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Gratis-WLAN im ICE mit dem Notebook getestet

WIFIonICE ist offiziell erst ab Dezember verfügbar. Immer mehr Zügen steht der neue Gratis-Internet-Zugang aber schon jetzt zur Verfügung. Wir haben das Angebot mit dem Notebook getestet.
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Zum Fahrplanwechsel im Dezember will die Deutsche Bahn AG nach der 1. Wagenklasse auch in der 2. Klasse im ICE einen kostenlosen WLAN-Internet-Zugang einführen. Das neue System, das sich durch die Netzwerkkennung WIFIonICE auszeichnet, wird von Icomera betrieben und steht bereits jetzt in immer mehr Zügen zur Verfügung.

Derzeit handelt es sich noch um einen Testbetrieb, der in den Zügen nicht beworben wird. Entsprechend umgerüsteten Zügen fehlt vielmehr der bislang im ICE übliche Hinweis auf einen Hotspot der Deutschen Telekom. Welches System in dem Zug, den man nutzen möchte, installiert ist, kann der Kunde im Vorfeld nicht erkennen.

Wir hatten auf einer Bahnreise zwischen Frankfurt am Main und München beispielsweise auf der Hinfahrt bereits WIFIonICE zur Verfügung, während auf der am gleichen Tag erfolgten Rückreise noch der Telekom-Hotspot genutzt werden konnte. Wir hatten WIFIonICE bereits Mitte Oktober mit dem Smartphone getestet. Nun haben wir das Produkt einem Test mit dem Notebook, genauer gesagt mit einem MacBook Air, unterzogen.

Login problemlos

Test des neuen Gratis-WLAN im ICETest des neuen Gratis-WLAN im ICE Der neue Hotspot war anhand der SSID schnell gefunden. Nach dem Login und dem Öffnen des Browsers wurde die Startseite mit dem Hinweis auf die kostenlose Testmöglichkeit angezeigt. Nach der Bestätigung wurde der Internet-Zugang hergestellt. Wir haben die Fahrt genutzt, um im Internet zu surfen, E-Mails zu bearbeiten und selbst mehrere Meldungen für teltarif.de sind im ICE entstanden.

Der Internet-Zugang war während der Fahrt fast immer verfügbar. Lediglich in den Tunnels im Spessart sowie in der Region südlich von Ingolstadt mussten wir teilweise mit einem minutenlangen Totalausfall leben. Die Übertragungsgeschwindigkeit lag bei Speedtests in der Regel zwischen 2 und 3 MBit/s im Downstream bzw. 1,5 bis 2 MBit/s im Upstream. Die Ansprechzeiten lagen zwischen 40 und 60 ms. Kurios: Trace-Tests waren über den rollenden Hotspot nicht möglich. So wurde teltarif. de beispielsweise ohne Zwischenschritt über andere Server gefunden.

Performance zum Arbeiten und Surfen völlig ausreichend

Knapp 3 MBit/s im DownstreamKnapp 3 MBit/s im Downstream Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das neue Gratis-WLAN der Bahn schnell genug ist, um sinnvoll surfen und arbeiten zu können. Für größere Downloads oder für Streaming ist das System dagegen nicht geeignet - und das kann durchaus Absicht sein, um zu vermeiden, dass die Hotspots ähnlich schnell wieder überlastet sind wie das bisherige System der Deutschen Telekom.

Inwieweit die derzeitigen Erfahrungen Rückschlüsse darauf zulassen, was die Hotspots zu leisten vermögen, wenn im Dezember der reguläre Start erfolgt, bleibt abzuwarten. Derzeit wird der Dienst noch nicht beworben, so dass vermutlich nur wenige Kunden das Angebot nutzen. Zudem sind die genauen Konditionen, zu denen Kunden das Gratis-WLAN nutzen können, noch unklar. So war in den vergangenen Monaten beispielsweise auch schon ein Volumenlimit im Gespräch.

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