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Roaming-Tipps: Mit dem Windows Phone im Urlaub

Automatische Foto-Uploads können zur Kostenfalle werden

Eine Besonderheit beim Windows Phone ist die tiefe Systemintegration des von Microsoft bereitgestellten Onlinespeichers SkyDrive. Dieser ermöglicht auch den automatischen Upload von mit der Handy-Kamera aufgezeichneten Fotos in die Cloud. Je nach Einstellungen wird dafür nicht einmal eine WLAN-Datenverbindung benötigt.

E-Mail-Empfang automatisch oder manuell E-Mail-Empfang automatisch oder manuell
Foto: teltarif
Diese Funktion mag im Heimatnetz und mit einem entsprechend dimensionierten Datenpaket sinnvoll sein. Im Ausland sorgt der automatische Upload von Multimedia-Dateien dafür, dass die in der Regel nicht üppig ausgestatteten Roaming-Datenpakete schnell verbraucht sind. Daher empfiehlt es sich, den Foto-Upload entweder ganz abzuschalten oder auf die Nutzung von WLAN-Hotspots zu beschränken.

Die Konfiguration des automatischen Uploads wird im Menü Einstellungen - Anwendungen vorgenommen. Dort wählt man den Punkt Fotos & Kamera aus. Hier kann man den automatischen Upload - getrennt für Fotos und Videos - komplett abschalten, auf WLAN-Verbindungen beschränken oder eben auch mobile Datenverbindungen erlauben.

Navi-Software vor der Reise für den Urlaub fit machen

Nahezu alle aktuellen Smartphones bieten nun auch von Haus aus eine Karten- und Navigations-Software. Apple Maps und Google Maps lassen sich allerdings nicht oder nur sehr begrenzt lokal auf dem Handy speichern. Wer den Service im Urlaub für die Navigation einsetzen möchte, ist so immer auf eine Internet-Verbindung angewiesen. Das kann im Roaming schnell sehr teuer werden.

Für das Windows Phone steht die Here-Drive-Software von Nokia zur Verfügung, bei der es sich um eine sogenannte Onboard-Lösung handelt. Das heißt, das Kartenmaterial kann auch lokal auf dem Smartphone gespeichert werden. Wenn Sie die Nokia-Software während Ihrer Reise verwenden möchten, sollten Sie bereits vor Antritt des Urlaubs den Downloads im heimischen WLAN-Netz vornehmen.

Zur Nutzung ausländischer Prepaidkarten muss der APN konfiguriert werden Zur Nutzung ausländischer Prepaidkarten muss der APN konfiguriert werden
Foto: teltarif
Wenn Sie die von Ihnen benötigten Karten herunterladen möchten, rufen Sie in der Here-Drive-Software den Menüpunkt Einstellungen auf. Hier werden die Kartenoptionen angesteuert, wo sich schließlich die Karten verwalten lassen. Dabei lässt sich neues Kartenmaterial herunterladen oder auch wieder löschen, sofern es nicht mehr benötigt wird.

Ausländische Prepaidkarte im deutschen Windows Phone nutzen

Wollen Sie mögliche Roamingkosten ganz umgehen, so können Sie anstelle Ihrer deutschen SIM-Karte auch eine Prepaidkarte aus dem Reiseland verwenden. Soll dann auch der mobile Internet-Zugang verwendet werden, so muss dieser zunächst konfiguriert werden. Lassen Sie sich beim Kauf der SIM-Karte den Internet-Zugangspunkt (APN) geben. Dieser muss dann im Menü Einstellungen - System - APN eingetragen und aktiviert werden. Denken Sie daran, dass Sie zum Wechseln der SIM-Karte je nach Handy-Modell ein Werkzeug oder zumindest eine Büroklammer oder eine Stecknadel benötigen, um Zugriff auf den Kartenslot zu bekommen.

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