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Windows: Wichtiges August-Update gegen Dejablue

An jedem zweiten Dienstag im Monat gibt es Sicher­heits­updates für Windows. Die sollte man sofort einspielen, wenn das System das nicht auto­matisch veran­lasst. Darauf macht das BSI aufmerksam.
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Aufmerk­same teltarif.de Leser wissen es. An jedem zweiten Dienstag im Monat liefert Micro­soft die aktu­ellen Sicher­heits­updates für sein Windows-Betriebs­system aus. Aktuell sind das Windows 7, 8/8.1 und 10 in verschie­denen Versionen.

Im Ideal­fall geht das voll­auto­matisch. Wenn der Rechner aber nicht immer einge­schaltet ist, kann es hilf­reich sein, manuell unter "Einstel­lungen - Windows Update oder "Start - System­steue­rung - Windows Update" einmal selbst nach­zuschauen.

Updates nicht verschlafen

Am Dienstag gab es neue Sicherheitsupdates für Windows von Microsoft. Damit wurden einige schwerwiegende Sicherheitslücken geschlossen.Am Dienstag gab es neue Sicherheitsupdates für Windows von Microsoft. Damit wurden einige schwerwiegende Sicherheitslücken geschlossen. Diese Updates sollten nicht verzö­gert oder vergessen werden, etwa aus "Angst", nach dem Update könnte der Rechner nicht mehr wie gewohnt funk­tionieren. Wenn Updates Probleme machen, spricht sich das in der Computer-Szene schnell herum, somit werden solche Fehler von Micro­soft relativ schnell besei­tigt oder Lösungen vorge­schlagen, wie man die Fehler beheben kann.

Deja­blue?

Nach "Bluekeep" kommt nun "Deja­blue": Das Bundesamt für Sicher­heit in der Infor­mati­onstechnik (BSI) warnt erneut vor kriti­schen Windows-Sicher­heits­lücken im soge­nannten RDP-Fern­wartungs­dienst (Remote Desktop). Anders als im Mai 2019, als nur die Windows-Versionen bis Windows 7 betroffen waren, wurden die neuen Lücken auch im aktu­ellen Windows 10 entdeckt.

Update vom Dienstag

Bereits am letzten Dienstag (13. August) wurden entspre­chende zur Verfü­gung gestellt. Auf den meisten Rech­nern dürfte das Update bereits auto­matisch instal­liert worden sein. Nutzer können das prüfen, indem Sie das Hilfs­programm "Winver" starten (Windows-Taste + "R" gleich­zeitig drücken und in das Fenster "Winver" eingeben und Eingabe-Taste). Hilf­reich kann auch eine Verknüp­fung zu Winver auf dem Desktop sein. Die aktu­elle Version wäre dann Windows 10 18362.295, sofern Sie die neueste Version 1903 von Windows verwenden.

Noch kein Update?

Bei anderen Versionen klickt man Start-Schalt­fläche (mit dem Windows-Logo) ganz unten links und einen weiteren Klick auf das Zahnrad-Symbol, um die Einstel­lungen zu öffnen. Es folgt "Update und Sicher­heit" sowie "Windows Update", evtl. noch auf "Nach Updates suchen" klicken. Wer Windows 7 betreibt, sollte Start - System­steue­rung - Windows Updates wählen.

Die Suche nach Updates kann 2-3-4 Minuten dauern, bei älteren Systemen mitunter auch länger. Sind die Aktua­lisie­rungen bereits instal­liert, erhält man als Rück­meldung "Sie sind auf dem neuesten Stand." Sonst schlägt Windows die Instal­lation über­fälliger Updates an. Wer an einem Firmen­rechner arbeitet, kann die Updates mögli­cher­weise nicht selbst starten und muss seinen System-Admi­nistrator befragen.

Ende der Visual-Basic Ära

Wer ältere Soft­ware auf seinem Rechner betreibt, die beispiels­weise mit Visual-Basic geschrieben wurde, muss aufpassen.

Seit dem August-Update 2013 hat Micro­soft die Unter­stüt­zung von VBscript im Internet Explorer für Windows 7, 8 und 8.1 für Webzonen beendet, bei Windows 10 funk­tioniert das schon seit dem 9. Juli nicht mehr. Betroffen können Programme sein, die mit Visual Basic 6, VBA oder VBS geschrieben wurden. Wo solche uralte Soft­ware im Einsatz ist, sollte der dama­lige Soft­ware-Hersteller (sofern er noch exis­tiert) nach einer aktu­ellen Version befragt werden. Das Fest­halten an alter Soft­ware kann Risiken beinhalten, weil inzwi­schen entdeckte Sicher­heits­lücken nicht mehr geschlossen werden.

Und wer nicht updated?

Wer die Updates vom August 2019 partout nicht einspielen will, muss damit rechnen, dass Angreifer die Schwach­stellen für einen Angriff mit sich wurm­artig verbrei­tender Schad­soft­ware ausnutzen könnten. Dadurch sei ein Szenario denkbar, das der auto­mati­sierten Verbrei­tung des Schäd­lings "Wannacry" im Jahr 2017 gleicht. Dann doch lieber ein Update.

Backup empfohlen

Sicher­heits­bewusste Anwender sollten vorher ein Backup ihres Systems anfer­tigen. Windows 10 und frühere Versionen bieten dazu ab Werk ein einfa­ches Backup-Programm. Alter­nativ kann man spezi­elle Backup-Soft­ware etwa von Acronis, Paragon oder AOMEI (in der Basis­version jeweils kostenlos) verwenden.

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