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Windows 10: Insider Preview bekommt Near-Share-Funktion

Nach fast zwei Wochen Zwangspause geht es für Teilnehmer von Microsofts Windows-Insider-Programm für Windows 10 mit der neusten Preview Build 17035 munter weiter. Diese enthält nun eine für mobile Geräte äußerst interessante Funktion.
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Nachdem das große Fall Creators Update für Windows 10 als Update für alle gestartet ist, gehen die Entwickler von Microsoft mit vollem Elan an die Weiter­entwicklung heran. Denn aktuell befindet sich das Nachfolge-Update namens Redstone4 mitten in der Entwicklung und da gibt es mit der jüngsten Build durchaus neue interessante Sachen zu entdecken.

Wie Microsoft mitteilt, ist der Start der Insider-Preview mit der Build 17035 angelaufen. Leider müssen Besitzer eines Rechners mit AMD-Prozessor vorerst außen vor bleiben, da es zu noch nicht behobenen Abstürzen mit einem grünen Bluescreen kommt. Dazu gibt es am Ende des Artikels mehr Informationen.

Abgesehen davon kann sich die Feature-Liste des neuen Updates mehr als sehen lassen.

Near Share, das AirDrop für Windows 10

Windows 10 Insider PreviewMit Build 17035 kommt Near Share zu Windows 10 Die größte Neuerung hört auf den Namen Near Share, setzt auf zwei Rechnern mindestens die Insider Preview Build 17035 voraus, ein Bluetooth-Modem und lässt sich am ehesten als Apple AirDrop für die Windows-Welt umschreiben. Die Funktion selbst taucht als neue Kachel im Mitteilungs­center auf und ermöglicht das einfache Austauschen von Dateien und Webadressen via Bluetooth.

Kompatible Geräte mit den eingangs erwähnten Voraussetzung, tauchen anschließend im Teilen-Menü auf, zum Beispiel im Edge Browser, Datei Explorer oder der Fotos-App. Mehr als das ist bisher nicht zu der Funktion bekannt.

Was noch fehlt ist die Unterstützung für mobile Geräte, aber das dürfte auch die größte Schwierigkeit darstellen, andere Hersteller und vor allem andere Platt­formen mit einzubinden. Immerhin muss Microsoft für ein solches Vorhaben Tausende Modelle berücksichtigen und die Schnitt­stelle zum Teilen von Inhalten so gestalten, dass sie leicht anpassbar ist an neue Gegebenheiten.

Anderenfalls schreit diese Funktion namens Near Share förmlich danach, mit mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets kombiniert zu werden. Das sich Websites vom Android-Smartphone auf einen Windows-10-PC übertragen lassen, ist ein erster Anfang.

Windows 10 Insider Preview
Ist mindestens Build 17035 installiert, taucht Near Share im Info-Center auf, um Inhalte direkt zu teilen

Weitere Neuerungen

Neben Near Share bringt die neue Insider-Preview noch weitere Verbesserungen mit sich, wie zum Beispiel das Stumm­schalten von Tabs im Edge Browser, in denen automatisch Musik abgespielt wird. Erledigt wird dies per Rechts­klick auf den jeweiligen Tab, außerdem lassen sich im Edge Browser gelesene und kostenlose eBooks nun lokal speichern.

Neu ist, dass in den Einstellungen zur Windows-Update-Funktion ein Bandbreiten-Limit für Updates des Betriebs­systems und für Apps aus dem Windows Store festgelegt werden kann. Die Einstellung selbst gilt jedoch nur für Downloads, die vom Nutzer selbst angestoßen wurden, weshalb die Funktion auch als "Downloads im Vordergrund" bezeichnet wird.

Wer ein Touchscreen-basierendes Gerät für Windows 10 nutzt, wird sich über das auf nahezu alle Sprachen erweiterte Standard-Layout freuen. Unter anderem ist die Emoji-Taste schneller erreichbar und es gibt das Fluent Design mit Acrylic-Elementen nun auch für die Software-Tastatur. Über die Taste in der linken oberen Ecke ist der Wechsel des Tastatur-Layouts (Schmal, Einhändig, Breit) nun zudem schneller erreichbar. Für die hand­schriftliche Eingabe von Text gibt es neue Animationen und ein neues Layout.

Windows 10 Insider Preview
Für die Software-Tastatur von Touchscreen-basierenden Geräten gibt es nun das Fluent Design
Last but not least haben die Entwickler über 23 Fehler aus der vorherigen Insider-Preview Build 17025 behoben und kleinere Detail­verbesserungen vorgenommen. Unter anderem merkt sich Cortana nun, wenn auf einem privaten PC oder dem Büro-Rechner ein Standard-Aufenthaltsort über die Karten-App festgelegt wird. Cortana zeigt dann in der Umgebung ortsabhängige Erinnerungen an, sofern welche angelegt wurden.

AMD-Prozessoren und der grüne Bluescreen

Wie eingangs erwähnt, können Nutzer eines AMD-basierenden Windows-Rechners die Insider-Preview Build 17035 nicht installieren, da der Rechner sonst mit einem grünen Bluescreen abstürzt. Wo genau der Fehler für den Absturz liegt wird noch untersucht, bis dahin müssen AMD-Fans sich noch etwas gedulden. Bisher ist nur bekannt, dass während des Upgrades ein AMD-Prozessor einen tief­greifenden Bugcheck durchführt und kurzer­hand abstürzt. AMD-basierende Geräte werden daher vorerst bis auf weiteres durch die Update-Funktion blockiert.

Wichtig ist an dieser Stelle zu wissen, dass der grüne Bluescreen nur in den Preview-Versionen von Windows 10 auftaucht. Für Microsoft hat dies ganz praktische Gründe: Es gibt eine steigende Anzahl an Nutzern, die sich für einen frühzeitigen Zugriff auf kommende Features kurzerhand die Insider-Preview installieren und bei Problemen mit ihrem Rechner trotzdem den Support in Anspruch nehmen wollen.

Der grüne Bluescreen dient somit lediglich dazu, um festzustellen, ob die finale Version von Windows 10 verwendet wird, oder ob es sich um eine Insider-Preview handelt. Bei letzterem ist mit Bugs zu rechnen, weswegen es auch nur eingeschränkten Support gibt für diese Betriebssystem-Versionen.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, wie Sie bis Jahresende noch an ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 herankommen.

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