Neuentwicklung

Windows 10 bekommt einen neuen Browser namens Spartan

Hat der Internet Explorer bei Microsoft ausgedient? Vielleicht nicht ganz, aber Insidern zufolge entwickelt Microsoft für Windows 10 einen komplett neuen Browser namens Spartan. Warum dieser für mobile Geräte interessant sein wird, erläutern wir hier.

Hat der Internet Explorer bei Microsoft ausgedient? Hat der Internet Explorer bei Microsoft ausgedient?
Logo: Microsoft
Der Internet Explorer von Microsoft könnte bald Konkurrenz im eigenen Haus bekommen: Nach Aussagen von Insidern entwickelt Microsoft momentan einen neuen Browser für das kommende Betriebssystem Windows 10. Erste Gerüchte gab es bereits im September - damals wurde vermutet, dass Spartan lediglich der Codename für den Internet Explorer 12 wird und dass sich die Oberfläche mehr an Firefox und Chrome anlehnt.

Mary Jo Foley will nun von Microsoft-Insidern erfahren haben, dass Spartan ein komplett neuer Browser werden wird. Spartan wird weiterhin Microsofts Chakra JavaScript Engine und die Trident Rendering Engine nutzen, eine hundertprozentige Neuentwicklung ist der Browser also nicht.

Internet Explorer könnte eine Zeitlang parallel erhalten bleiben

Hat der Internet Explorer bei Microsoft ausgedient? Hat der Internet Explorer bei Microsoft ausgedient?
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Die angekündigten optischen Änderungen werden wie geplant umgesetzt - die visuelle Angleichung an Firefox und Chrome soll wie versprochen kommen. Zusätzlich soll der neue Browser Erweiterungen unterstützen. Insgesamt soll Spartan aber deutlich schlanker werden als der bisherige Internet Explorer. Dies würden vor allem Anwender begrüßen, die mobile Geräte mit einer nicht so hohen Hardware-Leistung nutzen. Spartan soll sowohl für Smartphones als auch für Tablets und Desktop-PCs kommen.

Nach den Informationen wird Windows 10 - also zumindest die Desktop-Version - mit zwei Browsern ausgeliefert. Neben dem neue Spartan-Browser soll das System weiterhin den bisherigen Internet Explorer 11 beinhalten. Internet Explorer 11 bleibe für die Abwärtskompatibilität an Bord.

Spartan ist momentan allerdings nur der Codename des Browsers - ob er in der finalen Version von Windows 10 so heißen wird, steht noch nicht fest. Hinter vorgehaltener Hand wird aber darüber spekuliert, dass Microsoft sich gerne von dem Namen Internet Explorer verabschieden möchte. Obwohl der heutige Browser viel standardkonformer ist als vor einigen Jahren, verbinden viele Nutzer mit dem Namen Internet Explorer immer noch einen proprietären, unsicheren und geschlossenen Browser.

Spannend wird es jedenfalls am 21. Januar, dann wird Microsoft nämlich weitere Neuigkeiten zu Windows 10 vorstellen. Die Insider sind aber unsicher, ob Spartan bis dahin so weit entwickelt sein wird, dass man der Öffentlichkeit einen ersten Entwurf zeigen kann. Spartan könnte also erst Mitte 2015 oder später das Licht der Welt erblicken. Zukunftsmusik sind auch Ideen, den Spartan-Browser gegebenenfalls für andere Plattformen wie Android oder iOS anzubieten. Microsoft ist allerdings momentan dabei, diese Betriebssysteme bei seinen Software-Produkten vermehrt zu unterstützen - ganz ausgeschlossen ist ein plattformübergreifender Spartan-Browser also nicht.

Gestern wurde bekannt, dass Windows 10 von Windows XP aus nicht mehr direkt installierbar sein wird.

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