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Windows 10: So verhindern Sie das vermeintliche Zwangs-Update

Wir zeigen auf, welche Einstellungen Sie im Windows-Update-Menü vornehmen müssen, um das Update auf Windows 10 zu verhindern. Zudem berichten wir darüber, inwieweit Microsoft den Nutzern ohnehin die Entscheidung über ein Update überlassen möchte.
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Windows-10-Update lässt sich verhindernWindows-10-Update lässt sich verhindern In zwei Tagen ist es soweit und Microsoft veröffentlicht die finale Version seines neuen Betriebssystems Windows 10. Bereits seit einigen Monaten wirbt der Konzern recht offensiv bei seinen Kunden für den Umstieg auf die neue Firmware. Dazu wurde zusammen mit einem Windows-Update eine Art Werbe-App für das neue Betriebssystem installiert, die - stets auf dem Bildschirm sichtbar - dazu auffordert, Windows 10 schon jetzt zu reservieren.

Offenbar ist es von Microsoft nicht vorgesehen, diese Reservierung rückgängig zu machen. Stattdessen sucht die mit dem Windows-Update installierte Anwendung GWX (wobei die Abkürzung wohl für "Get Windows 10" steht) in regelmäßigen Abständen nach der Verfügbarkeit des neuen Betriebssystems. Es mag nun aber Nutzer geben, die genau das verhindern und vorerst bei ihrem bisherigen System bleiben möchten.

Das ist problemlos möglich, denn dazu reicht es aus, besagtes Windows-Update wieder vom Rechner zu verbannen. Die Aktualisierung hat die Bezeichnung KB3035583 und genau nach dieser muss im Windows-Update-Menü unter den installieren Aktualisierungen gesucht werden. Anschließend wird KB3035583 deinstalliert, woraufhin der PC in der Regel einen Neustart verlangt. Nach diesem sollte das Windows-10-Symbol nicht mehr auf dem Computer zu sehen sein.

Neuinstallation von GWX verhindern

Wer verhindern möchte, dass GWX gleich mit dem nächsten Windows-Update wieder installiert wird, muss unter den verfügbaren Aktualisierungen noch nach KB3035583 suchen und speziell dieses Update ausblenden. Darüber hinaus sollte die automatische Installation empfohlener Windows-Updates abgeschaltet werden.

Microsoft erklärte zudem, Windows 10 - anders als spätere Software-Updates - generell nicht ohne Einverständnis des Nutzers zu installieren. Der Kunde werde in jedem Fall gefragt, ob er auf das neue Betriebssystem wechseln möchte. Zudem soll es 30 Tage lang möglich sein, wieder zur früheren Konfiguration des Rechners zurückzukehren.

Sowohl beim Upgrade auf Windows 10 als auch bei einem eventuellem Downgrade auf ein älteres Betriebssystem sollen alle Daten und Einstellungen erhalten bleiben. Darauf verlassen sollten sich die Nutzer aber nicht. Sicherer ist es, ein Backup der Konfiguration anzufertigen, auf das im Zweifelsfall zurückgegriffen werden kann.

Für den Fall, dass Sie ohnehin den Umstieg auf einen neuen PC geplant haben, finden Sie in einem weiteren Artikel Tipps und Hinweise dazu, was beim Computer-Kauf beachtet werden sollte.

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