Windows Mobile 6.5

Windows Mobile 6.5 - Der Umstieg auf das neue System

Wir zeigen Ihnen, wie der Umstieg gelingt und ob er sich überhaupt lohnt
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Am 6. Oktober 2009 wurde das Betriebssystem Windows Mobile 6.5 veröffentlicht. Es bringt Verbesserungen bei der Bedienung eines Gerätes über den Touchscreen und einige zusätzliche Funktionen mit. Doch welche Verbesserungen sind das genau und lohnt sich der Umstieg auf das neue System?

Die Neuerungen

Microsoft hat die Oberfläche des Betriebssystems aufgeräumt. Sie zeichnet sich durch größere Symbole aus. Dank dieser ist es möglich, Windows Mobile 6.5 leichter mit dem Finger über einen Touchscreen zu steuern. Wer jedoch in die Tiefen der Einstellungen schaut, dem stehen winzig kleine Häkchen und Felder als Gegner gegenüber. Deshalb hatten viele Hersteller, wie HTC, beim Vorgänger auf alternative Oberflächen zurückgegriffen. Trotz der erreichten Optimierungen setzen viele Hersteller weiterhin noch auf eigene Oberflächen. Gerade bei Geräten, die sich ausschließlich auf die Bedienung des Gerätes per Touchscreen verlassen, ist dies auch bitter nötig. Ein Beispiel hierfür ist das HD2 von HTC. Das Gerät verfügt über ein 4,3 Zoll großes Touchscreen-Display und gerade einmal drei Knöpfe. Das Gerät ist durch die von HTC eingesetzte Oberfläche „Sense“ durchaus komfortabel bedienbar. Nur in den Tiefen der Menüs hätte man dann doch noch gerne einen Stift für eine genauere Bedienung. Der würde jedoch aufgrund des kapazitiven Touchscreens nicht funktionieren. Windows Mobile Startbildschirm

Zu den wesentlichen Änderungen gehören aber auch der Windows Market Place, der AppStore für Windows Mobile und der Synchronisierungsdienst MyPhone. Dank dieses neuen Dienstes ist es möglich, Kontakte und Termine mit einem Server von Microsoft zu synchronisieren und zu sichern. Bis zu einem Datenvolumen von 200MB, ist dies kostenfrei. Das ist vor allem praktisch, falls man einmal das Handy wechseln sollte. Doch MyPhone kann mehr. Nutzer, deren Handy geklaut wurde, können gegen eine Gebühr die Daten auf dem Handy aus der Ferne löschen. Der Dienst soll gleichzeitig auch das Auffinden eines Handys erleichtern. So soll es für eine Gebühr von 5 Euro möglich sein, dass Handy zu orten und trotz deaktivierter Klingeltöne zum Klingel zu bringen. Anders als bei anderen Anbieter ist hierfür kein Abonnement nötig. Die einzige Voraussetzung ist eine Windows-Live ID. Der Dienst MyPhone steht für Nutzer älterer Geräte (Windows Mobile 6.x) ebenfalls zum kostenfreien Download bereit. Im Windows Market Place stehen sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Programme zum Kauf und Download bereit. Bezahlt wird mit Kreditkarte.

Auch beim Thema Surfen hat sich etwas getan. Die neue Version des Mobile Internet Explorer unterstützt JavaScript 5.7 sowie den Adobe Flash Lite in Version 3.1. Das Abspielen von Youtube-Videos sollte, eine Internetverbindung voraus gesetzt, also möglich sein. Die typischen Bewegungen auf Internetseiten, wie zum Beispiel Zoomen sind nur durch doppeltes Tippen möglich. Eine Multi-Touch Unterstützung, wie man sie von dem Branchenprimus iPhone kennt, ist derzeit nicht vorgesehen. Neue SMS-Nachrichten, Termine, verpasste Anrufe oder auch E-Mails werden in einer Art Dashbord angezeigt.

Die Update-Möglichkeiten

Als Windows Mobile dann endlich vorgestellt war, hatten viele Hersteller ihre neuen Geräte mit Windows Mobile 6.1 in Umlauf gebracht. Viele Smartphones der neuen Generation waren mit einem veralteten Betriebssystem in den Umlauf gelangt. Viele Handyhersteller und Mobilfunkbetreiber besserten jedoch bald nach und stellten entsprechende Firmware-Updates bereit. Dank ihnen ist es möglich, ein Smartphone, dass noch mit Windows Mobile 6.1 läuft, auf das aktuelle Betriebssystem aus Redmond zu aktualisieren.

Die Hersteller gehen bei der Überprüfung, ob ein Smartphone-Nutzer update-berechtigt ist, unterschiedliche Wege. Bei Toshiba erfolgt dieser Test anhand der IMEI-Nummer des Gerätes. Sie lässt sich bei jedem Gerät über die Eingabe der Zeichenfolge *#06# auslesen. Der Hersteller HTC prüft mit Hilfe der Seriennummer, die der Kunde unter dem Akku, auf einem kleinen weißen Schild, findet. Windows Phone Logo T-Mobile hingegen stellt das Update per Download und ohne Überprüfung, für seine Geräte MDA Compact V und MDA Vario V bereit. Für Nutzer von älteren Geräten aus der 4-rer Reihe stehen ebenfalls Updates bereit. Auf die Nachfrage, warum es keine solche Überprüfung gebe, antwortete T-Mobile, dass die Firmware-Updates aufgrund des Brandings nur auf T-Mobile eigenen Geräten laufen würden. Software, die man bei T-Mobile auf sein Handy laden würde, laufe auch nur ausschließlich unter dem gebrandeten Windows Mobile 6.5. Dabei gilt für alle Handyanbieter: Das Update ist gratis, es werden keine zusätzliche Kosten erhoben. LG hingegen berichtete gegenüber teltarif.de, dass es zwar Geräte mit Windows Mobile 6.5 gibt, zum Beispiel das GM750, der Hersteller wolle jedoch keine Updates für ältere Geräte, wie das KS20 bereitstellen.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, wie die Hersteller mit Problemen umgehen und was sie beachten sollten.

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