Ausprobiert

Wiko Tommy im Handy-Test: Soviel Smartphone gibt es für 125 Euro

Mit einem Preis von etwa 125 Euro ist das Wiko Tommy ein sehr günstiges Smartphone. Es läuft mit Android 6.0 Marshmallow, unterstützt LTE und besitzt einen wechselbaren Akku. Wir haben im Test geprüft, welche Leistung man vom Tommy erwarten kann.
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Dass ein Smartphone nicht teuer sein muss zeigt das neue Modell vom französischen Hersteller Wiko. Das Wiko Tommy kostet derzeit rund 125 Euro, besitzt ein 5 Zoll großes Display und läuft mit Android 6.0 Marshmallow. Anders als viele andere Geräte des Herstellers ist das Tommy allerdings kein Dual-SIM-Smartphone. Interessant könnte es daher vor allem für Nutzer sein, die ein erschwingliches Einsteiger-Gerät oder ein günstiges Zweit-Smartphone suchen. Doch lohnt sich der Kauf des Wiko Tommy, oder sollten Nutzer vielleicht etwas mehr Geld in ein Smartphone investieren? Wir haben im Test geprüft, welche Leistung man vom Tommy erwarten kann.

Wiko Tommy: Verarbeitung und erster Eindruck

Wiko Tommy im Handy-TestWiko Tommy im Handy-Test Bei Smartphones in der Preisklasse unter 150 Euro müssen Hersteller irgendwo den Rotstift ansetzen. Wiko hat dies beim Gehäuse getan, indem das Unternehmen auf teure Materialien wie Glas oder Metall verzichtet hat. Das Wiko Tommy wurde stattdessen aus Kunststoff gefertigt, wobei die Rückseite eine leichte, an Lederoptik erinnernde Struktur besitzt. Das Material und die raue Oberfläche verhindern ein allzu schnelles Wegrutschen des Smartphones aus der Hand.

Die Rückseite erinnert an eine Schale und lässt sich samt Rahmen und Tasten abnehmen. Dennoch konnten wir nicht den kleinsten Spalt zwischen den beiden Gehäuse-Komponenten erkennen - Wiko hat hier sehr sauber gearbeitet. Ist die Rückschale entfernt, lassen sich die Kunststoff-Tasten nicht länger bedienen. Der Power-Button hat eine ovale Form, ist relativ klein und strukturiert. Dadurch kann er gut ertastet werden. Die Lautstärke­wippe bietet trotz ihrer sehr schmalen Form einen guten Druckpunkt.

Wiko Tommy
Unter der Haube des Wiko Tommy verbergen sich der wechselbare Akku sowie die Slots für die Micro-SIM-Karte und für die microSD-Karte. Der Akku wird über die am unteren Rand befindliche microUSB-2.0-Buchse geladen. Direkt gegenüber an der oberen Schmalseite befindet sich hingegen die Klinkenbuchse für den Anschluss eines Kopfhörers.
Die Rückseite des Wiko Tommy ist aus strukturiertem Kunststoff gefertigt
Die Rückseite des Wiko Tommy ist aus strukturiertem Kunststoff gefertigt

Displayanzeige: Naturgetreu und kontrastreich

Das Display des Tommy misst 5 Zoll in der Diagonale und löst 720 mal 1280 Pixel (HD) auf. Aus dem Verhältnis Displaygröße und Auflösung ergibt sich eine Pixeldichte von 294 ppi. Eine solche HD-Auflösung findet sich bei Smartphones dieser Preiskategorie relativ häufig und ist für ein Gerät dieser Größe noch ausreichend. Bei genauem Hinsehen lassen sich zwar vor allem bei der Schrift einzelne Pixel erkennen, doch wirkt die Darstellung insgesamt scharf genug.

Als etwas störend empfanden wir den relativ breiten Abstand zwischen Display und Gehäuserand - immerhin 3,5 Millimeter "tote" Fläche haben wir zu beiden Geräteseiten hin gemessen. Schade, wird hier doch wertvoller Platz verschenkt. Zudem ist der Blickwinkel nicht so stabil wie wir es gern hätten. Bei zunehmend schräger Sicht auf das Display wird die Darstellung dunkler, bis Details am Ende nur noch schwer erkennbar sind.

Blickwinkel des Wiko Tommy: Bei schräger Sicht etwas zu dunkel
Blickwinkel: Bei schräger Sicht etwas zu dunkel
Besser schneidet das Display des Tommy beim Kontrast und der Farbechtheit ab. Der gute Delta-E-Wert von 4,91 bestätigte in unserer Displayanalyse, dass der Bildschirm Farben sehr naturgetreu darstellt. Auch der Kontrast von 1062:1 fällt erfreulich hoch aus. Die maximale Displayhelligkeit liegt mit 321 cd/m² hingegen im unteren Mittelfeld.
CIE-Graph zeigt die Farbwiedergabe des Wiko Tommy
CIE-Graph zeigt die Farbwiedergabe des Wiko Tommy

Wiko setzt auf sauberes Android

Das Wiko Tommy wird mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert, über das der Hersteller eine Oberfläche gelegt hat, die an Huaweis Emui und Apples iOS erinnert. Einen zentralen App-Sammelpunkt (App Drawer) gibt es nur in Form der Anwendung "Alle Apps", in der die Programme alphabetisch sortiert sowie die zuletzt geöffneten Apps anzeigt werden.

Wiko setzt auf ein sauberes System, unnötige Apps gibt es also so gut wie nicht. Lediglich einige Google-Anwendungen sind ab Werk installiert. So dient Google Chrome beispielsweise als standardmäßig eingerichteter Browser.

Wiko Tommy kommt ab Werk mit sauberem Android 6.0 Marshmallow
Wiko Tommy kommt ab Werk mit sauberem Android 6.0 Marshmallow
Am System gibt es somit kaum etwas zu kritisieren. Umso unschöner macht sich da der interne Speicher bemerkbar. Denn dieser bietet eine Kapazität von gerade einmal 8 GB. Nach Abzug des Systems stehen Nutzern am Ende sogar nur rund 5,8 GB zur freien Verfügung. Immerhin kann der Speicher mittels microSD-Karte um zusätzlich bis zu 64 GB erweitert werden. Da sich aber nicht alle Anwendungen problemlos auf den externen Speicher auslagern lassen, könnten Nutzer aufgrund des knappen internen Speichers nach einer gewissen Nutzungszeit Probleme bekommen. Denn ist der Speicher voll, synchronisiert das Smartphone nicht mehr - E-Mails werden nicht abgerufen und Updates können nicht installiert werden.

Auf der nächsten Seite gehen wir näher auf die Prozessor-Leistung ein. Außerdem finden Sie dort Infos zur Kamera und zum Akku sowie unser Testfazit.

Inhalt:
Verarbeitung, Display und System
Seite 2: Leistung, Akku, Kamera und Fazit

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