Neues Netzwerk

WT Social: Facebook-Alternative ohne Werbung

Wiki­pedia-Gründer Jimmy Wales will ein eigenes Online-Netz­werk als eine Alter­native zu Face­book und Co. aufbauen. "WT:Social" soll wie Wiki­pedia ohne Werbung auskommen.
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Wiki­pedia-Gründer Jimmy Wales will mit einem eigenen Online-Netz­werk eine Alter­native zu Face­book & Co. aufbauen. "Meine Idee ist es, die Prin­zipien von Wiki­pedia auf ein soziales Netz­werk zu über­tragen", sagte Wales auf der Digi­talmesse Digital X in Köln. Die Online-Enzy­klopädie Wiki­pedia kommt ohne Werbung aus, die Platt­form finan­ziert sich rein über die Spenden eines kleinen Teils der Nutzer­schaft.

"Tschüss, Face­book - es ist Zeit für etwas Neues", sagte Wales in Rich­tung der etablierten sozialen Netz­werke, die sich rein über perso­nali­sierte Werbung finan­zieren. Dieses Modell setze auf die Empö­rung und Erre­gung von Nutzern, um damit möglichst viele Klicks zu gene­rieren, so Wales.

Platt­form in der Aufbau­phase

Wikipedia-Gründer Jimmy WalesWikipedia-Gründer Jimmy Wales Das neue Netz­werk "WT:Social" des Inter­netun­terneh­mers soll wie seine promi­nente Platt­form Wiki­pedia ohne Werbung auskommen. "Können Sie sich ein soziales Netz­werk vorstellen, in dem die gesamte Commu­nity Beiträge bear­beiten kann?", fragte Wales seine Zuhörer aus der Digi­talbranche in Köln. Auch dieser Aspekt - die gemein­schaft­liche Arbeit und das auf Fakten basierte Arbeiten - soll eine wich­tige Rolle in dem neuen Netz­werk spielen.

Derzeit befindet sich die Platt­form in der Aufbau­phase, er arbeite mit zwei Entwick­lern daran, sagte Wales. "Ich werde es als Erfolg werten, wenn wir eine groß­artige kleine Commu­nity aufbauen, in der ich mich wohl­fühle." Nutzern, die sich in der jetzigen, frühen Phase von WT:Social regis­trieren, gab der 53-Jährige Ameri­kaner ein beson­deres Verspre­chen: "Ihr werdet eine Freund­schafts­anfrage von mir bekommen. Ich versende sie persön­lich."

Face­book war bei der US-Präsi­denten­wahl 2016 für groß ange­legte Kampa­gnen aus Russ­land miss­braucht worden. Das soll bei den nächsten Wahlen 2020 nicht mehr passieren. Mehr zu dem Thema lesen Sie in einer weiteren News.

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