Windows 10 Mobile

Windows 10 Mobile: Das war es nun

Was viele Fans der Plattform schon lange wussten oder befürchteten, ist jetzt Gewissheit: Windows 10 Mobile ist offiziell tot. Microsoft hat nun endlich ganz offiziell Farbe bekannt, wie es um die Plattform und ihre Zukunft steht.
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Windows 10 MobileNun bestätigt Microsoft auch offiziell den Tod von Windows 10 Mobile Joe Belfiore ist einer derjenigen Microsoft-Manager, die für ihren Job leben und sich sehr kommunikativ mit den Nutzern von Microsoft-Produkten zeigen. Gewisser­maßen ist er auch das Sprachrohr nach Außen, wenn es um die Belange der mobilen Plattformen von Microsoft geht und da ganz im Speziellen von Windows 10 Mobile.

Denn wie Belfiore nun via Twitter mitteilt, sieht man auch bei Microsoft nach etlichem Hin und Her nun ganz offiziell das Smartphone-Betriebs­system Windows 10 Mobile für tot an. Was Kenner und Nutzer der Plattform schon länger wussten oder vermuteten, wird nun also lediglich vom Hersteller - vertreten durch Joe Belfiore - bestätigt.

Mehr als Fehler­korrekturen und Sicherheits­updates dürfen Besitzer diverser Lumia-Modelle wie dem Lumia 650 oder Lumia 950, des HP Elite X3 oder eines Alcatel Idol 4 Pro daher nicht mehr erwarten. Neue Funktionen oder gar neue Hardware für Windows 10 Mobile ist nicht mehr geplant und auch nicht mehr im Fokus des Konzerns.

Offizieller Sargdeckel

Sicherlich ist es schon seit mehr als einem Jahr bekannt, dass der Smartphone-Ableger von Windows 10 für tot betrachtet wird, aber bisher hatte sich Microsoft nie konkret dazu geäußert. Immer wieder war davon die Rede, dass an großartigen Ideen für neue Geräte gearbeitet wird und man die Plattform auch weiterhin unterstützen werde. Laut den offiziellen Microsoft-Dokumenten wird dies nach aktuellem Stand bis zum 11. Juni 2019 der Fall sein. Eventuell ändert sich das ja noch, wenn das Kompatibilitäts­update für das Fall Creators Update für Windows 10 Mobile veröffentlicht wird.

In Sachen Unterstützung war hingegen schon lange die Rede davon, dass lediglich Sicherheits­updates bereitgestellt werden. Neue Features kamen zuletzt mit dem größeren Creators Update und auf dessen Entwicklungs­zweig, Microsoft-intern Redstone2 genannt, wird Windows 10 Mobile technisch auch bleiben. Der Entwicklungs­zweig Redstone3 aka Fall Creators Update wird für Windows 10 Mobile nicht veröffentlicht. Microsoft spricht hier lediglich davon, dass einige wichtige API-Schnitt­stellen des neuen Updates für Windows 10 Mobile implementiert werden, um die grundlegende App-Kompatibilität zur neuen Redstone3-Basis zu gewährleisten - mehr aber auch nicht.

Gründe für das Scheitern

Im weiteren Verlauf der Konversation zeigte sich, dass die Bemühungen Microsofts nicht ausreichten, Windows 10 Mobile mit Leben zu füllen. Auch wenn die Plattform einige Vorzüge bot, Stichwort Continuum, konnten bereit­gestelltes Geld und spezielle Entwickler­werkzeuge nicht genügend Entwickler anlocken. Dafür war wiederum auch mit verantwortlich, dass die Nutzer­basis nie die kritische Masse erreichte, die Microsoft brauchte, damit die Plattform zum Selbst­läufer wurde.

Die Akzeptanz einer dritten großen Smartphone-Plattform als Gegen­gewicht zur Übermacht von Android und iOS auf dem Markt konnte Windows 10 Mobile nie erreichen. Dies und der Wegfall großer Unternehmens­kunden wie zuletzt das New York Police Department sind ein Synonym dafür, wie schlecht es um die Plattform steht. Großartige Neuerungen können sich auch die letzten Fans von Windows 10 Mobile nun endgültig von der Liste ihrer Wünsche streichen. Es sei denn, Microsoft überrascht alle und veröffentlicht ein umfangreicher ausfallendes Update, mit dem niemand gerechnet hat.

Lesen Sie in einer weiteren Meldung, das Windows 10 Mobile auf erstaunlich vielen Geräten verfügbar ist.

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