Bluescreen

Windows 10: Update für AMD-PCs mit Endstation Bluescreen

Seit der vergangenen Woche drehen die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre ihre Runden im Netz und die ersten Patches sind bereits erschienen. Doch nicht jeder Nutzer von Windows 10 sollte das Update auch installieren, wie sich zeigt.
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SicherheitslückenNutzer von AMD-Rechner mit Windows 7 und Windows 10 sollten bei den Spectre-Updates aufpassen Nach wie vor sorgen die Auswirkungen von der Bekanntgabe der Sicherheits­lücken Meltdown und Specre für emsige Betriebsamkeit bei vielen Unternehmen. Unterdessen haben etliche Betriebs­systeme erste Patches bekommen, um die Sicherheits­lücken in den Prozessoren zumindest etwas abzuschwächen, aber bei AMD-basierenden Geräten führt das nicht immer zum Ziel.

So gibt es etliche Berichte, nach denen PCs und auch Notebooks mit einem Prozessor von AMD nach Installation des Updates KB4056892 für Windows 10 mit installiertem Fall Creators Update nicht mehr starten. Fast immer ist von einem Bluescreen die Rede, kurzum: Der Rechner lässt sich nicht mehr starten. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass es auch erste Berichte zu Windows 7 gibt, wo es nach Installation des entsprechenden Updates zu einem Bluescreen kam.

Berichtet wird davon in zahlreichen Online-Foren, bei Kollegen wie Caschy und auch im Microsoft-eigenen Forum gibt es eine rege Diskussion zu dem Thema.

Einfache Lösung mit Folgen

Einen wirklich brauchbaren Weg, den eigenen AMD-basierenden Rechner wieder zum korrekten Starten zu bringen, gibt es nicht. Zumindest unter der Prämisse, dass installierte Treiber, Programme und persönliche Daten erhalten bleiben sollen. Die meisten Lösungs­ansätze bringen den Werks­zustand ins Spiel und das bedeutet den Verlust aller installierter Programme. Immerhin persönliche Daten sind bei dieser Methode sicher, trotzdem ist der Weg der Wieder­herstellung des Werks­zustandes eine mühsame Sache.

Es ist daher für Nutzer eines AMD-bestückten PCs ratsam, die Installation von Updates sowie dieses einen Updates im Speziellen vorerst hinaus­zuzögern, bis Microsoft den fehler­bereinigten Patch bereit­stellt. Wann genau das sein wird, lässt der Redmonder Software-Konzern wie zu erwarten offen.

Um die Installation zu verhindern, muss über Einstellungen -> Update und Sicherheit -> Erweiterte Optionen und dort der Schalter von "Updates aussetzen" aktiviert werden. Danach wird zumindest die automatische Installation anstehender Updates zum Zeitpunkt der Aktivierung der Option für bis zu 35 Tage verhindert. Nach diesem Zeitraum wird das Update trotzdem zwangsweise installiert, ob man es will oder nicht.

Schattenseite von erzwungenen Updates

Genau an dieser Stelle zeigt sich einmal mehr, dass die Art, wie Microsoft Updates unter Windows 10 verteilen will, nicht immer tatsächlich sinnvoll ist. Sicherlich ist es besser für die allgemeine Sicherheit, wenn Updates ohne dem Zutun des Nutzers gesucht, heruntergeladen und installiert werden, um breitflächige Sicherheits­lücken möglichst zeitnah zu stopfen. Aber auf der anderen Seite kann ein einziges fehler­haftes Update auch reihenweise PCs, Notebooks und Windows-Tablets mit diesem Mechanismus lahmlegen.

Zumindest wäre es sinnvoller, wenn Microsoft eine Art Popup-Warnung einblendet, dass gerade ein neues Update heruntergeladen und installiert wird und dem Nutzer Zeit gibt, es zu installieren oder die Installation 7 Tage zu verschieben. Oder zumindest wieder ganz klassisch das komplette Deaktivieren von Updates auch für Privatanwender zu gestatten. Derzeit ist genau dies nur über eine Gruppen­richtlinie möglich und die lässt sich bei der Home-Edition schwerlich einrichten.

Erfreulich ist, dass Microsoft zumindest eine Möglichkeit anbietet, einzelne fehler­behaftete Updates gezielt zu blockieren. Dazu muss aus diesem Knowledgebase-Artikel die CAB-Datei heruntergeladen, installiert und anschließend nach ausstehenden Updates gesucht werden, die sich dann blockieren lassen.

Wenn Sie mehr zu Meltdown und Spectre wissen wollen, finden Sie in diesem Artikel weiterführenden Informationen.

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