Bestättigt

WhatsApp: Werbung kommt im kommenden Jahr

Lang ange­kündigt - jetzt bestä­tigt: WhatsApp startet im kommenden Jahr mit Werbung. Private Chats sind nicht betroffen.
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Bereits vor einiger Zeit hatte WhatsApp ange­kündigt, künftig auch Werbung einblenden zu wollen. Damit soll der Messenger-Dienst das gleiche Geschäfts­modell wie die Mutter Face­book bekommen. Immerhin 1,5 Mrd. Menschen nutzen den WhatsApp welt­weit, was ein riesiges Werbe­poten­tial darstellt. WhatsApp führt im kommenden Jahr Werbung ein.WhatsApp führt 2020 Werbung ein.

Werbung nur im Status­bereich

Jetzt macht der Messenger-Dienst Ernst. Auf dem Face­book Marke­ting Summit in Rotterdam zeigte WhatsApp gestern erst­mals, wie die Pläne konkret aussehen. Danach sollen den WhatsApp-Nutzern Werbe­einblen­dungen im Status­bereich gezeigt werden, zwischen den Beiträgen der Freunde. Unter­nehmen sollen Bilder und kurze Videos einblenden können, die aber speziell markiert sein müssen, um einer Verwechs­lung vorzu­beugen. Die Werbung soll zudem „der Platt­form ange­passt werden“.

WhatsApp will aber keine Werbung in persön­lichen Chats einblenden. Die ist End-to-End verschlüs­selt, weswegen man hier nicht so ohne weiteres ziel­grup­penori­entierte Werbung plat­zieren kann. Auch die Kontakt­liste scheint tabu zu sein. Die Neue­rung ähnelt damit dem Verfahren, wie es jetzt schon bei Insta­gram ange­wendet wird.

WhatsApp nannte auch ein unge­fähres Datum für die Einfüh­rung: Sie soll 2020 statt­finden. Damit ist der ursprüng­lich für dieses Jahr anvi­sierte Start vom Tisch. Einen konkreten Termin gibt es jedoch noch nicht.

Busi­ness-Bereich mit neuen Ange­boten

Bisher hatte Twitter vor allem spezi­elle Busi­ness-Ange­bote als Einnah­mequelle gehabt. Im Mai hat Face­book auf der Entwick­lerkon­ferenz F8 auch neue Shop­ping-Funk­tionen für WhatsApp vorge­stellt. So sollen die Ange­bote für Firmen um die soge­nannten „Busi­ness Cata­logs“ erwei­tert werden, mit denen die Unter­nehmen ihre Produkte präsen­tieren und über die Chat­funk­tion an den Mann und die Frau bringen können. WhatsApp möchte zudem eine eigene Kryp­towäh­rung einführen, die als Zahlungs­mittel für WhatsApp-Nutzer fungieren soll.

Die Nutzer sind von den in Aussicht gestellten Ände­rungen nicht unbe­dingt begeis­tert und beginnen sich nach Alter­nativen umzu­sehen. Zumal es immer wieder auch Probleme mit der Sicher­heit bei WhatsApp gibt. So war zuletzt eine Sicher­heits­lücke in der Tele­fonie-Funk­tion von WhatsApp bekannt geworden, über die mit einem präpa­rierten Anruf Über­wachungs­soft­ware auf dem Smart­phone instal­liert werden konnte. WhatsApp hat die Lücke aber mitt­lerweile mit einem Update geschlossen. teltarif.de berich­tete.

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