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Windows 10: Unterbrochene Updates einfach fortsetzen

Unterbrochene Downloads wegen einer zum Beispiel instabilen oder langsamen Internetverbindung sind ärgerlich. Vor allem bei größeren Updates für Windows 10. Genau diesen Punkt will Microsoft schon bald zu den Akten legen können
Von Stefan Kirchner
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Jeder der über eine langsame oder auch instabile Internet­verbindung verfügt, wird das Problem vermutlich schon einmal erlebt haben. Kurz vor Fertigstellung oder mittendrin wird der Download eines Windows-Updates abgebrochen und muss von Neuem begonnen werden. Auch Nutzer, die kurzzeitig eine Mobilfunk­verbindung verwenden, oder deren Notebook-Akku mitten im Update schlapp macht, könnten davon betroffen sein. Gerade wenn ein größeres Update vom Kaliber eines Fall Creators Update mit etlichen GB Größe ansteht, kann eine unterbrochene Leitung ärgerlich sein.

Diesem Szenario will Microsoft in Zukunft anders begegnen und ein teilweise neues Update-System in Windows 10 einführen. Gegenüber Windows Central erklärte Dona Sarkar als Cheffin des Windows-Insider-Programms, dass Nutzer schon bald unterbrochene Downloads an der Stelle fortsetzen können, an welcher die Verbindung zu den Update-Servern von Microsoft verloren wurde. Der erneute Start des jeweiligen Downloads würde damit zur Vergangenheit gehören.

Ein erster schritt zu besseren Windows-Updates

Windows UpdateMicrosoft will die Update-Erfahrung für Windows 10 optimieren Was Sarkar nicht verraten konnte, ist ein näherer Zeitraum, ab welchem die neue Update-Funktion verfügbar sein soll. Ebenso wenig, ob nur neue Versionen von Windows 10 von der Verbesserung profitieren können, oder auch ältere - noch offiziell unterstützte - Versionen von Windows 10. Zusammen mit der Unified Update Platform, die Updates per se deutlich geringer in ihrer Datenmenge werden lässt, wird das Update-System erheblich verbessert für den Nutzer.

Gemäß Sarkar ist die Forstsetzen-Funktion ein direktes Resultat aus dem "Windows Insiders4Good Fellowship"-Programms. Dieses führte Microsoft unter anderem über zwei Jahre auf dem afrikanischen Kontinent mit örtlichen Partnern durch, um deren Bedürfnisse besser verstehen und entsprechend umsetzen zu können. Vor allem die Auswirkungen der oft störanfälligen und auch kostspieligen Internet­zugänge, verglichen mit Industrie­nationen, standen dabei mit im Fokus.

Was vermutlich auf wenig Verständnis stoßen wird, ist der Fakt, dass Microsoft Jahre brauchte, um eine solch durchaus grund­legende Funktion überhaupt nachzu­reichen. Zumal es auch noch andere Baustellen im Update-System von Microsoft gibt, Stichwort der erzwungene Neustart nach manchen Updates für Kern­funktionen des Windows-Betriebssystems. Nicht selten wird von IT-Profis in diesem Punkt auf das Paket-basierende Update-System der Unix-Welt verwiesen, welches nicht nur automatisch im Hintergrund funktioniert, sondern für gewöhnlich auch keine erzwungenen Neustarts benötigt.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, dass manche Windows-Updates auch durchaus unschöne Folgen haben können.

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