Betriebssysteme

Nach Windows XP: Betriebssystem-Alternativen im Überblick

Gewünscht: Geringer Ressourcen-Verbrauch und einfache Bedienung
Von Susanne Kirchhoff

Windows 8 ist das aktuelle Betriebssystem von Microsoft. Wer auf diese Variante umsteigt, hat voraussichtlich für einige Jahre vorgesorgt. Dabei zieht vor allem die Umgestaltung des Desktop-Designs und die zusätzliche Oberfläche "Modern UI" mit der für die Touchscreen-Bedienung optimierten Kachel-Optik Kritik auf sich. Wer allerdings das traditionelle Startmenü vermisst, kann es mithilfe von Zusatz-Software wie "Classic Shell" relativ unkompliziert hinzufügen.

Die Modern UI im Kachel-Design erleichtert nicht nur die Bedienung per Touchscreen, sondern auch die Bedienung per Tastatur, so dass der Nutzer bei vielen Arbeitsschritten auf die Maus verzichten kann. Viele der Tastenkombinationen sind simpel und einfach zu merken - wenn man sie denn kennt. Eine kurze Einarbeitungszeit ist also durchaus notwendig, dafür gibt es allerdings eine Vielzahl an hilfreichen Artikeln und Videos im Netz.

Das kostet der Wechsel zu Windows 8

Windows-8-Desktop Windows-8: Desktop mit Datei-Manager und Kontext-Menü
Screenshot: teltarif
Offiziell hat Microsoft die Preise seit Anfang Februar sehr deutlich erhöht. So soll das Upgrade von XP zu Windows 8 mittlerweile 119,99 Euro kosten, das Upgrade auf Windows 8 Pro gar 279,99 Euro. Wer sich als Kunde umschaut, wird das Windows-8-Pro-Upgrade aber derzeit sowohl im Online-Handel als auch in Elektronikmärkten vor Ort zu Preisen um die 60 Euro entdecken. Die Voraussetzung für die Installation einer Upgrade-Version ist allerdings, dass auf dem Rechner bereits XP, Vista oder Windows 7 installiert ist.

Wer die baldige Anschaffung eines neuen Rechners plant, für den bietet sich daher eher der Kauf einer Vollversion an. Auch diese gibt es aktuell zu deutlich niedrigeren Preisen als Microsoft angibt. So sind beispielsweise die Systembuilder-Versionen von Windows 8 für etwa 85 Euro und von Windows 8 Pro für etwa 120 Euro im freien Handel zu bekommen. Die Systembuilder-Varianten bringen allerdings einen kleineren Lieferumfang mit. So haben Käufer keinen Anspruch auf technischen Support durch Microsoft und eine schicke Verpackung gibt es in der Regel auch nicht.

Windows 8 und Windows 7: Ähnliche Systemvoraussetzungen

Während es früher üblich war, dass mit jeder neuen Windows-Version die System­anforderungen an die Hardware stiegen, ist das bei Windows 8 übrigens nicht der Fall: 1-GHz-Prozessor. 1 GB RAM, 16 GB freier Speicherplatz auf der Festplatte und eine DirectX9-fähige Grafikkarte sind die Mindestvoraussetzungen sowohl für Windows 7 als auch Windows 8. Wer in den letzten zehn Jahren einen Laptop oder Desktop-PC gekauft hat, erfüllt in der Regel diese Vorgaben, selten kann es erforderlich sein, den Arbeitsspeicher aufzustocken.

Mit weniger als 1 GB Arbeitsspeicher ist es allerdings auch unter XP kein Vergnügen, dies macht sich häufig selbst beim normalen Surfen im Web schon durch deutliches Ruckeln und längere Ladezeiten bemerkbar, Seiten mit vielen Multimedia- und Flash-Inhalten können schon nicht mehr nutzbar sein. Wer eine 64-Bit-Version nutzen möchte, muss etwas höhere Anforderungen erfüllen, so gibt Microsoft hier 2 GB RAM und 20 GB freien Speicherplatz als Mindestvoraussetzungen für die Hardware an.

Kompatibilität von Hard-und Software

Windows 7: Desktop Windows 7: Desktop mit Startmenü
Screenshots: Microsoft / Montage: teltarif.de
Wer unsicher ist, ob der eigene Rechner die Anforderungen für die neueren Betriebssysteme erfüllt, für den stellt Microsoft ein Tool zur Kompatibilitäts­prüfung für Windows 7 und Windows 8 bereit. Wer wissen will, ob alte, lieb­gewonnene Soft­ware oder externe Geräte wie Drucker, Scanner oder Webcam mit dem neuen OS weiterhin nutzbar sind, kann dies auf der Kompatibilitätscenter-Webseite von Microsoft [Link entfernt] nachschlagen. Sowohl unter Windows 7 als auch Windows 8 gibt es übrigens einen Kompatibilitäts­modus, der die Nutzung älterer Programme möglich machen soll.

Windows 7

Doch nicht jeder mag sich mit Windows 8 anfreunden - und bereits jetzt ist klar, dass Microsoft den beliebten Vorgänger Windows 7 mindestens bis 2020 mit Sicherheitsupdates versorgen wird. Für eingefleischte Windows-XP-Fans ist Windows 7 sicher eine sinnvolle Lösung. In puncto Desktop und allgemeiner Bedienung zeigt das System deutlich mehr Ähnlichkeiten zu XP und der Nutzer kann viele gewohnte Arbeitsschritte beibehalten. Allerdings bietet das System auch zahlreiche neue Features, die auch in Windows 8 enthalten sind. Wer Neues entdecken will, kann also auch hier anfangen zu stöbern. Windows 7 ist nach wie vor im freien Handel zu finden, eine Systembuilder-Version von Windows 7 Professional ist zu Preisen zwischen 80 und 125 Euro zu haben.

Doch es muss nicht immer Windows sein. Gerade wer einen weniger leistungsstarken Rechner sein Eigen nennt, für den kann ein Linux ein gute Alternative sein. Zahlreiche Desktops sind dabei im Design ähnlich zur klassischen Windows-Oberfläche mit Taskleiste und Startmenü, die viele Windows-XP-Nutzer bevorzugen. Auf der nächsten Seite finden Sie passende Linux-Distributionen für XP-Umsteiger.

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