Umstieg

Windows-7-Aus: Windows 10 weiter gratis installieren

Für Windows 7 gibt es schon sehr bald keine Sicher­heits- und Soft­ware­updates mehr. Kaum jemand weiß: Der kosten­lose Umstieg auf Windows 10 funk­tioniert immer noch.
Von dpa /
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Das Ende ist nah: Da der gesamte Support für Windows 7 am 14. Januar 2020 ausläuft, sollten betrof­fene Nutze­rinnen und Nutzer ihren persön­lichen Hand­lungs­plan fest­legen. Für die meisten dürfte es im privaten Umfeld auf einen Gratis-Wechsel zu Windows 10 hinaus­laufen, berichtet das "c't"-Magazin (Ausgabe 26/19). Windows 10 akzep­tiere nach wie vor Instal­lati­onsschlüssel von Windows 7 - sofern es bei der instal­lierten Windows-Edition bleibt.

Zwar bleibe Windows 7 voll funk­tions­fähig, ohne Updates werden jedoch keine Sicher­heits­lücken mehr geschlossen - und das ist fatal. Denn die Zahl der neu entdeckten Sicher­heits­lücken als poten­zielle Einfalls­tore für Trojaner oder Viren in Windows 7 steigt stetig an.

Es gibt drei Wech­selva­rianten

Der Wechsel ist in drei Vari­anten möglich: Die Windows-7-Instal­lation per Upgrade in Windows 10 umwan­deln, sie per Neuin­stal­lation durch Windows 10 ersetzen oder das neue Betriebs­system parallel zum alten instal­lieren. In jedem Fall gilt: Vorher Daten sichern und das kosten­lose Media Crea­tion Tool bei Micro­soft herun­terladen. Damit lassen sich alle für den Umstieg nötigen Daten von Windows 10 herun­terladen - und etwa auf einen USB-Stick bannen.

Der Vorteil einer Umwand­lung ist, dass Programme, Einstel­lungen und Daten unan­getastet bleiben, was bei einer Paral­lelin­stal­lation natür­lich auch gilt. Dort bleibt sogar die gesamte vertraute Windows-7-Instal­lation erhalten und ist immer nur einen Neustart weit entfernt. Ein weiterer Vorteil der Paral­lelin­stal­lation, der auch für die Neuin­stal­lation gilt: Man holt sich ein neues, "sauberes" Windows 10 auf den Rechner.

Abschied von Windows 7
Abschied von Windows 7

Kein Upgrade ohne Treiber-Check

Bei der Upgrade-Vari­ante raten die Experten drin­gend dazu, das System noch einmal zu über­prüfen und insbe­sondere die Treiber noch einmal auf den neuesten Stand zu bringen, insbe­sondere kriti­sche Treiber wie die für Grafik­chip oder USB-Schnitt­stellen. Zudem gilt: Viren­scanner deinstal­lieren, auch weil Windows 10 mit dem Defender einen eigenen mitbringt. Ansonsten kann das Upgrade wegen veral­teter Treiber schei­tern - oder eben, weil der Viren­schutz inter­veniert.

Ist ein Upgrade geplant, gilt es darauf zu achten, dass die gebrannte DVD oder der USB-Stick mit Windows 10 bei laufendem Windows 7 einge­legt bezie­hungs­weise einge­steckt und jeweils die Datei "Setup.exe" ausge­rufen wird.

Nur die Neuin­stal­lation erfor­dert einen Neustart

Wer Windows 10 neu instal­lieren und Windows 7 komplett ersetzen möchte, muss hingegen bei einge­legter DVD bezie­hungs­weise einge­stecktem USB-Stick den Rechner neu starten, damit dieser von einem dieser Medien booten kann.

Für die Paral­lelin­stal­lation von Windows 10 neben Windows 7 ist entschei­dend, dass auf der Fest­platte eine zusätz­liche freie Parti­tion vorhanden ist. Exis­tiert diese noch nicht, kann man sie in der Windows-Daten­träger­verwal­tung ("System­steue­rung/Verwal­tung/Compu­terver­waltung") einrichten, indem man einer bereits bestehenden Parti­tion Platz abschneidet.

Daten­schutz von Windows 10 fein­tunen

Zu den ersten Griffen, die man bei einer neuen Windows-10-Instal­lation vornehmen sollte, gehört ein Check der Daten­schutz-Optionen unter "Einstel­lungen/Daten­schutz". Dorthin gelangt man nach einem Klick auf das Windows-Symbol ganz unten links, gefolgt von einem Klick auf das Zahnrad-Symbol.

Wer sich nicht selbst durch die diversen Menüs arbeiten möchte, kann auch ein Tool wie O&O ShutUp10 nutzen, das den Nutze­rinnen und Nutzern daten­schutz­orien­tierte Einstel­lungen vorschlägt und diese in einem Rutsch setzen kann.

Nach dem Suppor­tende von Windows 7 ist der Umstieg auf Windows 10 empfeh­lens­wert, der nach wie vor offi­ziell kostenlos durch­geführt werden kann. Wir zeigen die Umstel­lung Schritt für Schritt.

Windows 10 soll "ewig" bleiben und wird durch halb­jähr­liche Funk­tions­updates aktua­lisiert. Viele Anwender empfanden es als nervig, wenn der Rechner mehrere Stunden mit sich selbst beschäf­tigt war. Seit dem Herbstup­date ist alles einfa­cher.

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