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Windows-Tablet von Acer kommt mit AMD-Ontario-Prozessor

Von Rita Deutschbein

AcerTablet_1 Wie wir bereits berichteten, hat Acer diese Woche auf einer Pressekonferenz in New York neue Tablets vorgestellt. Bisher gab es kaum Einzelheiten zu dem Innenleben der Geräte. Bekannt war eigentlich nur, das es sich bei den Modellen um eine 7- und 10-Zoll-Variante handeln soll. Nun veröffentlichte der taiwanische Branchendienst DigiTimes Informationen, die auf den künftig in einem der Tablets verbauten Prozessor schließen lassen.

10,1-Zoll-Tablet mit AMDs Fusions-Prozessor und Windows 7

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Den Quellen zufolge handelt es sich bei dem Kernstück des Windows-Tablets um AMD's Ontario APU (Kombination aus CPU und GPU), der zu den neuen Fusions-Prozessoren gehört und den Beinamen C-50 trägt. Der Prozessor ist Teil der sogenannten Ontario-Familie, verfügt über zwei CPU-Kerne mit 1,0 GHz und kommt mit einer integrierten Radeon HD 6250 GPU mit 280 MHz. Der C-50 hat – wie alle Fusions-Prozessoren - pro Kern einen 32 KByte großen L1- und einen 512 KByte großen L2-Cache. Die Verlustleistung dieses Prozessors soll laut AMD bei 9 Watt liegen und schließt sowohl Grafiklösung als auch den Speichercontroller mit ein.

Weiteren Informationen zufolge soll das 10,1 Zoll große Tablet unter Windows 7 laufen und mit zwei 1,3-Megapixel-Kameras ausgestattet sein. Für die drahtlose Internet-Verbindung sollen WLAN und UMTS bereit stehen. Zum Lieferumfang gehört eine Docking-Station, in die eine Tastatur sowie ein Ladegerät integriert ist. Das Acer-Tablet soll ab Februar 2011 verfügbar sein. Zusätzlich zum AMD-Tablet hat Acer auch ein 7 Zoll großes Qualcomm-Snapdragon-Modell sowie ein 10,1 Zoll großes Nvidia-Tegra-2-Modell in Planung. Beide Tablets sollen unter Android laufen, über WLAN und UMTS verfügen und ab April kommenden Jahres erhältlich sein.

AMD und der Tablet-Markt

Mit den neuen Fusions-Prozessoren wagt sich AMD nun offiziell auf den Tablet-Markt vor. Die Prozessoren sollen in Netbooks und Notebooks bis ca. 500 US-Dollar zum Einsatz kommen und laut internen Tests bei AMD schneller als Intels Atom-Modelle sein. Hauptargument für den Einsatz der APUs von AMD ist die größere Grafikleistung und die Möglichkeit zur Wiedergabe von Full-HD-Inhalten.

<netbooknews.de via DigiTimes>