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WiFi Calling bei Vodafone im Test

Wir berichten über Einrichtung, Nutzung und Sprachqualität von WiFi Calling bei Vodafone. Auch im (virtuellen) Ausland haben wir getestet. Schließlich ließen sich hier auch Roamingkosten sparen.
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Einmal das Feature WiFi Calling angehakt, dauert es - sofern das Smartphone mit einem WLAN-Netz verbunden ist - etwa fünf bis zehn Sekunden, bis die IP-basierte Telefonie zur Verfügung steht. Dies wird im Display durch ein entsprechendes Symbol angezeigt, das sich links neben dem WLAN-S-Meter befindet.

HD Voice verbessert die Sprachqualitt deutlichHD Voice verbessert die Sprachqualität deutlich Beim erstmaligen Einschalten von WiFi Calling erscheint ein Hinweis, dass sich Notrufe nicht über die WLAN-Verbindung absetzen lassen. Hierfür werde auf eine GSM- oder UMTS-Verbindung zurückgegriffen, sofern diese am Aufenthaltsort des Kunden zur Verfügung steht. Für die Zukunft lässt sich dieser Hinweis dauerhaft ausblenden.

Telefonate auch in HD Voice

Wir haben das erste Gespräch über WiFi Calling ins All-IP-Festnetz der Deutschen Telekom geführt. Der Verbindungsaufbau war ähnlich schnell wie bei einem herkömmlichen Handy-Telefonat. Deutlich schneller war der Verbindungsaufbau bei einem Telefonat, das wir vom Samsung Galaxy S6 zum Samsung Galaxy S6 Edge - beide mit WiFi Calling - geführt haben. Hier wurde das eingehende Gespräch bereits rund eine Sekunde nach Verbindungsaufbau beim Angerufenen signalisiert.

Beim Gespräch, zwischen zwei Endgeräten, die WiFi Calling unterstützen und auch per WLAN mit dem Internet verbunden waren, wurde auch das Logo für HD Voice im Display beider Smartphones angezeigt. In der Tat war die Übertragungsqualität bei diesem Anruf besonders gut. Der Sound klang ähnlich wie etwa bei einer sehr guten Skype-Verbindung. Bei einem Telefonat ins All-IP-Festnetz der Telekom entsprach die Sprachqualität der bei einem herkömmlichen Handy-Gespräch.

Nicht immer gute Übertragungsqualität

Bei längeren Gesprächen kam es zu gelegentlichen Artefakten, die die Übertragungsqualität getrübt haben. Dieser Effekt trat auch direkt neben dem WLAN-Router stehend auf. Eine schwache Funkverbindung scheidet als Ursache demnach aus. Auch die Performance der im Test verwendeten Online-Verbindung, einem VDSL-25-Anschluss, sollte für WiFi Calling mehr als ausreichend sein.

Auf der anderen Seite war es auffällig, dass die Sprachverbindung auch in recht großer Entfernung zum WLAN-Router noch recht gut war. Selbst als das WLAN-S-Meter nur noch einen Balken auf dem Display des Samsung Galaxy S6 Edge angezeigt hatte, war die Übertragungsqualität noch gut.

Kein Handover zu GSM und UMTS

Auch im Anrufprotokoll sind WiFi Call ersichtlichAuch im Anrufprotokoll sind WiFi Call ersichtlich Beim Verlassen des WLAN-Funkbereichs bricht die Verbindung recht unvermittelt ab, sofern - wie in unserem Test - am Aufenthaltsort keine LTE-Funkversorgung von Vodafone zur Verfügung steht. Eine Gesprächsübergabe von WLAN ins LTE-Netz ist offiziell vorgesehen. Ein Handover zu GSM und UMTS gibt es hingegen nicht.

Geht das WLAN-Signal nur kurzzeitig verloren, so ist zwar während dieser Zeit kein Gespräch möglich. Die Verbindung wird aber nur dann endgültig getrennt, wenn innerhalb von etwa zehn bis 20 Sekunden nicht erneut eine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht. Ansonsten bleibt der Anruf erhalten und das Gespräch kann fortgeführt werden, sobald der WLAN-Empfang wieder ausreichend ist.

Auf der dritten und letzten Seite erfahren Sie unter anderem, wie unsere Erfahrungen mit einer ebenfalls für WiFi Calling freigegebenen SIM-Karte der Deutschen Telekom aussahen.

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