Umstieg

Windows XP: Kein direktes Update auf Windows 10

Nutzer von Windows 7 und 8 werden direkt auf das neue Windows 10 updaten können. XP-Nutzern bleibt dies versagt. Doch auf einem anderen Weg könnte es trotzdem gehen - wir zeigen, wie.
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Bei den Windows-Versionen 7 und 8 verfolgte Microsoft - verglichen mit früheren Versionen - eine recht lockere Update-Politik. Die Windows-Nutzer konnten das Upgrade auf die neue Version direkt aus dem Windows Store herunterladen - entweder gratis oder zu einem reduzierten Preis. Teure Windows-Lizenzen in der Box muss daher heutzutage fast niemand mehr erwerben.

Bei einem derartigen Update wird die Installation in der Regel über einen Installer realisiert: Der Nutzer lädt ein Installationsprogramm herunter, installiert dies auf dem "alten" Windows und startet es. Der Installer lädt dann automatisch das neue Windows herunter und installiert es. In der Regel bleiben dabei die persönlichen Daten und die wichtigsten Einstellungen erhalten.

Windows XP: Keine Installation des Umstiegs-Tools möglich

Das Windows Insider Program von MicrosoftDas Windows Insider Program von Microsoft Nutzer von Windows 7 und 8 werden laut Microsoft beim Umstieg auf Windows 10, das 2015 erscheinen soll, das neue System offenbar wieder genau auf diesem Weg beziehen können. Zu Preisen oder kostenfreien Upgrades hat Microsoft allerdings noch keine Angaben gemacht. Auch die technische Vorschau von Windows 10 lässt sich auf diesem Weg installieren und testen.

Sollten Anwender allerdings noch das veraltete und nicht mehr mit Sicherheitsupdates gepflegte Windows XP verwenden, wird das Upgrade über den beschriebenen Weg nicht funktionieren. Ein Nutzer hatte bei Microsoft per Twitter nachgefragt, ob das "Windows 10 preparation tool for 7 and 8.1" auch unter Windows XP nutzbar ist. Gabriel Aul, der für das Windows Insider Program zuständig ist, verneinte diese Frage.

Alternative Installation per ISO-Datei wird weiterhin funktionieren

Gabriel Aul nannte aber eine Möglichkeit, wie XP-Nutzer doch noch in den Genuss von Windows 10 kommen können: Die Installation per ISO-Datei. Dies setzt allerdings voraus, dass Microsoft gleichzeitig mit dem Installer Windows 10 auch als ISO-Datei zum Download bereitstellt, gegebenenfalls wieder in mehreren Varianten für 32- und 64-Bit-Systeme.

Der Nutzer muss sich allerdings darüber im klaren sein, dass bei einer Installation per ISO-Datei in der Regel alle persönlichen Daten und Einstellungen unter XP verloren gehen. Diese sollte man also unbedingt vorher auf einem separaten Datenträger sichern. Für die ISO-Installation ist entweder ein CD/DVD-Laufwerk notwendig, in diesem Fall muss die ISO vorher auf eine Scheibe gebrannt werden. Deutlich komfortabler dürfte die Installation von einem bootfähigen USB-Stick aus sein. Dazu muss allerdings das BIOS des Rechners das Booten von einem USB-Stick unterstützen.

Für Umsteiger könnten Hardware-Treiber ein Problem werden

Wer direkt von Windows XP auf 10 updatet und damit drei Zwischenversionen überspringt, könnte bei älterer Hardware allerdings Probleme mit den Treibern bekommen. Es lohnt sich also, die kostenlose Vorabversion von Windows 10, die im Frühjahr kommt, testweise zu installieren, um die Kompatibilität zu testen, bevor man eine Windows-10-Lizennz erwirbt, die dann vielleicht nicht alle Hardware-Komponenten unterstützt.

Bei einer Gerätefamilie jedenfalls könnte Microsoft ab Windows 10 die Unterstützung streichen: Interne Diskettenlaufwerke werden von der aktuellen Windows-10-Preview nicht mehr unterstützt. Für die Datenspeicherung werden Diskettenlaufwerke ohnehin seit Jahren nicht mehr verwendet und die meisten PC-Diagnose-Tools können mittlerweile auch von einem bootfähigen USB-Stick gestartet werden. Ein Ausweg für die letzten hartgesottenen Diskettenliebhaber könnte unter Windows 10 daher die Verwendung eines externen Diskettenlaufwerks sein, das per USB angeschlossen wird.

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