Mit Notch

Wiko View 2 (Pro): Fullview-Display mit Kamera-Notch

Wiko hat auf dem MWC eine Reihe neuer Smartphones gezeigt. Besonders erwähnenswert sind die Modelle View 2 und 2 Pro mit Display-Notch.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
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Der in Frankreich ansässige Hersteller Wiko hat es geschafft, seine neuen Smartphones bis zum Mobile World Congress geheim zu halten. Somit erwartete die Zuschauer der Wiko-Presse­konferenz am Montag­nachmittag - anders als bei anderen Herstellern - eine echte Überraschung. Im vergangenen Jahr widmete sich Wiko der WIM-Reihe, die das erste Modell des Herstellers mit Dual-Kamera beinhaltete. Auf dem diesjährigen MWC stehen das Wiko View 2 und View 2 Pro im Mittelpunkt, zwei Smartphones, deren Highlight deren Fullview-Display ist. Auch die drei Modelle View Go, Lite und Max hatte der Hersteller im Sortiment.

Displays, die sich aufgrund des 18:9-Formats nahezu über die gesamte Front erstrecken, haben mittlerweile eine Vielzahl an Smartphone-Herstellern im Sortiment. Die beiden Displays des View 2 und 2 Pro zeigen jedoch eine Besonderheit, denn es zieht sich um die mittig angeordnete Frontkamera herum und zeigt dadurch eine Notch genannte Aussparung, die wir in ähnlicher Form schon vom Apple iPhone X kennen. Das Seitenverhältnis wächst somit auf eher ungewöhnliche 19:9.

Wiko View 2 mit Fullview-Display auf dem MWC 2018
Wiko View 2 mit Fullview-Display auf dem MWC 2018
Das Display und dessen Darstellung von Details und Farben konnten uns beim ersten Ausprobieren überzeugen. Benachrichtigungen stellen die View-2-Modelle im oberen Displaybereich dar - fast so, als gäbe es dafür einen separaten zweiten Screen-Abschnitt. Zudem liegen die neuen Smartphones durch ihre abgerundeten Kanten sehr angenehm in der Hand. Das Gehäuse wirkt trotz der großzügigen Verwendung von Kunststoff hochwertig, was unter anderem an der sauberen Verarbeitung liegt.

View 2 und View 2 Pro im Vergleich

Das Pro-Modell unterscheidet sich vom Standard-Modell der View-2-Reihe vor allem durch die Speicher- und Prozessor-Ausstattung. Während das Wiko View 2 über 32 GB internen Speicher (erweiterbar um bis zu 128 GB), 3 GB RAM sowie den 1,4-GHz-Octa-Core-Prozessor Snapdragon 435 verfügt, kommt das Pro-Modell mit 64 GB Speicher (erweiterbar um bis zu 256 GB), 4 GB RAM und einem Snapdragon 450 mit 1,8 GHz daher.

Wiko View 2 mit Fullview-Display auf dem MWC 2018
Trotz Kunststoff: Die Rückseite wirkt hochwertig
Auch die Kamera-Ausstattung fällt beim View 2 Pro etwas leistungsstärker aus. Die Linse auf der Front nimmt Selfies mit bis zu 16 Megapixel auf, die Dual-Kamera auf der Rückseite besitzt einen dualen 16-Megapixel-Sensor vom Typ Sony IMX499 mit f/1.75-Blende. Mit der Kamera des Pro-Modells lassen sich dank 120-Grad-Weitwinkel größere Bildausschnitte oder Gruppenfotos aufnehmen. Das View 2 hat ebenfalls eine 16-Megapixel-Frontkamera mit f2.0-Blende, auf der Rückseite gibt es allerdings "nur" eine duale 13-Megapixel-Linse. Für eine ruckelfreie Videoaufnahme besitzen die Frontkameras beider Modelle eine Full-HD-Video-Stabilisierung.
Wiko View 2 mit Fullview-Display auf dem MWC 2018
Seitenansicht des Wiko View 2

Wiko mit dem Thema "Wild for wide"

Die Displaygrößen der neuen Wiko-Smartphones sind mit jeweils 6 Zoll identisch. Auch die HD+-Auflösung haben beide Modelle gemein. Ins Internet wählen sich die View-2-Geräte wahlweise über WLAN oder LTE mit bis zu 300 MBit/s im Downstream ein. Ein 3000-mAh-Akku sorgt für die Stromversorgung und als Betriebssystem kommt zum Start Android 8.0 Oreo zum Einsatz. Geschützt wird das System wahlweise durch einen rückseitigen Fingerabdrucksensor oder durch Face Unlock, also das Entsperren mittels Gesichtsscan.

Wiko View 2 mit Display-Notch
Wiko View 2 mit Display-Notch
Konkurrenzfähig zeigen sich das Wiko View 2 und 2 Pro im Preis. Beide Smartphones sollen im Laufe des Aprils auf den Markt kommen - das View 2 für 199 Euro und das View 2 Pro für 299 Euro. Angeboten werden die Farbversionen Anthrazit und Gold sowie für das Standard-Modell zusätzlich die Farbe Grau.

Wiko View Go, Lite und Max - Einsteiger zum günstigen Preis

Etwas günstiger, dafür aber weniger leistungsstark, sind die Modelle Go, Lite und Max, die ebenfalls der View-Reihe angehören. Auch hier gehören das Fullview-Display sowie Android 8.0 Oreo zur Standard-Ausstattung aller drei Modelle. Zudem besitzen die Geräte allesamt eine 13-Megapixel-Rückkamera, unterstützen LTE und sind Dual-SIM-fähig.

Ebenfalls vorgestellt: Wiko View Go, Lite und Max
Ebenfalls vorgestellt: Wiko View Go, Lite und Max
Das View Go ist mit einem 5,7 Zoll großen Screen mit HD+-Auflösung ausgestattet, wird von einem 1,3-GHz-Quad-Core-Prozessor mit 2 GB RAM angetrieben und besitzt 16 GB erweiterbaren Speicher. Es lässt sich per Face Unlock über die 5-Megapixel-Frontkamera entsperren und kommt im März für 149 Euro auf den Markt. Der Akku des Wiko View Go hat eine Kapazität von 3000 mAh.

Das View Lite ist mit 159 Euro etwas teurer und erscheint ebenfalls im März. Nutzer erhalten bei diesem Modell einen 5,45 Zoll großen HD+-Screen sowie einen etwas höher getakteten 1,5-GHz-Quad-Core-Prozessor. Die Speicherausstattung besteht aus 2 GB RAM und 16 GB erweiterbaren Speicher, die Frontkamera macht Bilder mit bis zu 16 Megapixel. Der Akku hat die gleiche Kapazität wie beim Go, jedoch ist das Lite zusätzlich mit einem rückseitigen Fingerabdrucksensor ausgestattet.

Besonders ausdauernd soll das dritte Modell der Reihe, das Wiko View Max, sein. Das Smartphone bringt einen Akku mit 4000 mAh und lässt sich sowohl per Fingerabdrucksensor als auch mittels Face Unlock entsperren. Der Speicher bietet mit 3 GB RAM und 32 GB Flash mehr Kapazität, der 1,3-GHz-Quad-Core-Prozessor liefert gleichzeitig aber die geringste Leistung der drei Modelle. Wiko verkauft das View ab März für 179 Euro in Deutschland.

Weitere spannende Meldungen vom Mobile World Congress finden Sie auf unserer MWC-News-Übersicht.

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