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Unitymedia startet im Sommer Community-WLAN WifiSpots

Unitymedia bohrt seine WLAN-Hotspots auf: Ab Sommer sollen auch Kundenrouter zu WLAN-Hotspots werden. Kunden können diese gegenseitig kostenlos nutzen - und die öffentlichen Hotspots gleich mit.
Von Thorsten Neuhetzki
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Unitymedia will seine WLAN-Hotspots aufdrehen: Bestehende öffentliche Hotspots sollen schneller werden und bis Ende des Jahres sollen Kunden über ihren Heimrouter Hotspots mitbetreiben und so bis zu 1,5 Millionen Hotspots realisieren. Das Projekt WifiSpots hatte Unitymedia vergangenes Jahr gestartet.

Der Startschuss für das neue WLAN-Projekt soll im Sommer erfolgen. Möglicherweise wird man zur Anga Com in Köln im Juni weitere Details vorstellen. Die sogenannten WifiSpots für Unitymedia-Kunden sollen dann Internetkunden von Unitymedia eine schnelle, mobile Internetnutzung über Smartphones, Tablets und Notebooks ermöglichen. Die Nutzung ist kostenlos und ab Sommer fester Bestandteil der Internettarife von Unitymedia - für Bestands- und Neukunden. Damit zieht Unitymedia mit dem früheren Kabel-Deutschland-Angebot, das heute unter dem Namen Vodafone vermarktet wird, gleich. Auch Kabel Deutschland nutzt die WLAN-Router seiner Kunden dazu, öffentliche WLAN-Hotspots in den Wohnungen der Kunden und deren Umfeld zu realisieren. Der Name hier: Homespots. Diese stehen ebenfalls nur Kunden des Anbieters zur Verfügung.

Hotspot vom Heimnetzwerk komplett getrennt

Unitymedia startet ein neues WLAN-Hotspot-Angebot.
Unitymedia startet ein neues WLAN-Hotspot-Angebot.
Das Prinzip bei Unitymedia ist das gleiche wie bei Vodafone: Wer mit seinem WLAN-Router zum WifiSpot-Netzwerk des Kabelnetzbetreibers beiträgt, genießt bei eigener Nutzung des WLANs exklusive Vorzüge. Abhängig von Standort, Endgerät und Internettarif profitiert der Nutzer von Bandbreiten von bis zu 150 MBit/s. Das Datenvolumen wird nicht begrenzt. Bis zu fünf Geräte gleichzeitig können so online gehen. Ist ein Smartphone oder Notebook einmal im WLAN-Netz angemeldet, verbindet sich das Gerät automatisch mit den WifiSpots in Reichweite. Auch die Vodafone-Hotspots sind so ausgestattet.

Der WifiSpot-Datenverkehr ist mit dem WPA2-Standard verschlüsselt, heißt es von Unitymedia. Eine Vermischung zwischen dem Heimnetzwerk des Kunden und der öffentlichen Kennung sei ebenfalls nicht möglich. Der Router sei so konfiguriert, dass er zwei WLAN-Signale ausstrahlt, die komplett voneinander getrennt sind. Das private WLAN für zuhause und das verschlüsselte WifiSpot-WLAN-Signal für das öffentlich zugängliche Netz. Beide Netze sind auch innerhalb des Routers voneinander getrennt. Nutzer, die sich über die öffentliche Kennung anmelden, erhalten keinen Zugriff auf das private WLAN-Netz eines anderen Nutzers. Das Haftungsrisiko, die sogenannte Störerhaftung, liegt im Falle einer gesetzwidrigen Nutzung des WifiSpots bei Unitymedia. Auch der Anschluss des Kunden wird nicht langsamer: Für den WLAN-Hotspot wird eine zusätzliche Leitung mit bis zu 10 MBit/s Dow-n und 1 MBit/s Upstream geschaltet.

Öffentliche Hotspots werden für Unitymedia-Kunden zu Flatrates

Da die privaten Hotspots nur mit 10 MBit/s angebunden werden, ist dieses auch die maximal mögliche Performance, die der Kunde bekommen kann. Die bisherigen öffentlichen Hotspots werden jedoch mit Start des neuen Projektes für die Nutzer aufgebohrt. Unitymedia-Kunden surfen an den öffentlichen Zugangspunkten ab Sommer mit bis zu 150 MBit/s und ohne Begrenzung des Datenvolumens. Die Nutzung dieser Hotspots für alle Passanten bleibt bestehen, ist jedoch weiterhin stark begrenzt: Jedermann kann alle 24 Stunden 100 MB Datenvolumen mit maximal 10 MBit/s nutzen. Nach Verbrauch des Datenvolumens wird die Geschwindigkeit auf 64 kBit/s gesenkt. Von diesen öffentlichen Hotspots soll es in 100 Städten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg mehr als 1000 Stück geben.

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