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Windows 10: So funktioniert das Downgrade auf eine frühere Version

Aus welchen Gründen auch immer: Auch unter Windows 10 ist es möglich, auf eine frühere Version zu wechseln. Wir sagen Ihnen, was Sie beim Downgrade auf Windows 7 oder 8.1 beachten sollten.
Von Daniel Rottinger
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Windows 10 bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die Nutzern beim täglichen Arbeiten helfen sollen. Allerdings gibt es gerade in Sachen Gaming noch Probleme: So ist etwa die Konfiguration der VR-Brille Oculus Rift wesentlich komplizierter als es noch bei den Vorgängerbetriebssystemen der Fall war. Zudem lassen sich ältere Spiele nicht starten, wenn diese über den SecuRom- oder Safedisc-Kopierschutz verfügen. Auch bei einige Druckermodellen kann es zu eingeschränkter Kompatibilität kommen. Ein Downgrade kann sich also in manchen Fällen lohnen.

Nach dem Upgrade auf Windows 10: So wechseln Sie zurück

So geht das Downgrade bei Windows 10So geht das Downgrade bei Windows 10 Der Upgrade-Download von Windows 10 ist für Windows-7/8.1-Nutzer im ersten Release-Jahr kostenfrei. Dieses Gratis-Offerte gibt Interessenten die Möglichkeit, Windows 10 unverbindlich zu testen, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen. Sollten Nutzer nicht zufrieden sein, erlaubt Microsoft innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Wechsel wieder auf Windows 7 beziehungs­weise 8 downzugraden. Wir empfehlen vor dem Umstieg ein Backup anzufertigen, um bei einem Fehlschlag des Downgrades keinen Datenverlust zu erleiden.

Downgrade nach dem Kauf eines Windows-10-PCs

Windows-10-Downgrade-Rechte (Quelle: Downgrade_Rights.pdf)Windows-10-Downgrade-Rechte (Quelle: Downgrade_Rights.pdf) Nutzern, die sich einen neuen PC mit vorinstalliertem Windows 10 Pro gekauft haben, räumt Microsoft eine Downgrade-Möglichkeit ein. Zur Veranschaulichung hat der Konzern eine Tabelle veröffentlicht, die offenlegt welche Downgrade-Berechtigungen Anwender im Einzeln haben. Bei der vorinstallierten OEM-Version von Windows 10 Pro ermöglicht der IT-Gigant den Wechsel auf Windows 7 Professional oder Windows 8.1 Pro. Die Downgrade-Rechte stehen übrigens auch Nutzern zu, die eine OEM-Lizenz von Windows 10 separat erworben haben.

Nutzer der Home-Variante von Windows 10 müssen sich hingegen mit dem vorinstallierten Betriebssystem begnügen oder alternativ eine Lizenz von Windows 7 beziehungsweise 8.1 nachkaufen. Ein Anrecht auf eine kostenfreies Downgrade ist hier nicht gegeben.

Um das Downgrade durchzuführen, sollen Nutzer laut Microsoft folgende Schritte ausführen: Zunächst wird ein Installationsmedium von Windows 7 oder 8.1 ins Laufwerk eingelegt oder ein präparierter USB-Stick mit dem PC verbunden. Anschließend startet die Installationsroutine des Betriebssystems. Sobald der Nutzer zur Eingabe eines Product-Keys aufgefordert wird, tippt er den vorhandenen Lizenzschlüssel ein. Falls eine Online-Aktivierung fehlschlägt, wendet sich der Nutzer telefonisch an die Microsoft-Aktivierungs-Hotline und schildert dem Mitarbeiter die Situation. Falls die Lizenz anerkannt wird, erhält der Anwender einen einmalig verwendbaren Aktivierungscode und wiederholt den Eingabe-Vorgang.

Firmen können auf erweitertes Downgrade-Portfolio zurückgreifen

Während sich Verbraucher vermutlich mit der ein oder anderen Einschränkung eher zufrieden geben, sieht es bei Firmen ganz anders aus: Zahlreiche Geschäftskunden setzen Spezial-Software ein, die oftmals nicht von Start weg auf dem neuen Betriebssystem läuft, für den Berufsalltag der Beschäftigen allerdings von großer Bedeutung ist. Dieser Problematik ist sich Microsoft bewusst und erweitert das Downgrade-Angebot für Firmenkunden mit sogenannter Volumen-Lizenz. Im Unterschied zu den Versionen für Privatanwendern, die auf einzelne Arbeitsplätze beschränkt sind, erwerben Firmen beim Volumen-Lizenz-Modell Pakete für mehrere Installationen beziehungsweise PCs.

Bereits bei der herkömmlichen Windows 10 Pro-Version, die über das Volumen-Lizenzmodell erworben wurde, können Firmen auf folgende Vorgänger-Betriebssyteme zurückwechseln: Windows 8.1 Pro, 7 Professional, Vista Business, XP Pro, 2000 Professional und Windows 95/98/NT.

Bei der Enterprise- und Education-Version von Windows 10 stehen zusätzlich Windows Vista Enterprise, 7 Enterprise und 8 Enterprise als Downgrade-Optionen zur Wahl. Realistischerweise kann allerdings davon ausgegangen werden, dass die Firmen auf keine früheren Versionen als Windows Vista zurückgreifen werden. Schließlich ist der erweiterte Support von Windows XP schon seit Anfang 2014 ausgelaufen. Allerdings gibt es vereinzelt Firmen, wie etwa die Deutsche Bahn, die sich erst 2019 von ihren Fahrkartenautomaten mit einer angepassten Version von Windows XP verabschieden möchte.

Toshiba bietet Firmen-Laptops mit großer OS-Wahlfreiheit

Gerade bei kleineren Unternehmen sind Einzelplatzlizenzen durchaus an der Tagesordnungen. Damit besitzen sie die gleichen Upgrade- beziehungsweise Downgrade-Rechte wie Privatanwender. Hardwarehersteller wie Toshiba gehen noch einen Schritt weiter und geben Firmen eine große Wahlfreiheit an die Hand: So ist auf den Toshiba-Business-Modellen derzeit Windows 7 vorinstalliert. Zudem wird Windows 8 oder 8.1 auf DVD mitgeliefert. Außerdem sollen sich alle 2015 auf den Markt gebrachten Business-Modelle auf Windows 10 upgraden lassen. Somit können Nutzer auf Wunsch das bevorzugte Betriebssystem installieren, ohne eine lange Downgrade-Prozedur in Kauf nehmen zu müssen.

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