Weiterentwicklung

Windows 10: So geht die Entwicklung weiter

Bei der Windows-10-Weiterentwicklung hört Microsoft nun deutlich stärker auf die Kunden als bisher. Darum kommen mit den neuen Builds nicht nur neue Funktionen für den Edge-Browser, sondern auch Verbesserungen für Geschäftskunden und Entwickler.
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Windows 10 ist auf Laptops und Desktop-Computern nach wie vor das am stärksten verbreitete System. Trotzdem heißt es bei der Weiterentwicklung von Windows seit einigen Jahren eher "Evolution" statt "Revolution". Statt alle zwei bis drei Jahre neue (teils unfertige) Windows-Hauptversionen auf den Markt zu bringen, wird Windows 10 kontinuierlich weiterentwickelt.

Dies geschieht einerseits durch regelmäßige größere Updates wie zuletzt das April-Update, gleichzeitig aber auch im Hintergrund und mehr oder weniger unsichtbar durch kleinere Updates und Weiterentwicklungen unter der Haube. Denn Windows wird von einem großen Kreis an Nutzern verwendet, die immer wieder spezielle Wünsche an die Weiterentwicklung haben wie Geschäftskunden, Kreative oder Softwareentwickler.

Kleinere Verbesserungen am System

Viele Weiterentwickluingen von Windows 10 gehen unter der Haube vor sichViele Weiterentwickluingen von Windows 10 gehen unter der Haube vor sich Im Rahmen des Windows-Insider-Programms werden in regelmäßigen Abständen Windows-10-Insider-Preview-Builds veröffentlicht, mit denen zukünftige Versionen mit neuen Funktionen getestet werden können.

Die Build 17677 enthält beispielsweise einen schnelleren Zugriff auf die wichtigsten Websites. Der Anwender muss dazu mit der rechten Maustaste auf das Microsoft-Edge-Symbol in der Taskleiste klicken, um eine Liste der am häufigsten besuchten Websites anzuzeigen. Im Menü "Einstellungen und mehr" des Edge-Browsers hat Microsoft Symbole und Verknüpfungen hinzugefügt und eine Option zum Beschriften von Gruppen von Registerkarten bereitgestellt, die der Nutzer markiert hat. Für Downloads haben die Windows-Entwickler das Menü erweitert, sodass der Internet-Surfer mit der rechten Maustaste die Aktionen "In Ordner anzeigen" und "Link kopieren" durchführen kann.

Weiterhin hat Microsoft eine einfachere Methode zum Starten von Apps in "Gruppen" implementiert. Microsoft möchte die neue Gruppen-Funktion auf der Grundlage des Anwender-Feedbacks verbessern. Wenn der Nutzer auf die Plus-Schaltfläche klickt, um Anwendungen in einem Gruppen-Fenster hinzuzufügen, kann er jetzt die Liste "Alle Apps" durchsuchen, anstatt nur das Suchfeld zu verwenden.

Früher war es mitunter schwierig, die Sprache der eigenen Windows-Installation nachträglich zu ändern. Um von Qualitätsverbesserungen bei der Anzeigesprache zu profitieren, können mehrsprachige Anwender nun "App-Einstellungen" - "Uhrzeit und Sprache" - "Sprache" aufrufen und dort auf den Link "Add a Windows display language with Local Experience Packs" (Windows-Anzeigesprache mit Local Experience Packs hinzufügen) klicken. Dann besteht die Möglichkeit, direkt aus Windows 10 heraus ein Local Experience Pack aus dem Microsoft Store herunterzuladen.

Entwicklungen im Bereich Multimedia und Großkunden-Services

Windows-Insider haben Microsoft mitgeteilt, dass es manchmal offenbar schwer einzuschätzen ist, wann sie Bildschirminhalte drahtlos projizieren. Deshalb hat Microsoft ein neues Kontrollbanner hinzugefügt, das anzeigt, wann der Kunde gerade eine drahtlose Projektion laufen hat. Mit diesem Banner ist es auch möglich, die Verbindung für eine optimale Latenzzeit zwischen Bildschirmen einzustellen.

Ein wichtiges Thema im Hause Microsoft ist seit einiger Zeit wie berichtet Mixed Reality. Bisher war das Feature eigentlich nur bequem mit einem Bildschirm nutzbar. Windows-Anwender können mit der Build 17686 jetzt allerdings auch Mixed Reality ohne physischen Monitor verwenden, beispielsweise mit Rucksack-PCs. Außerdem können Anwendungen, die in Windows Mixed Reality ausgeführt werden, die Capture UI API verwenden.

Eher für Groß- und Geschäftskunden relevant ist der Hinweis, dass das Management Lab für die Bereitstellung von Software in größeren Netzwerken aktualisiert wurde. Das von Microsoft 365 unterstützte Geräte-Lab-Kit wurde mit den neuesten Versionen von Windows 10 Enterprise und Office 365 Pro Plus aktualisiert, einschließlich neuer Lab-Leitfäden für Co-Verwaltung und Windows Defender. Außerdem hat Microsoft als Reaktion auf Feedback von Unternehmensentwicklern vor kurzem ein Referenzbeispiel veröffentlicht, das die neuen Windows-10-APIs präsentiert.

Für Entwickler ist der Hinweis interessant, dass Microsoft Edge jetzt Unterstützung für die neue Webauthentifizierungs-API (auch bekannt als WebAuthN) bietet. Webauthentifizierung ermöglicht eine offene, skalierbare und interoperable Lösung zur Vereinfachung der Authentifizierung, die Kennwörter mit stärkeren hardwaregebundenen Anmeldedaten ersetzen soll.

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