Messenger-Sicherheit

WhatsApp Web: Biometrische Authentifizierung kommt

Zur Koppe­lung via QR-Code gesellt sich in WhatsApp Web und WhatsApp Desktop bald der Finger­abdruck­scanner und die Gesichts­erken­nung. Damit sollen Fremd­zugriffe redu­ziert werden.

Die WhatsApp-Smartphone-App lässt sich schon per Fingerabdruck schützen Die WhatsApp-Smartphone-App lässt sich schon per Fingerabdruck schützen
WhatsApp / Montage: Andre Reinhardt
WhatsApp Inc. will mit der Einfüh­rung von biome­tri­scher Authen­tifi­zie­rung die Sicher­heit der Browser-Lösung und des Desktop-Programms stei­gern. Künftig wird es also möglich sein, für die Verlin­kung des WhatsApp-Accounts mit einem Computer einen Finger­abdruck oder das Gesicht scannen zu müssen. Dadurch möchte das Entwick­ler­studio die Gefahr senken, dass sich unbe­fugte Personen im näheren Umfeld Zugang zum Messenger verschaffen. Die eigent­liche Prozedur zur Verknüp­fung wird hier­durch schlicht erwei­tert. Neben der Iden­tifi­kation über Biome­trie wird weiterhin der QR-Code benö­tigt.

Mehr Sicher­heit für WhatsApp Desktop und WhatsApp Web

Die WhatsApp-Smartphone-App lässt sich schon per Fingerabdruck schützen Die WhatsApp-Smartphone-App lässt sich schon per Fingerabdruck schützen
WhatsApp / Montage: Andre Reinhardt
Noch immer warten Anwender des grünen Messen­gers auf die Mehr­gerä­tefunk­tion, momentan ist die paral­lele Nutzung ledig­lich über eine Koppe­lung des Smart­phones mit der Browser-Vari­ante oder der PC-Soft­ware möglich. In beiden Fällen wird hierfür in der WhatsApp-Handy-App unter Einstel­lungen / WhatsApp Web eine Verknüp­fung zwischen Mobil­gerät und Rechner initi­iert. Um dieses Verfahren zu authen­tifi­zieren, ist das Scannen eines am Computer einge­blen­deten QR-Codes mit dem Android-Telefon oder iPhone erfor­der­lich. Wer sein Handy unge­schützt herum­liegen lässt, läuft Gefahr, dass eine andere Person sich Zugang zu den WhatsApp-Konver­sationen verschafft.

Diesem Umstand möchte WhatsApp Inc. einen Riegel vorschieben, wie Android Autho­rity berichtet. In einer Pres­semit­tei­lung der Face­book-Tochter heißt es: „Um WhatsApp Web oder Desktop mit Ihrem WhatsApp-Account verlinken zu können, werden Sie nun vor dem Scannen des QR-Codes nach Ihrem Gesicht oder Finger­abdruck gefragt, um Ihr Smart­phone zu entsperren“ Das Entwick­ler­team merkt an, dass man mit diesem Feature die Chance redu­zieren möchte, dass Mitbe­wohner oder Kollegen ein Gerät mit einem fremden Account verknüpfen.

Update mit dem neuen Sicher­heits­fea­ture folgt in Kürze

In der aktu­ellen WhatsApp-Version für das Android-Betriebs­system und iOS ist die biome­tri­sche Veri­fizie­rung für die Koppe­lung mit WhatsApp Web und WhatsApp Desktop noch nicht inte­griert. Das Entwick­ler­studio gibt an, dass in den kommenden Wochen eine entspre­chende Aktua­lisie­rung folgen wird. Außerdem versi­chert WhatsApp Inc., dass die biome­tri­sche Authen­tifi­zie­rung ausschließ­lich auf dem Smart­phone statt­findet und das Unter­nehmen keinen Zugriff auf die Daten hat.

Der frühere Pebble-Chef hat die Beta-Phase für einen neuen Multi-Messenger namens Beeper gestartet. Damit sollen die Kunden WhatsApp, Signal, Tele­gram und viele weitere Dienste in einer einheit­lichen App nutzen können.

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