Pläne

Pläne zur Verschmelzung von Windows Phone und RT verdichten sich

Microsoft plant, sein Windows-Betriebssystem auf allen Plattformen weiterzuentwickeln. Dabei will der Konzern die Grenzen zwischen den einzelnen Varianten einebnen - gleichzeitig bleibt es wohl bei verschiedenen Ausgaben.
Von Hans-Georg Kluge
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Windows: Microsoft plant die ZukunftWindows: Microsoft plant die Zukunft Mary Jo Foley vom Online-Portal ZDNet berichtet unter Berufung auf Insider, Microsoft plane, weiterhin unterschiedliche Windows-Ausgaben zu veröffentlichen. Schon jetzt werden alle wichtigen Plattformen (Desktop/Notebook, Tablets, Smartphones und die XBox One) mit einem einheitlichen Kernel betrieben. Auch die relevanten Programmier-Schnittstellen (APIs) stehen künftig auf allen Windows-Ausgaben bereit - schon jetzt sei dies bei rund einem Drittel der Fall. Entwickler sollen Anwendungen programmieren können, die auf allen unterschiedlichen Windows-Plattformen lauffähig sind.

Der Windows-Fahrplan: Blue für Windows Phone, Threshold für 2015

Im Frühjahr 2014 schließt Microsoft die Blue-Updates ab, denn dann erscheint Windows Phone 8.1. Gemeinsam mit einem weiteren Update für Windows 8.1 könnten hier die beiden Windows-Zweige näher zueinander geführt werden.

Erst im Frühjahr 2015 stehe die nächste große Welle von Windows-Updates mit dem Codenamen Threshold an. Mit dieser werde Microsoft die Basis der Systeme weiter vereinheitlichen - zum Beispiel Treiber, Dateisysteme oder App Stores.

Zusätzlich könnte Microsoft einen gewagten Schritt gehen: Laut Foley denkt der Konzern darüber nach, die unterschiedlichen Betriebssysteme alle schlicht Windows zu nennen. Welcher Platz für den Tablet-Ableger Windows RT bleibt, ist noch nicht klar. Microsoft selbst sei mittlerweile der Ansicht, dass RT nicht der richtige Weg gewesen ist. Möglicherweise wird ein mobiles Windows auf Tablets und Smartphones zum Einsatz kommen und die aktuelle Trennung von Windows Phone und RT aufheben.

Das ist die Zukunft des Windows-Desktops

Ein Problem der Kachel-Oberfläche: Desktop-Anwendungen und Kachel-Apps harmonieren nicht gut beim Multitasking.Ein Problem der Kachel-Oberfläche: Desktop-Anwendungen und Kachel-Apps harmonieren nicht gut beim Multitasking. Die Zukunft des klassischen Windows für Desktops und Notebooks steht dabei nicht infrage. Nach wie vor sei für Microsoft die Kompatibilität zu Win32-Software sehr wichtig. Ein Übergang zu Kachel-basierten Windows-Apps dürfte also auch die nächsten Jahre nicht vollständig abgeschlossen sein.

Sollte Microsoft die namentliche Differenzierungen einzelner Ausgaben aufheben, dürfte es dennoch bei unterschiedlichen Benutzeroberflächen bleiben. Das bedeutet zuletzt auch, dass der mit Windows 8 eingeschlagene Weg der Kachel-Apps auf dem Desktop erhalten bleibt - auch und vor allem vor dem Hintergrund der Abwärtskompatibilität zu herkömmlicher Windows-Software. Zu hoffen bleibt, dass die UI-Designer einen Weg finden, beide App-Sphären besser unter einen Hut zu bringen.

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