Speicherkarte

Ratgeber: So funktioniert Apps-to-SD bei Windows Phone 8.1

Wir haben uns das Apps-to-SD-Feature von Windows Phone 8.1 einmal angesehen und beschreiben anhand eines Tests mit dem Nokia Lumia 630, wie sich Anwendungen und Daten verschieben lassen.
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Apps-to-SD bei Windows PhoneApps-to-SD bei Windows Phone Bei einigen Windows Phones haben die Hersteller den internen Speicherplatz recht knapp gehalten. Sie ermöglichen den Nutzern im Gegenzug den Einsatz von microSD-Speicherkarten, um die Kapazität zu erweitern. Unter Windows Phone 8 konnte die zusätzliche Speicherkapazität aber ausschließlich für Daten wie zum Beispiel Musik, Videos und Fotos, nicht jedoch für Anwendungen genutzt werden.

Die neue Betriebssystem-Version Windows Phone 8.1 ermöglicht dagegen auch das vom Android-Ökosystem schon lange bekannte Apps-to-SD-Feature, das es gestattet, Anwendungen auf die Speicherkarte zu verschieben bzw. von vorneherein auf der microSD-Karte abzulegen. Wir haben uns die Speicherverwaltung auf dem Nokia Lumia 630 als erstem Smartphone mit Windows Phone 8.1 einmal angesehen.

Standardmäßig werden auch unter der neuen Betriebssystem-Variante alle Daten im internen Speicher abgelegt, zumal sich das Smartphone grundsätzlich auch ohne Speicherkarte betreiben lässt. Allerdings ist das wenig ratsam, zumal intern nur 8 GB Speicherkapazität zur Verfügung stehen. Davon werden knapp 3 GB schon für das Betriebssystem benötigt, sodass der Nutzer im Endeffekt nur noch rund 5 GB Kapazität zur Verfügung hat.

Umstellung des Speicherorts im Menü möglich

Im Menü Einstellungen - Speicheroptimierung haben die Anwender die Möglichkeit, den Speicherort für Musik, Videos und Podcasts, für Fotos, Apps und Downloads vom Handy auf die Speicherkarte zu ändern. Auch bereits installierte Applikationen können über diesen Menüpunkt auf die Speicherkarte verschoben werden. In unserem Test klappte das für fast alle Apps.

Lediglich WhatsApp und der Facebook Messenger sowie einige fest im Betriebssystem verankerte Anwendungen erforderten die Installation im Handy-Speicher. Ähnliche Effekte kennen wir auch von der Android-Plattform, wo ebenfalls einige wenige Anwendungen die Installation auf einer Speicherkarte verweigern, so dass zwingend der interne Speicherplatz des Smartphones genutzt wird. Im Falle von WhatsApp sei allerdings angemerkt, dass der Messenger noch nicht für Windows Phone 8.1 angepasst wurde, so dass es denkbar ist, dass sich auch diese Anwendung künftig auf die microSD-Karte verschieben lässt.

So landen auch die Daten einer App auf der Speicherkarte

Mit dem Verschieben einer App hat der Nutzer aber noch lange nicht erreicht, dass die zum jeweiligen Programm gehörenden Daten ebenfalls auf der Speicherkarte landen. Beispiel sind die zum Betriebssystem zählende Podcasts-App und Here Drive+, die bei Windows Phones inzwischen generell vorinstallierte kostenlose Navigations-Software. So wurden in unserem Test die Podcast-Folgen und Navi-Karten weiterhin auf dem internen Speicher des Smartphones abgelegt, obwohl wir die Apps auf die microSD-Karte verschoben haben.

Lumia Storage Check verschiebt auch Navi-KartenLumia Storage Check verschiebt auch Navi-Karten Offenbar handelt es sich hier noch um einen Software-Fehler, den man austricksen kann, indem man die betroffene Anwendung löscht und anschließend neu installiert. Wird die App dann auf der microSD-Karte abgelegt, so werden anschließend auch die Daten im zusätzlichen Speicher hinterlegt. Klappt dieser Trick für das Kartenmaterial von Here Drive+ nicht, so hilft die Anwendung Lumia Storage Check von Microsoft Mobile, die in einer kostenlosen Beta-Version im Windows Phone Store zur Verfügung steht. Diese App ermöglicht es, für die Karten der Navigations-Software explizit die Speicherkarte auszuwählen.

Wer so sein Handy "aufräumt", sollte am Handy auch dann Freude haben, wenn es nur über einen kleinen internen Speicher verfügt. Im Test hatten wir beim Nokia Lumia 630 noch rund 4 GB interne Speicherkapazität zur Verfügung, obwohl wir das Gerät komplett mit Nachrichten- und Sport-Apps, sozialen Netzwerken und Multimedia-Anwendungen, Messengern und Reise-Programmen eingerichtet haben.

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