Messenger-Privatsphäre

WhatsApp: Status lässt sich bald im Messenger melden

Belei­digende, verfas­sungs­feind­liche oder irre­füh­rende Inhalte werden im WhatsApp-Status in Zukunft durch eine Melde­funk­tion dezi­miert. Es gibt neue Details zu dieser Erwei­terung.

Demnächst wird es in WhatsApp möglich sein, den Status eines Nutzers zu melden. Dieses Feature kann etwa zum Einsatz kommen, wenn jemand diskri­minie­rende oder rechts­radi­kale Inhalte verbreitet. Außerdem lassen sich jedwede Verstöße gegen die Nutzungs­bedin­gungen des Messen­gers an das Entwick­ler­studio weiter­leiten. Ein Mode­rati­ons­team kümmert sich anschlie­ßend um den Vorfall. Das Melden eines Status wird künftig im Menü der dazu­gehö­rigen Meldung ange­boten. Die Funk­tion ist Bestand­teil der neuesten WhatsApp-Beta­ver­sion für Android. Frei­geschaltet und somit nutzbar ist die Erwei­terung aller­dings noch nicht.

Auf unse­riöse Status­mel­dungen aufmerksam machen

Meldefunktion für den WhatsApp-Status naht Meldefunktion für den WhatsApp-Status naht
WABetaInfo
Meis­tens kommu­niziert man in WhatsApp mit Verwandten, Bekannten und Freunden in einer gepflegten Diskus­sions­kultur. Hin und wieder können bestimmte private oder beruf­liche Konflikte aber zu Span­nungen führen, die Gemüter erhitzen und in unpas­senden Äuße­rungen enden. Fremde Kontakte mit gezielten Mobbing-Atta­cken oder Falsch­mel­dungen sind eine weitere poten­zielle Unan­nehm­lich­keit. Wurde zu sehr über das Ziel hinaus­geschossen, sollte das WhatsApp-Team kontak­tiert werden. Dies ist bald auch bei Status­mel­dungen möglich.

WABetaInfo macht darauf aufmerksam, dass das Melden eines Status in der Beta­ver­sion  2.23.1.27 für Android Fort­schritte gemacht hat. Ende des vergan­genen Jahres wurde das Feature bereits in der Desktop-Vari­ante des Messen­gers entdeckt. Auf beiden Platt­formen ist die Funk­tion zwar noch nicht nutzbar, ein neuer Screen­shot zeigt die Erwei­terung aber in Aktion. Ganz unten im Menü in der jewei­ligen Status­mel­dung gibt es in Zukunft die Option „Melden“. Hier­über leitet man die Meldung an das WhatsApp-Mode­rati­ons­team weiter. Somit ließen sich kriti­sche Status­mel­dungen eindämmen.

Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung bleibt unbe­ein­träch­tigt

Die Einfüh­rung der Melde­funk­tion soll die Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung des Kommu­nika­tions­tools nicht beein­flussen. Weder WhatsApp selbst noch Meta haben Zugriff auf den Status. Der Status kann vom Sicher­heits­team des Messen­gers explizit nur betrachtet werden, wenn er an sie weiter­geleitet wird. Manche konkur­rie­rende Messenger verfügen bereits über die Möglich­keit, den Status zu melden. Wann WhatsApp seine Imple­men­tie­rung ersten Beta­tes­tern zur Verfü­gung stellt, ist noch nicht bekannt.

Seit kurzem lassen sich in WhatsApp auch Proxy-Server verwenden.

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