Test

Windows Phone 7.5 Mango: Neue Firmware im Test

Microsoft gibt Vorab-Version des Betriebssystems für Entwickler frei

Update für das Windows Phone Update für das Windows Phone
Foto: teltarif
Wie berichtet hat Microsoft eine neue Version des Windows-Phone-Betriebssystems an die Mobilfunk-Netzbetreiber und Smartphone-Hersteller verteilt. Jetzt steht Windows Phone 7.5, wie das Mango-Update offiziell heißt, auch für Software-Entwickler zur Verfügung - allerdings nach wie vor in einer Vorab-Version. Somit hatten auch wir Gelegenheit, die Firmware einem Test zu unterziehen.

HTC 7 Mozart

Update für das Windows Phone Update für das Windows Phone
Foto: teltarif
In unserem Fall zeigte das HTC 7 Mozart keine neue Software an. Als wir das Smartphone mit dem PC verbunden und die Zune-Software gestartet hatten, wurde die Aktualisierung ebenfalls nicht signalisiert. Erst nach einem Klick auf den Menüpunkt "Aktualisieren" zeigte das Zune-Menü an, für das Handy sei ein Update verfügbar.

Installation schneller als beim Update auf erste Mango-Beta-Version

Die Installation gestaltete sich deutlich einfacher und vor allem schneller als bei der Aktualisierung auf die erste Version von Windows Phone Mango. Wird das Update über die Mango-Software signalisiert, so führt das HTC 7 Mozart einen Neustart durch. Anschließend wird die neue Firmware eingespielt. Dabei wird der Fortschritt der Installation auf dem Handy-Display angezeigt.

Ist die neue Mango-Version, die die Build-Nummer 7712 trägt, vollständig auf das Handy übertragen worden, so startet dieses neu. Danach wird die PIN der SIM-Karte eingegeben. Anschließend erscheint ein Hinweis, nach dem das Telefon erfolgreich aktualisiert wurde. Nach Drücken der virtuellen Bestätigungs-Taste auf dem Touchscreen steht die neue Betriebssystem-Version auf dem Smartphone zur Verfügung.

Alle Einstellungen bleiben erhalten

Alle Daten und Einstellungen bleiben bei der Installation der neuen Firmware erhalten und schon auf den ersten Blick läuft das System noch etwas flüssiger als bisher. Verkürzt sich auch die Zeit für einen Reboot. Innerhalb weniger Sekunden erfolgt die PIN-Abfrage und im Anschluss landet man im Hauptmenü. Einige Anwendungen - wie die des kicker-Sportmagazins - funktionieren mit dem neuen Betriebssystem wieder, nachdem sie mit der ersten Beta-Version von Mango ohne Funktion waren. Ferner lassen sich neben Facebook jetzt auch die Konten für Twitter und LinkedIn einrichten. Die Informationen aus den Netzwerken erscheinen im Leute-Hub und lassen sich auch getrennt - beispielsweise für Twitter, Facebook oder Windows Live - anzeigen.

Twitter-Integration ins Betriebssystem

Lokale Suche im Karten-Hub Lokale Suche im Karten-Hub
Foto: teltarif
Leider kann nur eine Twitter-Kennung eingerichtet werden, während die nachinstallierbare Twitter-App für das Windows Phone die Einrichtung mehrerer Konten des Microblogging-Netzwerks unterstützt. Wer Twitter ins Betriebssystem integrieren möchte, findet das Konfigurationsmenü unter Einstellungen - Konten. Danach muss Windows Live für die Twitter-Nutzung freigegeben werden und das Konto wird eingerichtet.

Der zum Betriebssystem gehörende Windows Live Messenger zeigt weiterhin nur Kontakte an, die den Microsoft-Messaging-Service direkt nutzen. Die am PC zusätzlich angezeigten Kontakte, die den Yahoo! Messenger verwenden, werden am Windows Phone weiterhin nicht angezeigt.

In der Bing-Karten-Applikation bietet Windows Phone 7.5 auch einen Routenplaner an. Kurios: Nur wenn die Sprache für die Suche im mobilen Internet Explorer auf Englisch (USA) eingestellt wird, lassen sich im Karten-Hub lokale Suchergebnisse anzeigen. Auch Verkehrsinformationen lassen sich nur dann anzeigen, wenn Englisch (USA) ausgewählt wird.

Fazit: Windows Phone 7.5 hinterlässt guten Eindruck

Insgesamt hinterlässt die neue Variante des Windows-Phone-Betriebssystems bereits einen ausgereiften Eindruck, so dass die Vermutung naheliegt, dass die jetzt verfügbare Version der Firmware, die voraussichtlich ab September für alle Nutzer ausgeliefert wird, sehr nahekommt. Negativ fällt allerdings ein gegenüber der bislang verfügbaren Beta-Software höherer Akku-Verbrauch auf.

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