Lizenzfrage

Windows 10: Lizenz nach dem Gratis-Upgrade-Ende

Wir klären die Frage, ob Nutzer Windows 10 nach Ablauf der Gratis-Upgrade-Frist am 29. Juli problemlos neu installieren können.
Von Daniel Rottinger
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Microsoft bietet Windows 10 für eine Vielzahl an Nutzern als kostenfreies Upgrade an. Allerdings endet die Frist dafür bereits am 29. Juli. Wir klären, welche Rechte Anwender nach diesem Stichtag haben und wie sie ihre Lizenz weiterverwenden können. Kurz: Was ist die Gratis-Lizenz von Windows 10 dann noch wert?

Digitaler Bund: Window-10-Lizenz ist an den PC gebunden

Clean Install ist auch nach dem 29. Juli möglichClean Install ist auch nach dem 29. Juli möglich Wer das Upgrade auf Windows 10 vor dem 29. Juli durchführt, erhält eine kostenfreie Lizenz für Microsofts aktuelles Betriebssystem. Die Lizenz ist in digitaler Form an das System gekoppelt, mit dem das Upgrade durch­geführt wurde. Dabei geht Windows 10 eine Art Bund fürs Leben mit dem PC ein, wie Microsoft bereits vor dem Launch informierte: "Nachdem ein qualifiziertes Windows-Gerät auf Windows 10 aktualisiert wurde, bleibt es für die unterstützte Lebensdauer des Geräts immer auf dem neusten Stand, ist damit sicherer und wird im Lauf der Zeit mit neuen Features und Funktionen erweitert - ohne zusätzliche Kosten."

Im Umkehrschluss können Nutzer ihre Windows-10-Lizenz also nur verwenden, solange der PC funktionstüchtig ist. Eine Verwendung auf einem anderen PC mit der Alt-Lizenz ist nicht vorgesehen. Stattdessen müssen Nutzer einen neuen PC mit vorinstalliertem Windows 10 kaufen oder eine Lizenz kostenpflichtig erwerben.

Verfällt die Lizenz nach dem Austausch einer Hardware-Komponente?

Was passiert wenn der PC modifiziert wurde? Nutzer werden beim Austausch weniger Hardwarekomponenten nicht behelligt und können Windows 10 normal weiterverwenden bzw. aktivieren. Nur wenn es sich um signifikante Änderungen (etwa den Austausch des Motherboards oder der Festplatte) handelt, sollen sich Nutzer zur Aktivierung von Windows 10 an den Kundensupport wenden, so die Microsoft-Empfehlung. Der IT-Konzern hat dazu eine eigene Kontaktseite eingerichtet.

Nach dem 29. Juli: Bezug neuer Gratis-Lizenz nicht mehr möglich

Microsoft wird nach dem 29. Juli die "Get Windows 10"-App (GWX) zum Upgraden von Windows 7 bzw. 8.1 auf Windows 10 deaktivieren. Somit können Nutzer nicht mehr kostenfrei zu Windows 10 wechseln, sofern sie nicht schon zuvor ein Upgrade durchgeführt haben. Nutzer von Windows 7 bzw. 8.1, die danach auf das 10er-Betriebssystem aktualisieren möchten, müssen die Windows-10-Lizenz kostenpflichtig erwerben.

Neuinstallation lässt sich jederzeit durchführen

Wurde Windows 10 bereits einmal auf dem Rechner aktiviert, können Nutzer jederzeit eine Neuinstallation bzw. einen Clean Install durchführen. Dafür können Anwender etwa das Media Creation Tool verwenden und sich ein Installationsmedium erstellen.

Sofern der Nutzer während dem Setup zur Eingabe eines Lizenz­schlüssels aufgefordert wird, kann er diesen Schritt überspringen. Diese Aussage trifft zu, wenn das erstmalige Upgrade ohne die Eingabe eines Lizenzkeys erfolgte. Wurde Windows 10 hingegen ursprünglich mit einem Lizenzschlüssel aktiviert, sollten Anwender während der Neuinstallation den Produktschlüssel eingeben.

Alten Lizenzkey aufbehalten: Downgrade auf Windows 7 oder 8.1

Nutzer sollten den Lizenzschlüssel von Windows 7 bzw. 8.1 sicher aufbewahren, sodass sie jederzeit wieder darauf zugreifen können. Nur so ist das Downgrade auf Windows 7 bzw. 8 problemlos möglich. Falls das entsprechende Installationsmedium des Oldie-OS nicht mehr vorliegt, können Anwender entsprechende ISO-Dateien direkt von Microsoft beziehen. Während des Setups kann dann der bestehende Windows-7/8.1-Lizenz­schlüssel eingegeben werden.

In einer weiteren Meldung hatten wir darüber berichtet, wie Sie Ihren Windows-10-PC einfach vor Schadsoftware schützen.

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