Bereinigt

Unangekündigtes Windows-Update behebt fast 50 Fehler

Regel­mäßig gibt es Sicher­heits­updates von Micro­soft. Dazwi­schen schiebt Micro­soft auch Fehler­behe­bungen von komplexen, nicht sicher­heits­rele­vanten Problemen ein.
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Aufmerk­same teltarif.de-Leser wissen: Der zweite Dienstag im Monat ist der "Patchday". Dann gibt es ab 19 Uhr Mittel­euro­päischer Zeit die neuesten Updates. Wenn man nicht gerade in komplexen Firmen-Umge­bungen unter­wegs ist, kann man diese Updates entweder auto­matisch oder per manu­eller Suche gleich einspielen, sie stopfen in der Regel heikle Sicher­heits­probleme.

Problem­pflege

Windows-Update behebt rund 50 Fehler - die neueste Version ist 693Windows-Update behebt rund 50 Fehler - die neueste Version ist 693 Daneben betreibt Micro­soft auch sinn­volle und notwen­dige Problem­lösungen abseits der Sicher­heits­proble­matiken. Bei der unend­lichen Anzahl verschie­dener Endge­räte ist es erstaun­lich, wie relativ stabil und problemlos das Windows-Betriebs­system läuft. Schauen wir uns Android dazu an, müssen viele Hersteller erst kompli­zierte Anpas­sungen für ihre Geräte program­mieren, bevor die Updates geladen werden können - oder sie kommen nie.

Zum Wochen­ende hat Micro­soft relativ unbe­merkt zwei wich­tige Updates zum optio­nalen Down­load bereit­gestellt: Ein kumu­latives Update für .NET Frame­work 3.5 und 4.8 für Windows 10 Version 1909 (KB 4537572) und ein kumu­latives Update KB 4535996.

.NET ist ein Regel­werk (Frame­work), das es bestimmten Anwen­dungen erlaubt, mit anderen Anwen­dungen auf dem Rechner Daten auszu­tauschen. Da dieses Rahmen­werk sehr mächtig ist, muss regel­mäßig kontrol­liert werden, dass keine "bösen Buben" Zugriff auf Programme oder Daten bekommen, die sie nichts angehen oder womit Schaden ange­richtet werden könnte. Deswegen erscheinen Updates für .NET in schöner Regel­mäßig­keit.

Kumu­latives Update

Das kumu­lative Update bedeutet, dass auf einem Rechner, der viel­leicht ein paar Updates "verpasst" hat, alle bis dahin bekannten und notwen­digen Updates nach­geladen und instal­liert werden. Das erspart Updateschritte oder mehr­maliges Nach­schauen, ob es für das Update noch ein Update etc. gibt. Ist ein Teil­update bereits geladen, über­springt das kumu­lative Updates dieses und holt nur die neuen, noch nicht instal­lierten Updates.

KB steht für "Know­legde Base", und KB 4535996 besei­tigt unge­fähr 50 verschie­dene Fehler. Beispiels­weise konnte die Sprach­erken­nung in einer Umge­bung mit hohem Lärm­pegel von selbst - also unge­wollt - anspringen und blieb dann minu­tenlang auf Empfang.

Die Bild­qualität der "Windows Mixed Reality (WMR)" wurde verbes­sert. Es konnte passieren, dass ActiveX (für Spiele) nicht geladen wurde. Bei Laptops wurde die Batte­rieleis­tung im Standby-Modus verbes­sert. Es konnte passieren, dass sich plötz­lich eine unge­wollte Tasta­turbe­legung als "Default" einstellte, selbst wenn man die vorher gelöscht hatte. Die Such-Funk­tion arbei­tete teil­weise nicht korrekt. Die Einstel­lungen des Druckers wurden hier und da nicht richtig ange­zeigt. Bei der Gele­genheit wurde auch der Umstand berei­nigt, dass bestimmte Programme nicht mehr auf Netz­werk­druckern ausdru­cken wollten. Und sicher­lich sind noch einige Probleme mehr besei­tigt worden.

Der Lohn der Mühen ist bei Windows 1909 der Build 18363.693. Je nach Geschwin­digkeit des eigenen Rech­ners kann das Update zwischen 15 und 45 Minuten dauern.

Mit der Windows-Taste und "i" startet man die Einstel­lungen, dann Windows-Update und Sicher­heit und dann "nach Updates suchen".

Wenn das Telefon klin­gelt und sich die Firma Micro­soft meldet, dann können Sie gleich wieder auflegen. Spricht der Anrufer gutes und gepflegtes Deutsch, besteht eine größere Gefahr.

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