Windows-Update

Windows 10: Neue Version "21H1" verfügbar

Windows 10 ist eine "Soft­ware as a Service" (SaaS) und wird regel­mäßig aktua­lisiert. In diesen Tagen wird die neue Version "21H1" ausge­rollt. Die Ände­rungen sind marginal.

Regel­mässig liefert Micro­soft für Windows 10 Updates aus, die Sicher­heits­pro­bleme besei­tigen und ab und an auch neue Features mit sich bringen. Zweimal im Jahr gibt es eine neue Basis­ver­sion ("Funk­tions­update"), in diesen Tagen ist es wieder so weit.

Norma­ler­weise sollte das bei Windows alles "auto­matisch" gehen. Am zweiten Dienstag eines Monats, um 10 Uhr morgens West­küs­ten­zeit (bei uns ist es dann 19 Uhr Sommer­zeit), kommen die regel­mäßigen Sicher­heits­updates für Windows 10. Wenn es drin­gender wird, können Updates auch mal "zwischen­durch" ausge­lie­fert werden.

Manuell nach Updates suchen

Nach Druck von Windows-Taste + R gibt man "winver" ein und erhält die Buildnummer Nach Druck von Windows-Taste + R gibt man "winver" ein und erhält die Buildnummer
Screenshot: Henning Gajek / teltarif.de
Wer die Windows-Taste und den Buch­staben "I" (wie Indiana) drückt, startet die Einstel­lungs-App mit dem Zahnrad und dort klickt man auf Sicher­heit und Updates, im nächsten Schritt nach Updates suchen. Wich­tige Updates - und sei es nur das Updates des bord­eigenen Anti­virus Programms "Defender" - kommen dann sofort.

Es können aber auch Updates optional ange­boten werden, sei es neue BIOS- oder Hard­ware­treiber oder ein "Funk­tions­update", wie beispiels­weise das aktu­elle Windows 21H1.

Micro­soft gibt Auskunft

Mit viel Marke­ting-Sprech verbrämte Infor­mationen aus erster Hand liefert das Blog von Micro­soft (in engli­scher Sprache). Dort wird das nächste Update für Windows 10, Version 21H1, vorge­stellt.

"Basie­rend auf dem Feed­back und den Erkennt­nissen aus dem vergan­genen Jahr, in dem wir ausgiebig remote gear­beitet, gelernt und gespielt haben", ist das Update auf Version 21H1 kein Funk­tions­update, das zum einen mehrere Stunden dauert und oft einer Neuin­stal­lation ähnelt (wenn­gleich meis­tens die gewohnten Einstel­lungen über­nommen werden), sondern es ist ein "normales" Update, wie wir es von dem zweiten Dienstag her kennen.

Es werden Daten geladen und instal­liert, anschlie­ßend bittet Windows um einen Neustart. Der blaue Bild­schirm zählt von 0 bis 30 Prozent, dann bootet der Rechner neu und zählt von 30 bis 100 Prozent und Windows ist wieder da. Kein einge­rich­teter Nutzer muss die zeit­rau­bende "Hallo... wir haben noch einige Udpates für Sie"-Schleife durch­laufen.

Wenige neue Funk­tionen

Windows 10 in der Version 21H1 bekommt einige Funk­tionen, welche "die Sicher­heit, den Fern­zugriff und die Qualität verbes­sern". Zu den neuen Funk­tionen gehören eine Multi­kamera-Unter­stüt­zung für Windows Hello (einfa­cheres Login) und sicher­heits­bezo­gene Leis­tungs­ver­bes­serungen. Bei Windows Hello kann eine externe Kamera als Stan­dard fest­gelegt werden, wenn sowohl externe als auch interne Windows-Hello-Kameras vorhanden sein sollten.

Die "Windows Defender Appli­cation Guard" wurde verbes­sert, weiter die Vorschau beim Öffnen von Doku­menten. Die "Windows Manage­ment Instru­men­tation (WMI)" und der "Group Policy Service (GPSVC)" zur Unter­stüt­zung von Nutzern, die remote arbeiten, wurden eben­falls laut Micro­soft verbes­sert.

Regu­läres Update in wenigen Minuten

Beim Suchen nach Updates werden auch optionale Updates angeboten. Hier das Funktions-Update auf 21H1 Beim Suchen nach Updates werden auch optionale Updates angeboten. Hier das Funktions-Update auf 21H1
Screenshot: Henning Gajek / teltarif.de
Wer bereits Windows 10 in der Version 2004 oder Version 20H2 verwendet, wird das Update - wie beschrieben - in wenigen Minuten erleben. Wer aber eine ältere Version, wie z.B. 1909 oder früher, verwendet, muss beim Update mit 1 bis 3 Stunden - je nach verwen­detem Prozessor, Fest­platte und RAM-Spei­cher - rechnen. Bei älteren oder lang­sameren Modellen kann das auch fünf Stunden dauern. Wichtig ist zu wissen, dass alle Windows-Versionen 18 Monate lang Sicher­heits­updates bekommen. Spätes­tens dann sollte man auf die neuere Version aktua­lisieren, was im Normal­fall entweder auto­matisch passiert oder dem Nutzer beim Suchen nach Updates vorge­schlagen wird.

Das Update auf Windows 21H1 wird nicht allen Nutzern sofort ange­boten, sondern passiert in einzelnen Schritten. Micro­soft prüft die Hard­ware des Compu­ters und hat eine große Daten­bank von Hard­ware und den Erfah­rungen anderer Nutzer mit dieser Hard­ware. Wenn Bedenken bestehen, dass es hier zu Problemen kommen könnte, verzö­gert oder blockiert das Update.

Nächstes Funk­tions­update im Herbst

Das Herbst-Update 21H2 wird wohl im Oktober 2021 erscheinen und ist dann wieder ein länger dauerndes Funk­tions­update. Wer "neugierig" ist und seinen Computer nicht zu ernst­haften produk­tiven Arbeiten verwendet, kann sich im Windows-Update-Bereich als Insider anmelden und bekommt dann "vorzeitig" Zugriff auf neuere Versionen.

Welche Version habe ich?

Um die eigene Version zu prüfen, muss die Windows- und die R-Taste zugleich gedrückt und anschlie­ßend "winver" einge­geben werden. Erscheint Windows 10 Build 19041, so hat man die Version 2004, die Versi­ons­nummer "19042" steht für "20H2" (Herbst 2020) und die "19043" für "21H1". Nach dieser Zahl kommt der aktu­elle Build, der - wenn alle Updates korrekt instal­liert wurden - auf "985" zählt. Erscheinen hier andere Werte (z.B. 18363), ist ein von einem Update drin­gend abzu­raten.

Keine Angst vor Updates - Sicher­heits­lücken sind schlimmer

Es hat sich in letzter Zeit die Mode einge­schli­chen, Updates erst einmal zu igno­rieren, weil sie gefühlt "Neben­wir­kungen" haben könnten oder den Rechner ganz ausser Gefecht setzen könnten. Für Privat­anwender mit übli­cher Hard- und Soft­ware ist die Angst meist unbe­gründet. Anders kann das in Firmen-Netz­werken aussehen, wo spezi­elle Soft­ware von Dritt­anbie­tern instal­liert ist oder beson­dere Sicher­heits­anfor­derungen gelten.

Hier sollte man mit dem IT-Verant­wort­lichen spre­chen und sich über die firmen­eigenen Regeln infor­mieren. Manche Admins sind bei Sicher­heits­updates sehr zurück­hal­tend, aber wenn Sicher­heits­lücken (wie in Micro­soft Exchange) nicht recht­zeitig gepatched werden, kann es erst recht sehr aufwendig und anstren­gend werden.

Micro­soft kann auch "nerven"

Micro­soft neigt dazu, immer wieder neue Funk­tionen anzu­bieten, die den Anwender verwirren oder auch "nerven" können. So wird seit einiger Zeit dem Nutzer mit aufdring­lichen blauen Bild­schirmen die Nutzung von OneDrive (Cloud-Spei­cher) oder das Paket Office 365"ange­boten".

Hier können verschie­dene Stra­tegien gewählt werden: Man kann die kosten­lose Vari­ante von OneDrive instal­lieren, aber dort nichts (wich­tiges) abspei­chern. Man kann auf Office 365 verzichten, wenn­gleich das Jahres-Fami­lien-Paket mit 69 Euro für Office (Word, Excel, Power­point, Access, Publisher und Outlook für Mails, Kontakte und Kalender) und 1 TB Cloud-Spei­cher schon verlo­ckend ist. Der Nutzer hat aber das Recht, die Nutzung dieser Ange­bote abzu­lehnen.

Kürz­lich konnte teltarif.de dabei helfen, einen Iden­titäts­dieb­stahl bei Voda­fone aufzu­decken.

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