über WLAN.

Scans auf dem mobilen Endgerät empfangen

Beim kabellosen Drucken sind mehrere Varianten möglichBeim kabellosen Drucken sind mehrere Varianten möglich Die Ver­bindung zwischen mobilem Gerät und Druckern ist übrigens keine Ein­bahnstraße. Multi­funktions­geräte können ihre Scans inzwischen häufig direkt auf Smartphones und Tablets schicken - dabei kommen wieder die Apps der Hersteller zum Einsatz. Und auch Kameras mit eingebauter WLAN-Funktion bauen inzwischen von sich aus eine Ve­rbindung zum Drucker auf. Fotos vor dem Aus­drucken auf den PC zu übertragen, wird damit überflüssig.

Die Einbindung eines Druckers in ein WLAN-Netzwerk ist selbst für Anfänger kein Problem. "Man kann das zum einen über die mitgelieferte Drucker-Einrichtungs-Software be­werk­stelligen", erklärt Holger Lehmann. Hat der Drucker ein Display, womöglich sogar einen Touchscreen, bietet er häufig auch einen Installations­assistenten. Dieser führt direkt am Drucker Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Der Nutzer braucht dafür nur den Namen des Netzwerks und das Passwort. Manche Geräte unterstützen sogar das WiFi Protected Setup (WPS), mit dem sich Router und Drucker automatisch per Knopfdruck finden.

Bei der Einrichtung müssen Nutzer aller­dings aufpassen, warnt Axel Denk, Geschäftsführer einer IT-Firma im hessischen Lauterbach. Wichtig sei, dass sich der Drucker im heimischen WLAN anmeldet, nicht umgekehrt. "Grundsätzlich kann sich der PC auch ins WLAN-Netz des Druckers integrieren", sagt Denk. "Dann ist es aber nicht möglich, während des Druckens im Internet zu surfen."

Was Sie bei dem Kauf eines Multifunktionsgeräte mit WLAN noch beachten sollten, haben wir in unserem Kaufberater für Sie zusammengefasst.

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